Block-Prozess: Aussage von Gerhard Delling erwartet

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Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder aus der Obhut ihres Vaters in Dänemark wird am Dienstag (9.30 Uhr) eine Aussage von Gerhard Delling (66) erwartet. Der frühere Sportmoderator und Lebensgefährte von Christina Block (52) ist wegen Beihilfe angeklagt. Er soll das Zusammentreffen der Hamburger Unternehmerin mit ihren beiden jüngsten Kindern in Baden-Württemberg organisiert und ihre gemeinsame Rückkehr nach Hamburg koordiniert haben. Delling wird außerdem verdächtigt, gegenüber Kriminalbeamten falsche Angaben gemacht zu haben.

Dellings Anwalt, David Rieks, hat die Vorwürfe zum Prozessauftakt als abstrus dargestellt. Er verwies darauf, dass Blocks Ex-Mann die Kinder jahrelang rechtswidrig und unter Missachtung der Entscheidungen deutscher Gerichte entzogen habe. Delling werde weder Anteil an der Planung noch an der gewaltsamen Verbringung der Kinder nach Deutschland selbst vorgeworfen. Das wenige, was Delling vorgeworfen werde, sei, seine Lebensgefährtin dabei unterstützt zu haben, zu ihren Kindern zu gelangen, als diese bereits wieder in Deutschland gewesen seien. 

Angeklagter gesteht Beteiligung

Christina Block, Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, soll laut Anklage die Entführung in Auftrag gegeben haben. Das hat sie in einer Erklärung vor Gericht bestritten. Hauptangeklagter ist neben ihr und einem Anwalt (63) der Block-Gruppe auch ein 36-jähriger Israeli, der als einziger in Untersuchungshaft sitzt. Er hat vor der Strafkammer am Landgericht gestanden, in der Silvesternacht 2023/24 gemeinsam mit weiteren Beteiligten den damals zehn Jahre alten Jungen und das 13-jährige Mädchen gewaltsam aus der Obhut des Vaters in Dänemark entführt zu haben.


 

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