Ballermann-Anwohnerin bittet Urlauber und Einheimische um Spenden für Schallisolierung

| War noch was…? War noch was…?

Wohnen in der Schinkenstraße am Ballermann - das mag für so manchen Mallorca-Urlauber wie ein Traum klingen, aber für eine 24-jährige Einheimische ist es ein Albtraum. «Ich finde in meiner Wohnung keine Ecke, in der Ruhe herrscht. Es ist, als ob mir direkt ins Ohr gesungen würde», zitiert die «Mallorca Zeitung» Joana Maria Cirer. Mit einer Crowdfunding-Aktion richtet sich die junge Frau nun an Urlauber und Einheimische, um ihr Zuhause schalldicht zu machen - 10.000 Euro würde das kosten.

Cirer ist erst im vergangenen Mai in die bekannte Straße der Partyhochburg gezogen - sie wohnt schräg gegenüber vom Bierkönig. Sie habe zwar gewusst, worauf sie sich einlässt, hätte die ständige Lärmbelastung aber unterschätzt.

«Musik und Mikrofone sind voll aufgedreht, von montags bis sonntags, von morgens bis in die tiefe Nacht», klagt sie und berichtet von Schlafstörungen, Angstattacken und Migräne, gegen die sie mittlerweile Antidepressiva nehmen müsse. Da sie wegen des Lärms auch nicht richtig lernen könne, habe sie die Vorbereitung auf eine Beamtenprüfung abbrechen müssen.

«Jeder Mensch hat das Recht, in seiner Wohnung ohne unerlaubtes Eindringen in die Privatsphäre zu leben», sagt Cirer, die sich mit ihrem Anliegen auch schon an die Behörden gewandt hat. Doch die Polizei schmunzelte nur und sagte, es sei halt die schlimmste Straße der Insel. Beim Rathaus sei sie auf taube Ohren gestoßen. Einen Umzug in eine Mietwohnung könne sie sich nicht leisten. In der derzeitigen Wohnung wohne sie umsonst - sie gehöre ihrer Familie, hieß es. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bei einer Auseinandersetzung in einer Bielefelder Gaststätte werden fünf Menschen verletzt. Die Polizei muss einschreiten und die Party wird frühzeitig beendet.

Nach einer mutmaßlich missbräuchlichen Auslösung einer Brandmeldeanlage in einem Berliner Hotel soll ein 31-jähriger Gast Einsatzkräfte angegriffen und Widerstand geleistet haben. Ein Polizist setzte daraufhin ein Distanzelektroimpulsgerät ein.

In Spaniens Dörfern und auch auf Mallorca herrscht Ausnahmezustand: Für die Sonnenfinsternis werden Hunderttausende aus dem Ausland erwartet. Hotels sind vielerorts ausgebucht, die wenigen verbliebenen Zimmer kosten oft ein Vielfaches der üblichen Augustpreise.

In Leipzig muss die Polizei einen randalierenden Hotelgast zur Räson bringen, zwei Beamte werden dabei leicht verletzt. War es Freibergs neuer Oberbürgermeister? Eine Sprecherin der Stadt bestätigte zumindest seine Beteiligung.

Nach einer Welle der Hilfsbereitschaft folgen Anfeindungen in den sozialen Medien. Die vom Unwetter in Rathen betroffene TV-Köchin Leister zieht deshalb Konsequenzen.

Ein beißender Geruch in einem Hotelzimmer löst einen größeren Einsatz in Iserlohn aus. Einige brauchen Chemikalien-Schutzanzüge. Erhöhte Ammoniakwerte werden gemessen. War es ein Kühlschrank?

Low Carb und Protein-Bowls liegen im Trend – doch beim Frühstück zählt in vielen Ländern weiterhin vor allem eins: Tradition. Von Hongkong bis Madrid - ein Streifzug durch die Morgenküchen der Welt.

1811 gilt als «Kometenjahrgang». Nun ist eine Flasche des historischen Weins versteigert worden. Das Weingut war schon Goethe ein Begriff.

Eine Weinflasche des Jahrgangs 1811 aus der Pfälzer Lage Forster Ungeheuer ist im Internet für 10.250 Euro versteigert worden. 1811 gilt in der Branche als «Kometenjahrgang», da in diesem Jahr ein großer Himmelskörper erschien.

In der Toskana räumt ein Dominikanermönch das Archiv auf. Dort findet er ein vergilbtes Papier aus dem 19. Jahrhundert für ein Getränk aus Colanüssen und Kokablättern. Klingt bekannt?