Handgranate im Restaurant – 62-Jähriger muss ins Gefängnis

| War noch was…? War noch was…?

Für die Drohung mit einer Handgranate in einem Restaurant in Bielefeld soll ein 62-Jähriger drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Außerdem muss der Mann einen Alkoholentzug machen, wie das Landgericht Bielefeld am Mittwoch entschieden hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der 62-Jährige der besonders schweren räuberischen Erpressung schuldig gemacht hat. Außerdem hatte er, wie von der Staatsanwaltschaft angeklagt, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen. 

Der Bielefelder hatte im Oktober 2025 in einem Restaurant im Bielefelder Stadtteil Sennestadt mit den Worten «Ich will sterben» eine scharfe Handgranate gezeigt. Zuvor war ihm ein Glas Wodka verweigert worden. Zunächst verließ er daraufhin in Begleitung eines Mitarbeiters das Gebäude. 

Draußen zeigte er laut den Ermittlungen erneut die Handgranate und forderte demnach vier Flaschen Wodka. Dann ging der Deutsche zurück in das Restaurant, wo ihm eine Flasche ausgehändigt wurde. Die Mitarbeiter wussten zu diesem Zeitpunkt, dass draußen bereits die Polizei wartete. Die stellte den 62-Jährigen und verletzte ihn durch einen Schuss ins Bein schwer. 

Der Mann hatte sich im Verfahren zu dem Vorwurf geäußert. Nach seiner Schilderung war der Auftritt in dem Restaurant so nicht geplant. Die Handgranate wollte er eigentlich entsorgen, nachdem er das Kriegsgerät schon länger besessen hatte. Mit 2,3 Promille Alkohol im Blut wollte er dann weiteren Wodka besorgen, ohne aber dabei mit der Handgranate zu drohen. 

Der 62-jährige Deutsche erklärte sich zu dem Alkoholentzug bereit. Die Verteidigung ließ offen, ob sie das Urteil annehmen oder in Revision vor den Bundesgerichtshof ziehen wird. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Speisesaal des Hotel Zafiro Rey Don Jaime in Santa Ponça auf Mallorca ist es am Donnerstagabend zu einem teilweisen Einsturz des Bodens gekommen. Wie die Zeitung Diario de Mallorca berichtet, wurden dabei zwei Personen leicht verletzt.

Drei Einschläge an den Fenstern, laute Knalle: Unbekannte beschädigen ein israelisches Lokal in München. Der Staatsschutz ermittelt zu den Hintergründen.

Der SWR startet im April 2026 die Reihe „Hausnummer Lecker“. Sören Anders kocht dabei bei Menschen zu Hause mit den Zutaten, die er in deren Kühlschrank vorfindet.

In einem Hotel in Cochem ist am Mittwoch ein Brand ausgebrochen. Drei Menschen wurden laut Polizei leicht verletzt, die Ermittlungen zur Ursache laufen.

Nach dem Untergang des Restaurantschiffs «Vaterland» in der Marina Lubmin ist das weitere Vorgehen unklar. Das Schiff war am Dienstag aus bislang ungeklärter Ursache vollgelaufen und liegt seitdem auf Grund.

Das Deutsche Weininstitut lädt am 25. und 26. April 2026 zum 16. bundesweiten Weinwanderwochenende ein. Über 100 geführte Touren in fast allen deutschen Anbaugebieten bieten Einblicke in den regionalen Weinbau.

Ein Gastwirt wird in Würzburg in seinem Lokal erschossen. Ein Gericht verurteilt mehr als zwei Jahrzehnte später ein Vater-Sohn-Duo - und das muss sich nun mit der Entscheidung abfinden.

Drei Monate nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten kommt die Erstattung der Hotelkosten von Betroffenen langsam voran. Von 2.881 gestellten Anträgen wurden inzwischen etwa 700 ausgezahlt oder positiv beschieden.

Ein Schluck aus der falschen Flasche: In einem Schnellrestaurant in Kassel bekam ein Kleinkind Desinfektionsmittel statt Wasser. Die Staatsanwaltschaft ermittelte – was kam dabei heraus?

Ein Mann soll seine ungeliebte Ehefrau von dem Balkon eines Frankfurter Hotelzimmers im 22. Stock in die Tiefe gestoßen haben – nun hat im Frankfurter Landgericht ein aufwendiger Indizienprozess gegen den 60-Jährigen begonnen.