Explosion in Kreuzberg – Handgranate in Club geworfen

| War noch was…? War noch was…?

Mit einer Handgranate haben maskierte Täter einen Anschlag auf einen Nachtclub in Berlin-Kreuzberg verübt. Die Angreifer könnten aus der organisierten Kriminalität stammen, so der Verdacht der Polizei. Zuletzt hatte es zahlreiche bewaffnete Auseinandersetzungen gegeben.

Laut Zeugenaussagen aus der Nachbarschaft hebelten die beiden Maskierten gegen 5.00 Uhr morgens eine aufklappbare Schaufensterscheibe des Lokals in der Audre-Lorde-Straße einen Spaltbreit auf. Sie warfen einen Gegenstand hinein und flüchteten, wie ein Polizeisprecher sagte.

Spuren deuten auf Handgranate hin

Anschließend kam es in dem kleineren Nachtclub zu einer heftigen Explosion. Verletzt wurde niemand. Nach ersten Untersuchungen der Kriminaltechniker vom Landeskriminalamt (LKA) deuten die Spuren auf eine Handgranate hin, so der Sprecher.

An der Scheibe des Lokals waren Beschädigungen zu erkennen. Es habe diverse Einschläge an den Innenseiten der Scheiben gegeben, hieß es. Wie groß der weitere Schaden in den Innenräumen ist, war zunächst nicht bekannt. Der Club befindet sich an der Ecke Naunynstraße unweit der Oranienstraße und des Kottbusser Tores.

Besondere Ermittlungseinheit gegen organisierte Kriminalität

Die Ermittlungen führe ein Kommissariat für Sprengstoffdelikte beim Staatsschutz des LKA in «enger Zusammenarbeit» mit der erst kürzlich eingesetzten speziellen Aufklärungseinheit für die Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität, sagte der Polizeisprecher.

Diese sogenannte Besondere Aufbauorganisation (BAO) «Ferrum» (deutsch: Eisen) wurde wegen der zahlreichen Schießereien in den vergangenen Monaten Mitte November gegründet. Seitdem geht sie mit umfangreichen Razzien in Kneipen und Wohnungen sowie an bekannten Treffpunkten von Kriminellen gegen gewalttätige Banden vor. Auch zahlreiche Autos wurden durchsucht und Waffen beschlagnahmt. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Analyse bewertet 633 deutsche Rastmöglichkeiten auf Basis von Google-Rezensionen. Während ostdeutsche Bundesländer und inhabergeführte Betriebe Spitzenplätze belegen, bilden Standorte in Ballungsräumen häufig das Ende der Skala.

Mit einem vergifteten Döner soll eine 35-Jährige versucht haben, ihren Stiefvater zu töten. Wegen versuchten Mordes muss sich die Frau nun in einem Berufungsverfahren von Mittwoch an vor dem Landgericht Zwickau verantworten.

Vogel-Schwärme, Hängebrücken, Spinnen: Phobien können stark einschränken - und auch Urlaubsfreude trüben. Wie Betroffene lernen, wieder neue Orte zu entdecken.

Kamelmilch, geräucherter Dattelhonig und Polenta: Mit dieser ungewöhnlichen Eis-Kreation holt Thomas Micolino einen Kreativ-Preis in Las Vegas. Wonach schmeckt denn so ein Eis?

In Thüringen ist wieder Saison für die Bratwurst: Beim traditionellen Angrillen im Bratwurstmuseum Mühlhausen bissen am Samstag nicht nur Ministerpräsident Mario Voigt, Bratwurstkönig Norbert Abt und Wurstkönigin Nicole Schenk in die Thüringer Nationalspeise.

Ferran Adrià hat sich bei Veranstaltungen in Zaragoza zu wirtschaftlichen Herausforderungen in der Gastronomie geäußert. Im Fokus standen fehlende Planung, steigende Kosten und der Einsatz von Technologie.

Die Leonardo Hotel Group nimmt am 28. März an der Earth Hour teil und setzt damit ein Zeichen im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Bis 2027 plant das Unternehmen zudem, seine Energieeffizienz um zehn Prozent zu steigern.

Udo Lindenberg hat im Hamburger Miniatur Wunderland den „Panik-Express“ eingeweiht. Der achtteilige Modellzug bildet zentrale Lebensstationen des Musikers im Maßstab 1:87 ab und ist ab sofort im Hamburg-Abschnitt der Anlage zu sehen.

Im Pariser Luxushotel Bristol ist es am Mittwoch zu einem Brand gekommen. Mindestens 400 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am Vormittag im Untergeschoss des Gebäudes.

Ein Jahr nach dem Ende des sozialen Projekts „Herbstresidenz“ untersuchen Tim Mälzer und André Dietz in einer neuen Dokumentation bei Vox die langfristigen Auswirkungen auf Senioren und Pflege-Auszubildende.