Gerichtsstreit um «Schützenlisl» beigelegt

| War noch was…? War noch was…?

Der Streit um die «Schützenlisl» scheint endgültig beigelegt. Das Oberlandesgericht München (OLG) hat einen für diesen Donnerstag geplanten Gerichtsprozess nach Angaben eines Sprechers abgesetzt. Zuvor hatten die Prozessparteien mitgeteilt, sich Ende März außergerichtlich geeinigt zu haben.

In dem Rechtsstreit ging es um die Frage, ob Wiesn-Wirt Lorenz Stiftl den Namen und das Bild des auf einem Fass tanzenden Biermadls doch noch verwenden darf.

Ende Februar 2022 hatte ihm nämlich das Landgericht München I genau dies untersagt und der Klage der Traunsteiner Münchner Kindl Brauerei stattgegeben, die die «Schützenlisl» für sich reklamiert.

Zum Inhalt der Einigung teilte das Gericht nichts mit. Münchner Kindl-Mitinhaber Dietrich Sailer teilte auf Anfrage mit, die Parteien hätten sich darauf geeinigt, dass Stiftl sein Zelt auf dem Oktoberfest zwar weiterhin «Schützenlisl» nennen darf. Auf das Bildnis der schönen Coletta Möritz, die der Münchner Maler Friedrich August von Kaulbach um 1880 gemalt hatte, soll er im Gegenzug verzichten, damit die Brauerei damit werben kann.

In erster Instanz hatte das Landgericht München I der Klage der Brauerei stattgegeben, die eine komplette Löschung von Stiftls Markenrechten gefordert hatte. Das OLG hatte dann aber in einer mündlichen Verhandlung durchblicken lassen, gegen ein «Schützenlisl»-Festzelt keine rechtlichen Bedenken zu sehen.

Stiftl hatte das Bild und den Namen «Schützenlisl» 2015 beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen lassen für Dienstleistungen im Bereich der Gastronomie. Diese Marke sei aber verfallen und müsse gelöscht werden, befand das Landgericht im Februar. Der Wirt habe sie fünf Jahre lang nicht benutzt.

Der Gastronom hatte 2017 und 2019 erfolglos versucht, ein «Schützenlisl»-Festzelt auf der Wiesn zu bekommen, die 2020 und 2021 dann wegen der Corona-Pandemie ausfiel. Erst 2022 bekam er sein Volkssängerzelt «Schützenlisl». Das OLG wertete in der Verhandlung die Corona-Pandemie zu seinen Gunsten, ein Festzelt-Betrieb sei in dieser Zeit nicht möglich gewesen.

Die Münchner Kindl Brauerei hatte die Marke 2016 eintragen lassen. Sie will das berühmte Bildnis des Biermadls für ihr Bier verwenden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Fernsehkoch Tim Mälzer sorgt sich um die Qualität von Kitchen Impossible. Aufgrund der angekündigten Sparmaßnahmen bei RTL Deutschland knüpft der Gastronom die Fortführung seiner Sendung an strikte Bedingungen: Sollte am Produkt gespart werden, will er die Kochshow beenden.

Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die ihre Kinder in Dänemark jahrelang nicht sehen konnte, oft beraten. Seine Aussage vor dem Landgericht missfällt der Nebenklage. Die zweitälteste Tochter will im Prozess auch nicht aussagen.

 

Nach der Entführung der Block-Kinder und der Rückkehr zu ihrer Mutter soll ein Kinderpsychologe im Haus von Christina Block gewesen sein. Seine Aussage missfällt der Nebenklage.

Nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten haben bisher 2.200 Menschen einen Antrag auf Erstattung ihrer Hotelkosten gestellt. 18 Beschäftigte des Bezirks seien dabei, die Anträge zu bearbeiten. 

In einem Gastronomiebetrieb an der Altenessener Straße in Essen-Altenessen-Nord ist in der Nacht zum 25. Januar eine private Feierlichkeit aus dem Ruder gelaufen. Nach wiederholten Beschwerden über Lärmbelästigung und Angriffen auf die eingesetzten Beamten musste die Polizei das Lokal unter Einsatz von Verstärkungskräften räumen.

Schlager-Playbacks, Tänze mit ihren Angestellten und Clips über den Hotel-Alltag im «Europäischen Hof Heidelberg»: Caroline von Kretschmann ist ein Tiktok-Star. Wieso klicken Millionen ihre Videos?

Im Festsaal Kreuzberg könnte es am Wochenende intensiv riechen: Zwei Tage lang findet dort ein Trüffel-Festival statt. Trüffelhändler Massimo Ferradino hat die wichtigsten Fakten über den edlen Pilz.

Ein Großfeuer hat das Bikerhotel „Zur Schanze“ in Apen nahezu vollständig zerstört. Rund 200 Einsatzkräfte kämpften bei extremen Minustemperaturen und schwieriger Wasserversorgung stundenlang gegen die Flammen.

Nach einem bewaffneten Raubüberfall auf ein Hotel an der Fischerinsel in Berlin-Mitte sucht die Kriminalpolizei nun öffentlich mit Bildmaterial nach dem Täter. Der Unbekannte bedrohte das Personal mit einem Messer und flüchtete anschließend mit einem Taxi. Sachdienliche Hinweise werden bei jeder Polizeidienststelle entgegengenommen.

Weil ein Gast eigenmächtig zwei Rauchwarnmelder in seinem Zimmer abgeschraubt hatte, wurde am Montagabend ein Hotel in Leinfelden-Echterdingen evakuiert. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und prüft nun die Kostenrechnung für den Verursacher.