Polizeieinsatz in Essener Lokal eskaliert nach wiederholter Ruhestörung

| War noch was…? War noch was…?

In einem Gastronomiebetrieb an der Altenessener Straße in Essen-Altenessen-Nord ist in der Nacht zum 25. Januar eine private Feierlichkeit aus dem Ruder gelaufen. Nach wiederholten Beschwerden über Lärmbelästigung und Angriffen auf die eingesetzten Beamten musste die Polizei das Lokal unter Einsatz von Verstärkungskräften räumen.

Gastwirt bittet Polizei um Auflösung der Feier

Der Einsatz begann gegen 23 Uhr, nachdem eine Anwohnerin eine erste Meldung über eine Ruhestörung bei der Polizei eingereicht hatte. Eine Streifenwagenbesatzung suchte das Lokal auf und ermahnte die circa 50 anwesenden Gäste einer Geburtstagsfeier zur Ruhe. Da sich die Situation jedoch nicht besserte, folgte eine weitere Beschwerde knapp 45 Minuten später.

Beim zweiten Eintreffen der Beamten vor der Feierörtlichkeit trafen diese auf das 50-jährige Geburtstagskind und weitere Gäste. In diesem Moment intervenierte auch der Wirt des Betriebes. Er erklärte gegenüber den Polizisten, dass er die Veranstaltung aufgrund von massiven Problemen mit der Gästegruppe nun selbst beenden wolle. Daraufhin erklärten die Einsatzkräfte die Feier offiziell für beendet und forderten die Anwesenden auf, die Gaststätte zu verlassen.

Gewalttätige Auseinandersetzungen und Einsatz von Elektro-Impulsgeräten

Die Situation verschärfte sich kurz darauf massiv, als weitere Personen aus dem Lokal traten und sich gegenüber den Beamten verbal aggressiv verhielten. Ein 46-jähriger Gast beleidigte die Polizisten und leistete bei der anschließenden Feststellung seiner Personalien körperlichen Widerstand. Während die Beamten versuchten, den Mann zu fixieren, griff ein 54-jähriger Partygast die Polizisten an, um die Festnahme zu verhindern.

Da sich weitere Gäste aus dem Gebäude solidarisierten und eine bedrohliche Stimmung gegenüber der Polizei aufbauten, forderten die Beamten über Funk Verstärkung an. Zudem wurden Distanz-Elektro-Impulsgeräte gezogen und deren Einsatz angedroht. Da der 46-Jährige sein aggressives Verhalten weiterhin fortsetzte, setzte die Polizei das Gerät schließlich ein, um den Mann zu fesseln.

Identitätsfeststellungen und strafrechtliche Ermittlungen

Nachdem zahlreiche Unterstützungskräfte am Einsatzort eingetroffen waren, konnte die Menschenmenge zurück in das Lokal gedrängt werden. Dort führten die Beamten eine umfassende Kontrolle der Identitäten durch und sprachen für alle Anwesenden konsequente Platzverweise aus.

Der 46-jährige Hauptbeschuldigte wurde nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst zur Verhinderung weiterer Delikte in den Polizeigewahrsam gebracht. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung sowie tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein. Gegen den 54-Jährigen wird zudem wegen versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt. Das Mobiltelefon eines weiteren Gastes wurde sichergestellt, da dieser die polizeilichen Maßnahmen gefilmt hatte.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.

Mehr als 20 Jahre lang liefen die Ermittlungen in einem Mordfall in Ostwestfalen ins Leere. Dann brachte moderne DNA-Technik einen Durchbruch. Für die Richter waren die Beweise eindeutig.

In Hamburg beginnt die mit Spannung erwartete Vernehmung einer wichtigen Zeugin aus Israel – sie soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Vor Gericht erzählt die Frau von der Vorgeschichte.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof mussten 43 Menschen das Gebäude verlassen. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt. Wie lokale Medien berichten, handelt es sich bei dem betroffenen Gebäude um das Hotel Königshof .

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 55-Jährigen wegen mutmaßlichen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben. Der Mann soll mehr als ein Jahr in einem Berliner Hotel gewohnt und Kosten von über 100.000 Euro nicht bezahlt haben.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Restaurant-Chef in Hamburg im Februar ist ein 36-jähriger Verdächtiger in der Türkei festgenommen worden. Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte «Bild» darüber berichtet.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof hat die Feuerwehr rund 50 Menschen evakuiert. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt.

Eine originale Cadbury-Schokoladentafel aus dem Jahr 1900 wird in England versteigert. Die Schokolade war Teil einer Aktion von Königin Victoria für britische Soldaten im Zweiten Burenkrieg.

Ein 35-jähriger Mann ist in Wales zu einer Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er mit einer gestohlenen Planierraupe in einen besetzten Pub gefahren war. Der Angeklagte hatte sich zuvor über Äußerungen zur Trennung von seiner Ehefrau geärgert.