Block-Prozess: Andere Reaktion der entführten Kinder erwartet

| War noch was…? War noch was…?

Im Block-Prozess hat eine mutmaßliche Entführerin aus Israel als Zeugin geschildert, dass ihr Team bei der Rückholaktion an Silvester 2023/24 eine ganz andere Reaktion der Kinder erwartet habe. «Wir dachten, sie würden ein bisschen ängstlich sein», sagte die 51-Jährige vor dem Landgericht Hamburg. Man habe extra einen Mann mitgenommen, der gut Deutsch spreche. Er habe dem Jungen und dem Mädchen erklären sollen, dass sie keine schlechten Menschen seien und die Kinder zu ihrer Mutter bringen würden. «Wir dachten, dass es dann für sie in Ordnung sein würde.» 

Die damals 13-jährige Tochter habe aber gesagt, schilderte die Zeugin: «Ich will nicht mehr Deutsch sprechen, ich hasse Deutschland, ich hasse meine Mutter!» Die Zeugin ging aber nach eigenen Worten davon aus, dass das schnell vorübergehe. Dass die Kinder bei der Rückholung schließlich gefesselt wurden, habe sie erst später in Israel erfahren. «Ich war wirklich traurig und ein bisschen aufgeregt», sagte sie auf Englisch laut Übersetzung. «Ich habe auch geweint.»

Zeugin nannte sich in Hamburg «Olga»

Die Zeugin hatte während ihrer Zeit in Hamburg den Alias-Namen «Olga». Sie soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft an der Entführung des Jungen und des Mädchens beteiligt gewesen sein. Für ihre Aussagen in Hamburg wurde der Frau sicheres Geleit zugesagt.

Die Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma nach einem langen Sorgerechtsstreit damit beauftragt zu haben, ihre Kinder vom Wohnort des Ex-Mannes in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet die Vorwürfe. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Möbelkonzern Ikea hat gemeinsam mit Chupa Chups einen limitierten Köttbullar-Lolli angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens geht die Idee auf einen Aprilscherz vom 1. April in sozialen Netzwerken zurück.

Beim GastroFrühling 2026 des DEHOGA Bayern haben Teilnehmer im Hippodrom-Festzelt auf dem Münchner Frühlingsfest erneut eine öffentliche Geste gegenüber Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gezeigt. Rund 2.500 Gäste aus Gastronomie und Hotellerie zogen den Hut vor dem Politiker. Es ging auch um aktuelle Herausforderungen der Branche.

Beim Berlin Firefighter Stairrun im Park Inn Berlin Alexanderplatz haben 802 Teilnehmer aus elf Ländern 770 Stufen in voller Ausrüstung bewältigt. Das schnellste Team kam aus Polen.

Die Kaulitz-Brüder von Tokio Hotel erzählten in ihrem Podcast von einer ausgearteten Aftershow-Party in einem Hotel im Europa-Park. Eine Woche später stellen sie die Situation nun etwas anders dar.

Eine vierköpfige Familie stirbt an einer Vergiftung, laut Gutachten durch Insektizide im Hotelzimmer. Nun stehen sechs Angeklagte vor Gericht - und weisen die Schuld strikt von sich.

Wegen seiner Krebserkrankung bleibt der wegen Steuerhinterziehung und Insolvenzverschleppung verurteilte Star-Koch Alfons Schuhbeck weiter auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft München I hat entschieden, die Unterbrechung der Haft bis mindestens zum vierten September zu verlängern.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der Verteidiger der angeklagten Christina Block kritisiert, die Ermittlungen in dem Fall seien zu einseitig geführt worden. Die Staatsanwaltschaft sieht das anders.

Eine Hamburger Familie stirbt im Türkei-Urlaub nach einem Gift-Einsatz im Hotel gegen Bettwanzen. Im Prozess in Istanbul fordern Angehörige Gerechtigkeit – und klagen über fatale Fehler.

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder wird die Hamburger Hauptermittlerin befragt. Einen Satz fand die Polizistin nach der Tat so wichtig, dass sie ihn direkt in ihr Merkbuch schrieb.

Ein Mann soll eine Frau und einen Mann in einem Hotel im Landkreis Biberach lebensgefährlich verletzt haben. Nach der Tat floh er. Die Ermittlungen laufen - zahlreiche Fragen sind offen.