Großbrand zerstört Bikerhotel „Zur Schanze“

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n der Nacht zum Freitag ist das überregional bekannte Bikerhotel „Zur Schanze“ im niedersächsischen Holtgast (Gemeinde Apen) durch ein Feuer fast vollständig zerstört worden. Trotz eines massiven Aufgebots von rund 200 Einsatzkräften konnte das Ausbrennen des Gebäudes nicht verhindert werden. Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden.

Schwierige Löscharbeiten bei Frost und Glätte

Der Brand wurde gegen 21 Uhr von einem Anwohner entdeckt. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehreinheiten standen großte Teile des Dachstuhls laut NWZ bereits in Flammen. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Witterungsverhältnisse als äußerst anspruchsvoll. Bei Temperaturen von etwa minus vier Grad Celsius gefror das Löschwasser unmittelbar auf den Straßen und Gehwegen.

Um die Einsatzfähigkeit zu gewährleisten, musste der Winterdienst des kommunalen Bauhofs sowie des Landkreises Ammerland die Einsatzstelle kontinuierlich streuen. Zudem galt es, das Löschwasser in den Leitungen ständig in Bewegung zu halten, um ein Einfrieren der Schläuche und Pumpen zu verhindern.

Herausforderungen bei der Wasserversorgung

Ein weiteres Hindernis stellte die Löschwasserversorgung vor Ort dar. Die Feuerwehr musste Wasser aus dem nahegelegenen Aper Tief fördern. Zur Unterstützung wurden mehrere Tanklöschfahrzeuge eingesetzt, darunter ein Großtanklöschfahrzeug aus Wiesmoor, um einen Pendelverkehr zur Brandstelle einzurichten.

Im Einsatzverlauf griff das Feuer auf das gesamte Gebäude über, in dem sich 21 Gästezimmer befanden. Um versteckte Glutnester zu bekämpfen, musste das Dach mithilfe eines Baggers geöffnet werden. Die Brandbekämpfung dauerte bis in die frühen Morgenstunden an; gegen 4 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Schadenssumme und Ermittlungen

Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befand sich eine dreiköpfige Familie im Gebäude, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte und in einem Ersatzquartier untergebracht wurde. Das Hotelgebäude ist laut Polizeiangaben weitgehend ausgebrannt und derzeit nicht nutzbar.

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Der Brandort wurde für die weiteren Untersuchungen beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache werden aufgenommen, sobald die Ruine vollständig abgekühlt und betretbar ist.


 

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