Fünf Jahre nach Brand auf Mallorca: Kegelbrüder erhalten Großteil der Kaution

| War noch was…? War noch was…?

Die wegen Brandstiftung auf Mallorca angeklagten Hobbykegler aus dem Münsterland erhalten nach einem Bericht der «Mallorca Zeitung» einen Großteil der für ihre Freilassung hinterlegten Kaution zurück. Die acht Angeklagten hatten 2022 insgesamt 500.000 Euro hinterlegen müssen, um nach rund zwei Monaten aus der Untersuchungshaft freizukommen. Die sogenannten Kegelbrüder haben von Anfang an jede Schuld an dem Brand zurückgewiesen.

Das Landgericht habe in einem Beschluss, der der Zeitung vorliege, angeordnet, dass die Kaution auf 131.430,60 Euro gesenkt werde. Somit müssten die Deutschen mehr als 368.000 Euro zurückbekommen. 

Was sagt die Strafverteidigerin?

Als Grund für die Neuberechnung habe das Gericht angeführt, Gutachten seien zwischenzeitlich zu einer wesentlich geringeren Schadenshöhe gekommen, als zunächst unmittelbar nach dem Brand vor fast vier Jahren angenommen worden sei. «Es ist ein großer Erfolg», sagte die spanische Strafverteidigerin der Deutschen, Maria Barbancho, der Zeitung. 

An der Anklage ändert sich allerdings nichts. Nach dem Willen der spanischen Staatsanwaltschaft sollen sie wegen vorsätzlicher Brandstiftung für sieben Jahre ins Gefängnis. Zudem sollen sie zusammen Schadenersatz in Höhe von 100.000 Euro zahlen. Die jungen Männer haben von Anfang an bestritten, für den Brand am 20. Mai 2022 in einer Kneipe am Ballermann verantwortlich zu sein. Wann der Prozess beginnen könnte, ist noch nicht bekannt. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

In der Rostocker Yachthafenresidenz Hohe Düne kam es am Sonntag zu einem Brand einer Außensauna. Während keine Personen verletzt wurden, entstand ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache.

Es geht um versuchten Mord, versuchten Totschlag und Verstöße gegen das Waffengesetz: Vier Verdächtige sind in U-Haft, einer ist auf freiem Fuß. Die Ermittlungen führen nach Bayern und Niedersachsen.

Stoff, der verbindet – mit einem Hauch Nostalgie: Die Weihe einer DEHOGA-Fahne Bayern soll Zusammenhalt zeigen, wirkt aber ein klein wenig wie ein Gruß aus einer anderen Zeit. Kommentar von Marc Schnerr.

Sie gilt als eines der Wahrzeichen des Hamburger Hafens: Die «Cap San Diego». Der Anfang der 1960er-Jahre gebaute Stückgutfrachter ist ein maritimes Denkmal, das inzwischen auch als schwimmendes Hotel dient. An seinem Erhalt beteiligt sich der Bund.

Ein Mädchen wird aus dem Erlebnisbad Rulantica in Südbaden gelockt und missbraucht. Nun ist der Täter verurteilt worden. Zurück bleiben Albträume und viel Kritik am größten deutschen Freizeitpark.

Rechnungen erst mal nicht zu bezahlen, hat dem Schauspieler schon in Österreich Ärger vor Gericht eingehandelt. Jetzt ist in München ein Strafbefehl rechtskräftig geworden.

Der Trend zur Humanisierung erreicht den Napf: Das neue YouTube-Format „Dog’s Kitchen“ mit TV-Koch Mike Süsser beleuchtet die Parallelen zwischen moderner Gastronomie und hochwertiger Tiernahrung.

Wenige Hotels in Dubai sind so bekannt - und teuer - wie das Burj al Arab. Jetzt kommt es dort im Zuge der Eskalation in der Region zu einem Brand. Das Medienbüro spricht von einem «kleinen» Vorfall.

Entführte Kinder, verfeindete Ex-Ehepartner, angeklagte Promis und frühere Geheimdienstler: Viele Details im Fall Block klingen wie ein übertriebener Krimi. Wie geht der Hamburger Prozess nun weiter?

Ein Hotelgast hat beim Duschen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wegen der ausgiebigen und heißen Dusche rückten fünf Feuerwehrfahrzeuge und 28 Einsatzkräften an.