Jamie Oliver droht mit Dessert-Demo im Kampf gegen Übergewicht

| War noch was…? War noch was…?

Starkoch Jamie Oliver droht Premierminister Boris Johnson auf Instagram mit einer „süßen“ Protestaktion. Er will, dass Johnson an den Maßnahmen gegen Übergewicht festhält. Tut er dies nicht, sollen sich alle Briten mit dem Dessert Eton Mess in der Downing Street versammeln.

Die britische Regierung hatte ursprünglich angekündigt, ab Oktober Rabattaktionen sowie Fernsehwerbung für ungesunde Lebensmittel zu verbieten. Eine Maßnahme, mit der man dem Übergewicht in der Bevölkerung den Kampf angesagt hatte. Wegen der steigenden Lebensmittelpreise wurden die Pläne um ein Jahr verschoben.

Eine „verpasste Chance“ findet Jamie Oliver und ruft zum Protest auf. Und warum gerade Eton Mess? Weil das Dessert am Eton College entstanden ist – jenem „privilegierten Ort“, an dem der Premierminister selbst zur Schule gegangen sei. Zudem stehe es „als Symbol für die Privilegien und das Durcheinander, das unsere britische Regierung darstellt“, so der Starkoch in seinem Instagram-Video weiter.

Boris Johnson hat nun 36 Stunden Zeit, seine „Fehler“ einzugestehen. Wie sich der Premierminister entscheidet, und ob Jamie Oliver seine Drohung wirklich wahr macht, bleibt abzuwarten.

Andernfalls rief er die Britinnen und Briten auf, sich am Freitag mit Schüsseln voll Eton Mess - der von der britischen Oberschicht geliebten Kreation aus Erdbeeren und Sahne - an der Downing Street zu versammeln.

Übergewicht gilt als weit verbreitetes Problem in der britischen Gesellschaft und große Belastung des Gesundheitssystems. Jamie Oliver nannte den Aufschub eine «verpasste Chance» und warnte, dass insbesondere Kinder von den negativen Auswirkungen betroffen seien. (mit dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sie soll an der Entführung der Block-Kinder beteiligt gewesen sein und bekam als wichtige Zeugin sicheres Geleit: Die unter den Alias-Namen «Olga» oder «Doris White» bekannte Frau sagt nun weiter aus.

Wiesn-Chef Scharpf stellt klar: Der Kultsong bleibt! Warum «Skandal im Sperrbezirk» für ihn zur Münchner Musikgeschichte gehört – und was das mit alten Verboten zu tun hat.

Jahrelang stritten eine Urlauberin und ein italienisches Luxushotel über (k)ein Glas Leitungswasser zum Abendessen - jetzt hat Italiens oberstes Gericht dem juristischen Zank ein Ende gesetzt.

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.

Mehr als 20 Jahre lang liefen die Ermittlungen in einem Mordfall in Ostwestfalen ins Leere. Dann brachte moderne DNA-Technik einen Durchbruch. Für die Richter waren die Beweise eindeutig.

In Hamburg beginnt die mit Spannung erwartete Vernehmung einer wichtigen Zeugin aus Israel – sie soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Vor Gericht erzählt die Frau von der Vorgeschichte.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof mussten 43 Menschen das Gebäude verlassen. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt. Wie lokale Medien berichten, handelt es sich bei dem betroffenen Gebäude um das Hotel Königshof .

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 55-Jährigen wegen mutmaßlichen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben. Der Mann soll mehr als ein Jahr in einem Berliner Hotel gewohnt und Kosten von über 100.000 Euro nicht bezahlt haben.

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Restaurant-Chef in Hamburg im Februar ist ein 36-jähriger Verdächtiger in der Türkei festgenommen worden. Das bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte «Bild» darüber berichtet.