Bratwurstsaison gestartet: Thüringen grillt an

| War noch was…? War noch was…?

In Thüringen ist wieder Saison für die Bratwurst: Beim traditionellen Angrillen im Bratwurstmuseum Mühlhausen bissen am Samstag nicht nur Ministerpräsident Mario Voigt (CDU), Bratwurstkönig Norbert Abt und Wurstkönigin Nicole Schenk herzhaft in die neben dem Kartoffelkloß bekannteste Thüringer Nationalspeise. 

Bei Kälte und Regen fanden in diesem Jahr weniger Gäste als vom Veranstalter erhofft den Weg nach Mühlhausen, wo zehn Produzenten aus Thüringen und weitere etwa aus Bayern und der Schweiz ihre Bratwürste auf den Holzkohlenrost legten. 

Kümmel oder kein Kümmel? - Regionale Unterschiede

«5.000 Besucher wie voriges Jahr sind es diesmal leider nicht», bedauerte Thomas Mäuer vom Verein «Freunde der Thüringer Bratwurst». Der Verein organisiert den Saisonstart gemeinsam mit dem Herkunftsverband Thüringer und Eichsfelder Wurst. 

Liebhaber der deftigen Speise konnten mehr als ein Dutzend verschiedene Sorten kosten und dabei regionale Unterschiede kennenlernen: Sie betreffen zum Beispiel bestimmte Gewürze. Kümmel oder kein Kümmel etwa sei eine regelrechte Glaubensfrage, sagte Mäuer.

Die Thüringer Bratwursttradition ist mehr als 600 Jahre alt, ein auf den 20. Januar 1404 datierter Rechnungseintrag eines Arnstädter Klosters gilt als erste urkundliche Erwähnung der Thüringer Bratwurst. Sie ist wie andere regionale Spezialitäten von der EU geschützt und darf unter ihrem Namen nur verkauft werden, wenn sie im Freistaat hergestellt wurde. Die Bratwurstkultur steht auch auf der Landesliste des immateriellen Kulturerbes.

Wurstkonsum im Bratwurstland rückläufig

Trotz aller Beliebtheit der Bratwurst: Generell geht der Wurstkonsum in Thüringen seit Jahren zurück. Im Jahr 2024 wurden nach früheren Angaben des Statistischen Landesamtes etwa 59.000 Tonnen Wursterzeugnisse produziert, über zehn Jahre hinweg sei das ein Rückgang von 17 Prozent gewesen. 

Die 2024 produzierte Menge reichte den Angaben zufolge umgerechnet für 28,1 Kilogramm Wurst pro Kopf. Die hergestellte Bratwurstmenge ist in dieser Statistik nicht einzeln erfasst. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach einer medizinischen Notlage in einem Alsfelder Hotel wurden 13 Personen in Kliniken eingeliefert, fünf davon in kritischem Zustand. Laut Angaben der Polizei wurden das Gesundheitsamt sowie das Veterinäramt des Vogelsbergkreises eingeschaltet, um den Sachverhalt aufzuklären.

In der Rostocker Yachthafenresidenz Hohe Düne kam es am Sonntag zu einem Brand einer Außensauna. Während keine Personen verletzt wurden, entstand ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache.

Es geht um versuchten Mord, versuchten Totschlag und Verstöße gegen das Waffengesetz: Vier Verdächtige sind in U-Haft, einer ist auf freiem Fuß. Die Ermittlungen führen nach Bayern und Niedersachsen.

Stoff, der verbindet – mit einem Hauch Nostalgie: Die Weihe einer DEHOGA-Fahne Bayern soll Zusammenhalt zeigen, wirkt aber ein klein wenig wie ein Gruß aus einer anderen Zeit. Kommentar von Marc Schnerr.

Sie gilt als eines der Wahrzeichen des Hamburger Hafens: Die «Cap San Diego». Der Anfang der 1960er-Jahre gebaute Stückgutfrachter ist ein maritimes Denkmal, das inzwischen auch als schwimmendes Hotel dient. An seinem Erhalt beteiligt sich der Bund.

Ein Mädchen wird aus dem Erlebnisbad Rulantica in Südbaden gelockt und missbraucht. Nun ist der Täter verurteilt worden. Zurück bleiben Albträume und viel Kritik am größten deutschen Freizeitpark.

Rechnungen erst mal nicht zu bezahlen, hat dem Schauspieler schon in Österreich Ärger vor Gericht eingehandelt. Jetzt ist in München ein Strafbefehl rechtskräftig geworden.

Der Trend zur Humanisierung erreicht den Napf: Das neue YouTube-Format „Dog’s Kitchen“ mit TV-Koch Mike Süsser beleuchtet die Parallelen zwischen moderner Gastronomie und hochwertiger Tiernahrung.

Wenige Hotels in Dubai sind so bekannt - und teuer - wie das Burj al Arab. Jetzt kommt es dort im Zuge der Eskalation in der Region zu einem Brand. Das Medienbüro spricht von einem «kleinen» Vorfall.

Entführte Kinder, verfeindete Ex-Ehepartner, angeklagte Promis und frühere Geheimdienstler: Viele Details im Fall Block klingen wie ein übertriebener Krimi. Wie geht der Hamburger Prozess nun weiter?