Fisch zu frisch: Griechische Steuerfahnder verhängen Strafe

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Steuerprüfer haben einem Gastro-Betrieb auf der griechischen Insel Syros 500 Euro Strafe aufgebrummt, weil sein Fisch zu frisch gewesen ist. Die Beamten hatten einem Bericht der Zeitung «To Proto Thema» zufolge 3,5 Kilogramm Zackenbarsch unter die Lupe genommen, die im Kühlraum des Betriebs lagerten. Ihre Entscheidung, dass der Fisch zu frisch sei, um zu einem bereits sieben Tage alten Kassenbeleg des Einkaufs passen zu können, begründeten sie mit der Totenstarre und dem Zustand der Augen des Zackenbarsches.

Gegen das Bußgeld erhob der Betroffene Einspruch und erhielt nun Recht, wie es in dem Bericht weiter hieß. Demnach entschied die Direktion für Streitbeilegung der griechischen Steuerverwaltung (DED), dass die Prüfer keine ausreichenden objektiven oder wissenschaftlichen Belege dafür vorgelegt hätten, dass der Fisch aus einem späteren Einkauf stamme. Dadurch sei kein Steuerverstoß belegt - die Strafe wurde aufgehoben.

Klare, glänzende Augen

Frischer Fisch lässt sich unter anderem an klaren, glänzenden und leicht gewölbten Augen erkennen. Je älter der Fang, desto trüber und eingesunkener sind die Augen. Die hohe Qualität seiner Fische wäre dem Tavernenbesitzer also fast zum Verhängnis geworden.

Griechische Inseln im Visier

In Griechenland geht die Steuerbehörde (AADE) in den vergangenen Jahren sehr streng gegen Verstöße vor. Nach eigenen Angaben der Behörde wurden dieses Jahr allein bis Ende Juli rund 2.250 Betriebe kontrolliert und über 13.000 Verstöße festgestellt. Die verhängten Geldbußen betrugen mehr als eine Million Euro. Geprüft wurde unter anderem auf den Inseln Paros, Korfu und Rhodos. Es geht dabei vornehmlich um Rechnungen, die korrekt, falsch oder womöglich gar nicht ausgestellt werden - gleichgültig, ob in Tavernen, Bars und Cafés oder auf Ausflugsbooten. (dpa)


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