Falsche Reiseberaterin in England zu neun Jahren Haft verurteilt

| War noch was…? War noch was…?

Sie verkaufte Reisen, die es nicht gab oder die nicht finanziert waren: Wegen Betrugs und Geldwäsche in Millionenhöhe ist eine falsche Reiseberaterin in England zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Die 39-Jährige habe mehr als 1.400 Kunden ausgenommen, der Schaden betrage rund 1,6 Millionen Pfund (1,78 Mio Euro), entschied ein Gericht in der nordenglischen Stadt Durham. Zudem hatte die Frau eingeräumt, 500.000 Pfund von ihrer Mutter gestohlen zu haben. Familie und Kunden hatte sie überdies vorgegaukelt, schwer an Krebs erkrankt zu sein.

Die 39-Jährige hatte Luxusreisen zu Schnäppchenpreisen angeboten, die dank sozialer Medien auf ein breites Publikum stießen. Allerdings mussten zahlreiche Kunden feststellen, dass die Urlaube entweder gar nicht oder nur teilweise bezahlt waren. Einige Reisende mussten für Hotels oder Heimflüge nachzahlen, als sie bereits im Ausland waren, wie die BBC berichtete. Andere wurden am Flughafen abgewiesen, weil das Ticket annulliert worden war.

Richterin Joanne Kidd sagte, die Betrügerin habe «ein außergewöhnliches Talent für Unehrlichkeit» und das Vertrauen von Freunden und Familie «gnadenlos missbraucht». Die Frau habe mit dem Geld einen verschwenderischen Lebensstil finanziert, während ihre Mutter Probleme hatte, Rechnungen zu bezahlen. «Ich bin der Ansicht, dass Sie ein durch und durch gefühlloser Mensch sind. Als Ihr Kartenhaus zusammenzubrechen begann, wurden Ihre Lügen immer ausgefallener», sagte Kidd.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

1.200 Menschen im Bikini am Strand – auf Usedom soll ein Weltrekord fallen. Hinter der Aktion steht ein Fahrlehrer und passionierter Bademodensammler - unterstützt von einem Museum aus dem Südwesten.

Nach einem Brand in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in Rahden in der Nacht zum 12. April 2026 ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen schwerer Brandstiftung. Die Täter sollen mehrere Brände im Gebäude gelegt haben

In einem Hotel in Hemmingen bei Hannover randaliert ein 39-Jähriger und bedroht sich selbst. Die Polizei schießt auf ihn – doch erst der Einsatz eines Tasers bringt den Mann unter Kontrolle.

Die «Zwergerlbahn» im berühmten Wiener Freizeitpark stammt aus der Nachkriegszeit. Laut dem Betreiber steht hinter dem Unfall kein technischer Defekt, sondern menschliches Versagen.

Im Speisesaal des Hotel Zafiro Rey Don Jaime in Santa Ponça auf Mallorca ist es am Donnerstagabend zu einem teilweisen Einsturz des Bodens gekommen. Wie die Zeitung Diario de Mallorca berichtet, wurden dabei zwei Personen leicht verletzt.

Drei Einschläge an den Fenstern, laute Knalle: Unbekannte beschädigen ein israelisches Lokal in München. Der Staatsschutz ermittelt zu den Hintergründen.

Der SWR startet im April 2026 die Reihe „Hausnummer Lecker“. Sören Anders kocht dabei bei Menschen zu Hause mit den Zutaten, die er in deren Kühlschrank vorfindet.

In einem Hotel in Cochem ist am Mittwoch ein Brand ausgebrochen. Drei Menschen wurden laut Polizei leicht verletzt, die Ermittlungen zur Ursache laufen.

In einem Bielefelder Restaurant droht ein Mann mit einer Kriegswaffe und verlangt Alkohol. Das Landgericht verhängt eine Haftstrafe und ordnet einen Entzug an.

Nach dem Untergang des Restaurantschiffs «Vaterland» in der Marina Lubmin ist das weitere Vorgehen unklar. Das Schiff war am Dienstag aus bislang ungeklärter Ursache vollgelaufen und liegt seitdem auf Grund.