Mord an Küchenhilfe vor 41 Jahren: Alte DNA-Spur führt zu Verdächtigem

| War noch was…? War noch was…?

Nackt und an den Beinen gefesselt – so haben Spaziergänger vor mehr als 40 Jahren die Leiche einer Frau neben einem Waldweg im schwäbischen Deggingen entdeckt. In all den Jahrzehnten seit dem Mord wurde kein Täter ermittelt - jetzt sitzt ein Mann hinter Gittern, der die damals 31-Jährige aus Sicht der Ermittler brutal ermordet haben könnte. 

Gegen den 70-Jährigen bestehe der dringende Verdacht, die Frau im Februar 1985 getötet zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Ulm mit. Er habe damit ein Sexualdelikt vertuschen wollen. 

Mit Sonde und Spezialfahrzeug

Mit Details halten sich die Ermittler zwar noch zurück. Sicher ist aber: Der Haftbefehl kommt nicht ganz überraschend. Denn bereits Anfang November war das Haus des Mannes in Schwendi (Kreis Biberach) aufwendig durchsucht und der Mann kurzzeitig festgenommen worden. Etliche mögliche Beweismittel wurden nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft sichergestellt und von der Kriminalpolizei Göppingen untersucht. Die Ermittler hatten damals unter anderem ein Spezialfahrzeug sowie eine Sonde eingesetzt, die Hohlräume entdecken kann. 

Der Mord an der Küchenhilfe hatte vor 41 Jahren für Aufsehen gesorgt. Sie war nach Polizeiangaben durch massive Gewalt gegen den Oberkörper und den Kopf ermordet worden. «Das Verletzungsmuster ähnelte dem eines Überrollens mit einem Kraftfahrzeug», hieß es dazu. 

Entscheidende Spur ist 40 Jahre alt

Entscheidend für die Spur zum heute 70-Jährigen dürfte eine 1985 gesicherte DNA-Spur gewesen sein. Denn: «Dass die Tötung des Opfers im Zusammenhang mit einem Sexualdelikt steht, ist sehr wahrscheinlich», hatte die Polizei bereits im vergangenen November mitgeteilt. Nun habe die Ermittlungsgruppe «Oberberg» beim Kriminalkommissariat Göppingen die in Schwendi beschlagnahmten Asservate geprüft und bereits vorhandene Beweismittel neu bewertet. Außerdem gebe es Erkenntnisse aus einem rechtsmedizinischen Sachverständigengutachten.

Unklar ist noch, ob gegen den 70-Jährigen weitere Vorwürfe im Raum stehen und ob er sich zu den bisherigen Ermittlungen und dem Mordverdacht geäußert hat. Polizei und Staatsanwaltschaft machten bislang auch keine Angaben dazu, ob sich Opfer und Tatverdächtiger kannten. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach einem Fahrzeugbrand in der Tiefgarage des Steigenberger Hotels Petersberg in Königswinter musste das Gebäude vorsorglich geräumt werden. Der Hotelbetrieb konnte noch am selben Abend wieder aufgenommen werden.

Ein Hakenkreuz aus veganem Hack sorgt beim AfD-Landesparteitag für Aufregung. Aktivisten hatten sich für die Aktion heimlich in ein Hotel eingebucht. Die Parteiführung reagiert empört.

Ein 37-jähriger Hotelangestellter auf Kreta gerät ins Visier der Ermittler: Verdacht auf Terror-Ausbildung, Sprengstoffpläne und Verbindungen nach Zypern. Was steckt dahinter?

Wer trug Verantwortung beim Inferno von Crans-Montana? Das Betreiberpaar muss sich gemeinsam Fragen stellen – auch zu fehlenden Kontrollen und verschlossenen Fluchtwegen.

Nach dem Diebstahl von drei Pizzen in Gau-Odernheim verfolgten ein Zeuge und der Wirt die mutmaßlichen Täter. Die Polizei stoppte das Fluchtfahrzeug wenig später und stellte weitere mutmaßliche Verstöße des Fahrers fest.

Das Kärntner Weingut Lenzbauer.wine hat 300 Weinflaschen in der Veldener Bucht des Wörthersees versenkt. Die Weine sollen dort ein Jahr lang in rund 30 Metern Tiefe unter Wasser reifen.

in Hotel in Bayern hat eine Buchung aus Israel mit einer antisemitischen Begründung abgelehnt. Nach Kritik entschuldigte sich das Hotel in der Oberpfalz per E-Mail bei dem Gast und lud diesen zu einem kostenlosen Urlaub ein.

Eine Frau aus Virginia fordert 1,5 Millionen US-Dollar Schadenersatz von Outback Steakhouse. Sie gibt an, in einer Filiale auf verschüttetem Kartoffelpüree ausgerutscht zu sein und dabei schwere Verletzungen erlitten zu haben.

Nach dem Tod eines baden-württembergischen Touristen am Gardasee hat die Rechtsmedizin in Deutschland eine Leichenschau durchgeführt. Berichten zufolge hatte der Mann über starke Beschwerden geklagt, nachdem er in einem Restaurant Fisch gegessen hatte.

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hat sich bei seinem Besuch in Berlin eine Currywurst und eine Flasche Pils gegönnt. Die Berliner Spezialität aß der 45-Jährige zusammen mit Begleitern gleich im Stehen an einer Bude gegenüber dem Hotel Adlon.