Block-Prozess: Verteidiger will Verwertung des Tagebuchs verhindern

| War noch was…? War noch was…?

Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat Christina Blocks Verteidiger der Verwertung ihrer Tagebucheinträge widersprochen. Er beanstande die Verwertung, sagte Anwalt Ingo Bott. Es gehe in dem Tagebuch um ihr Intimleben. Daran änderten auch Schwärzungen nichts.

Die Staatsanwaltschaft betonte dagegen, sie halte das Tagebuch für verwertbar, denn «die Aufzeichnungen betreffen die Tat erheblich». Der Nebenklagevertreter Philip von der Meden, Anwalt von Blocks Ex-Mann, wies darauf hin, Block habe in ihrer Einlassung doch selbst aus ihrem Tagebuch zitiert. Wie das Landgericht das sieht, könnte sich erst in der Urteilsbegründung zeigen.

Prozesstag endet schnell

Der 71. Prozesstag endete bereits nach eineinhalb Stunden. In der kommenden Woche werden weitere Erklärungen der Verteidiger und noch einmal eine Einlassung von Christina Block sowie von einem 37 Jahre alten Angeklagten aus Israel erwartet.

Nach einem Wochenendbesuch im August 2021 hatte der Vater die beiden Kinder nicht wie vereinbart zu seiner Ex-Frau nach Hamburg zurückgebracht, der Kontakt zu dem Jungen und dem Mädchen brach ab. Block (53) ist angeklagt, schließlich eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. 

Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House» beteuert ihre Unschuld. Insgesamt gibt es sieben Angeklagte. Nur der 37-Jährige hat die Vorwürfe eingeräumt. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wie viele Schläge braucht Münchens neuer OB beim legendären Wiesn-Anstich? Dominik Krause hat wie seine Vorgänger ein Anzapftraining absolviert - und sagt, warum das vor dem Auftritt wichtig ist.

Für den Mord an seinem ehemaligen Chef ist ein 29-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Mann hatte im Oktober vergangenen Jahres den 50 Jahre alten Gastwirt in dessen Lokal in Rheinfelden mit einem Hammer getötet.

Wegen einer Bedrohung aus dem Iran hat das Weiße Haus bei Donald Trumps Rückflug vom Nato-Gipfel in der Türkei Berichten zufolge zu einer ungewöhnlichen List gegriffen. Der Präsident stieg vor Kameras in die Air Force One, wechselte laut «Washington Post» anschließend aber unbemerkt in einen Catering-Container.

Erst stimmte offenbar der Belag nicht, dann war eine Pizza den Kunden zu klein - und schließlich rückte die Polizei an. Aus einer Reklamation in einer Pizzeria in Osnabrück soll eine handfeste Auseinandersetzung geworden sein.

Mitten in der Hauptreisezeit sorgt Europas aktivster Vulkan auf Sizilien für große Probleme. In Catania kann am Morgen nur eine einzige Maschine starten. Touristen sind verzweifelt.

Eine 110 Jahre alte Hütte im Oberallgäu brennt Anfang des Monats nieder - der Schaden ist nicht so hoch wie zunächst befürchtet. Und es gibt Erkenntnisse zur Brandursache.

Ein Mann randaliert in einem Hotelzimmer in Leipzig. Nach diesem Vorfall wird gegen den Freiberger OB Philipp Preißler ermittelt. Seine Amtsgeschäfte übernimmt derweil ein anderer Politiker.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat Äußerungen einer Restaurantbesucherin nach einem Vorfall mit Mäuseköder im Gastraum als zulässige Meinungsäußerungen eingestuft. Ihr Dackel hatte Ködermaterial gefressen und musste anschließend in einer Tierklinik behandelt werden.

Bei einer Auseinandersetzung in einer Bielefelder Gaststätte werden fünf Menschen verletzt. Die Polizei muss einschreiten und die Party wird frühzeitig beendet.

Nach einer mutmaßlich missbräuchlichen Auslösung einer Brandmeldeanlage in einem Berliner Hotel soll ein 31-jähriger Gast Einsatzkräfte angegriffen und Widerstand geleistet haben. Ein Polizist setzte daraufhin ein Distanzelektroimpulsgerät ein.