Die Urlaubspläne der Promis

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Der Sommer hat am Montag meteorologisch angefangen. Im Zeichen von Corona fragen sich zurzeit Millionen Familien, wo sie ihren diesjährigen Sommerurlaub verbringen sollen - oder ob sie zu Hause bleiben. Das ist auch bei prominenten Köpfen so.

«Nachdem wir wochenlang in unserer Wohnung auf Mallorca gesessen haben, freue ich mich jetzt wahnsinnig auf die Pfalz, wo es Anfang Juni hingeht», sagte Reality-TV-Promi Daniela Katzenberger. «Das ist der beste Urlaub überhaupt nach dieser harten Zeit! Eigentlich wollten wir nach Mexiko, aber jetzt basteln wir eben ein paar Sombreros und essen lecker Schnitzel mit Pfälzer Spargel.»

Bosbach: mit dem Auto nach Italien

Der Ex-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (CDU) will nach Möglichkeit mit dem Auto nach Italien. «Da der Flug gecancelt wurde, fahren wir mit dem Auto in die Toskana. Der Urlaub wird nur eine Woche dauern, länger war er aber auch von Anfang an nicht geplant. Ich verbringe die Zeit gemeinsam mit meiner Tochter Caroline und Freunden. Beim Fahren wechseln wir uns ab.»

Der Kabarettist und Moderator Bernd Stelter fährt nach Zeeland. «Ich habe dort seit langem einen Stehcaravan.» Dort seien die Restaurants auch wieder auf und er müsste an Pommes rankommen. «Insofern denk ich mir, ich werde im Sommer schön einige Wochen in den Niederlanden verbringen. Ich bin sowieso nicht der Typ, der am Strand liegt. Was ich vorhabe, ist spazieren gehen, Fahrrad fahren und schreiben. Das werde ich alles können, und da freu ich mich drauf.»

Die Kabarettistin Gerburg Jahnke zieht es dagegen an die Ostsee, in die Nähe von Kiel. «Dort wohnen, abends lecker essen und vor allem trinken, in Laboe aufs Wasser gucken, Fahrradtouren oder durch die seichte See wandern, es gibt nichts Schöneres. Und: nicht fliegen. Keine Menschenmassen.»

BAP-Sänger verschiebt Griechenland-Urlaub

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken hat seinen Griechenland-Urlaub erstmal verschoben. «Wir hatten eigentlich vor, Ende Juni, Anfang Juli nach Kreta zu fliegen, aber das haben wir abgehakt. Solange im Flugzeug noch nicht mal der Nebenplatz frei ist, ist mir das zu riskant. Wir haben vor, wenn's irgendwie geht, im Oktober zu fliegen.» Wenn das nicht klappen sollte, sei das auch okay. «Dann wird es eben ein Sommer am Rhein, wir haben's hier auch schön.»

Der Journalist Günter Wallraff konzentriert sich auf die Naherholungsgebiete um seinen Wohnort Köln. «Wege und Orte, wo ich seit meiner Jugend nicht mehr war. Die Wahner Heide direkt neben dem Flughafen Köln/Bonn etwa ist jetzt ohne Fluglärm ein lohnenswertes Ziel. Die Natur atmet auf und und wir mit ihr. Einen seit Jahren geplanten Traumurlaub mit Kajak auf dem Atlantik werde ich coronabedingt auf nächstes Jahr verschieben.»

Aufs Zuhausesein und Wandern im Inland freut sich auch die Singer-Songwriterin Lea: «Ich werde sicherlich in Deutschland wandern gehen und das Land mehr erkunden», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Ich denk, auch hier kann man viele neue Orte entdecken und schöne Touren machen. Und sonst werde ich sicher viel in Berlin sein. Das wird auch mein erster richtiger Sommer in Berlin.» Sie lebe zwar seit zwei Jahren dort, aber die vergangenen Sommer habe sie mehr Festivals gespielt als zu Hause zu sein.

Wo urlauben die Politiker?

Und was planen amtierende Politiker? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kann sich vorstellen, neben freien Tagen daheim auch in Norddeutschland Urlaub zu machen. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), und ihr Amtskollege aus Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), hätten ihn schon eingeladen, sagte der CSU-Chef der «Welt am Sonntag». «Es wäre doch spannend, mit Daniel Günther durch das Watt zu wandern.»

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet zieht es ins Dreiländereck von Deutschland, Österreich und der Schweiz: «Ich werde mit meiner Familie im Sommer an den Bodensee fahren - wie in den letzten Jahren», sagte der CDU-Politiker. «Ich hoffe, dass wir dort ein paar ruhige, gemeinsame Tage verbringen können.»

Und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will ebenfalls nach Süddeutschland. Der «Augsburger Allgemeinen» sagte der CDU-Politiker: «Ich komme ja aus dem Münsterland, bei uns ist alles flach und der Münsterländer freut sich, wenn er mal ein paar Berge sieht.»

(dpa)


 

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