Direktor des Atlantic Hotels Münster übernimmt närrisches Zepter

| War noch was…? War noch was…?

Am 8. Mai wurde Sascha von Zabern durch die Mitglieder der Münsterschen Prinzengarde zum Prinzen in Lauerstellung gewählt. Am 11.11. um 11:11 Uhr übernahm der Hoteldirektor des Atlantic Hotels Münster das närrische Zepter der westfälischen Domstadt. 

Mit Karnevalsauftakt wird der neue Prinz im Rathaus dem Oberbürgermeister vorgestellt. Am 16.11. erfolgt die Prinzenproklamation in Münsters guter Stube, dem Prinzipalmarkt. Bei dieser Zeremonie erhält Prinz Sascha I. als Zeichen seiner Macht und seiner Würde das traditionelle Zepter, das bereits auf einem Foto aus dem Jahr 1896 zu sehen ist. Er übernimmt das Amt von Prinz Jens I. und hat sich zum Ziel gesetzt, den Karneval wieder in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Nach dem Motto „WIR sind Karneval“ werden dem Wahl-Münsteraner während seiner Amtszeit drei Adjutanten zur Seite stehen: Detlev Simon, Matthias Reck und André Wichtrup.

Im Interview beantwortet Prinz Sascha I. erste Fragen zu seiner Amtszeit in der Session 2024/2025. 

Bisher bist Du vielen Münsteranerinnen und Münsteranern als ‚Radelnder Hoteldirektor‘ bekannt. Als Prinz Sascha I. möchtest Du ihnen den Karneval wieder näherbringen. Warum ist Dir das wichtig? 

Prinz Sascha I.: „Für mich ist der Karneval in Münster ein Kulturgut mit einer langen Tradition. Immerhin gibt es die KG Freudenthal, meine Muttergesellschaft, bereits seit 191 Jahren. Sie ist damit die drittälteste Karnevalsgesellschaft in Deutschland. Der Karneval bringt Leichtigkeit und Heiterkeit. Und das können wir alle in der heutigen Zeit besonders gut gebrauchen. Getreu meinem Motto „WIR sind Karneval – für Dich, für uns, für ALLE“ möchte ich mich von Beginn an in meiner Rolle als "Tollität" dieser Stadt auf den Weg machen, die Tradition der fünften Jahreszeit „unter das Volk zu bringen“. Damit meine ich, den Spaß am Karneval in die Gesellschaft zu tragen, den Kindern nahe zu bringen und auch diejenigen mitzunehmen, die bislang keine Berührung mit den Gepflogenheiten, Festen und Spektakeln hatten."

Ein wichtiger Baustein Deiner Amtzeit ist die Jugendarbeit. Was konkret hast Du vor?

„Mir ist es wichtig, schon den Kleinen zu vermitteln, dass hinter jeder Tradition eine Geschichte steckt. Daher habe ich gemeinsam mit dem Coppenrath Verlag ein 32-seitiges Mitmach-, Lern- Spiel- und Spaßheft entwickelt, das ich demnächst kostenfrei an alle Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen in Münster verteilen werde. Ich hoffe, dass die Hefte in den Grundschulklassen im Unterricht eingesetzt werden. Heimatkunde leichtgemacht und das mit ganz viel Spaß!“  

Wie bist Du zum Karneval gekommen?

„Ich habe seit meiner Kindheit einen engen Bezug zum Karneval. Schon als kleiner Junge kam ich in der Eifel lebend mit dem Karneval in Berührung und war direkt „infiziert“. Im zarten Alter von nur 5 Jahren habe ich begeistert den dortigen Umzügen beigewohnt und liebte es bereits damals, mich zu verkleiden. Meine Jugend verbrachte ich in Dortmund, wo ich auch meine Ausbildung absolvierte – auch in dieser Zeit frönte ich der Fünften Jahreszeit. Im Laufe meines Lebens habe ich die verschiedenen Facetten des Karnevals in der Eifel, in Köln und in Mainz kennen und lieben gelernt. Meine private, berufliche und närrische Heimat habe ich mittlerweile in Münster gefunden. Ich bin seit Jahren aktives Mitglied der KG Freudenthal und seit fünf Jahren Mitglied des Fördervereins der Prinzengarde.“ 

Jeder Prinz braucht ein standesgemäßes Schloss. Dein „Schloss“ ist das ATLANTIC Hotel an der Promenade. Was wird hier in den kommenden Monaten passieren? 

„Als Direktor des Hotels bin ich natürlich wahnsinnig gerne Gastgeber. Mit unserem Grillroom, der SkyBar und dem Engelsaal bieten wir großartige Räumlichkeiten für verschiedenste gesellschaftliche Anlässe. Und dazu gehört natürlich auch der Karneval. Wir werden in den kommenden Monaten zahlreiche Veranstaltungen rund um den Karneval ausrichten, ein Prinzenmenü anbieten, das meine persönlichen kulinarischen Highlights umfasst, und einen Cocktail servieren, der den bezeichnenden Namen „Prinz Sascha I.“ trägt. Darüber hinaus wird das ATLANTIC Hotel Münster meine sogenannte Residenz sein, wo ich regelmäßig meine Prinzengarde empfange, um mit ihr in die Karnevalsabende zu starten.“

Apropos Feiern. Natürlich geht es im Karneval auch um Musik, Tanzen und Singen. Wird es für Deine Session auch den passenden Soundtrack geben? 

„Selbstverständlich! Nichts transportiert Emotionen so stark wie Musik. Ein Freund von mir und Musiker, Jan Löchel, hat mich auf den Song „Tanz um Dein Leben“ gebracht, den er mit Henning Wehland („H-Blockx“) komponiert und geschrieben hat. Wir durften das Lied covern und für den Karneval neu aufnehmen. Ich kann es kaum erwarten, bis ganz Münster die Polka gemeinsam mit uns singt: ‚Wenn du die Welt retten willst, schau deinen Nachbarn an und tanz ganz ungeniert. Also tanz, tanz, tanz um dein Leben‘!“. Außerdem habe ich mir von einem Münsteraner Künstler, Max von Mauritz, drei neue Songs schreiben lassen, die Karnevalsklänge mit Lokalkolorit verbinden.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Hotelier aus dem Raum Ebersberg wurde vom Amtsgericht München wegen Subventionsbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er hatte kurz vor dem gewinnbringenden Verkauf seines Hauses Corona-Fördergelder in fünfstelliger Höhe beantragt.

Robbie Williams will unter die Hoteliers gehen. Der Popstar plant eine globale Hotelkette mit integrierten Showbühnen, um Beherbergung und Live-Entertainment zu verknüpfen – inspiriert von überteuerten Frühstückspreisen in den USA.

Mit den Worten «Ich will sterben» zeigte ein Mann in einem Restaurant in Bielefeld eine scharfe Handgranate – und forderte Wodka. Bei seiner Festnahme wurde er schwer verletzt. Im Prozess hat der Angeklagte am ersten Tag geschwiegen.

Das Hotel Bareiss feiert sein 75-jähriges Bestehen und ehrt im Morlokhof zahlreiche Mitarbeiter für bis zu 35 Jahre Betriebstreue. Die Inhaberfamilie sowie Vertreter von IHK und Politik betonen die Bedeutung langjähriger Arbeitsverhältnisse

Bunt, modern, emotional: Das neue Wiesn-Plakat wurde hochgelobt - und sorgt nun für Wirbel. Warum der Künstler jetzt sogar Anfeindungen im Netz erlebt – und was die Stadt dazu sagt.

Nach dem mutmaßlichen Verschwinden und dem sexuellen Missbrauch eines Mädchens aus dem südbadischen Erlebnisbad Rulantica erheben die Eltern Vorwürfe gegen den Europa-Park.

Vor vier Jahren warf Gil Ofarim einem Hotelmitarbeiter vor, ihn aus antisemitischen Gründen nicht einchecken lassen zu haben. Die Vorwürfe waren erfunden. Nun äußert sich der Mitarbeiter erstmals.

Er kam als umstrittenster Thronanwärter - und geht als König: Musiker Gil Ofarim hat trotz aller kontroversen Diskussionen um seine Person das RTL-Dschungelcamp gewonnen. Der 43-Jährige erhielt am späten Abend die meisten Stimmen der Zuschauer.

Lecker oder gewöhnungsbedürftig? Ein Känguru-Chili in der Uni-Mensa in Erlangen spaltet die Meinungen – und bringt sogar Buchautor Marc-Uwe Kling ins Gespräch.

Die Angehörigen der Brandopfer von Crans-Montana berichten über die Katastrophe, die ihr Leben für immer verändert hat. Eine TV-Reportage zeigt, wie ihr Alltag durch das Unglück aus den Fugen gerät.