Kiloweise Opium in Nähmaschinen: Kölner Gastronom vor Gericht

| War noch was…? War noch was…?

Vor dem Bonner Landgericht muss sich seit Dienstag ein 46 Jahre alter Gastronom wegen Beihilfe zur Einfuhr von Drogen sowie versuchten Besitzes verantworten. Der Kölner war im Juni 2020 festgenommen worden, nachdem er in einer Bonner Speditionsfirma elf irakische Spezialnähmaschinen für Brautkleider abgeholt hatte, in deren Sockel sich 29 Kilo Opium befunden haben sollen.

Der Schmuggel aus dem Irak war bereits am Frankfurter Zoll aufgeflogen. Die Fahnder hatten die illegale Füllung aus den Nähmaschinen entnommen und konfisziert - und dem Angeklagten eine Falle gestellt. Nachdem er die elf Kisten in seinem Auto verstaut und das Gelände verlassen hatte, wurde er schnell von den Fahndern gestoppt.

Der ehemalige Restaurantbesitzer beteuerte zum Prozessauftakt, dass er die Waren für einen befreundeten Geschäftsmann abgeholt hatte und von dem Inhalt nichts wusste. Dafür sollte er ursprünglich mit 500 Euro entlohnt werden. Allerdings räumte er ein, dass er wegen «viel finanziellem Stress» mit dem Restaurant gesundheitliche Probleme mit starken Schmerzen bekommen habe, die nur mit Opium zu lindern gewesen seien. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Block-Prozess hat eine mutmaßliche Entführerin aus Israel als Zeugin geschildert, dass ihr Team bei der Rückholaktion an Silvester 2023/24 eine ganz andere Reaktion der Kinder erwartet habe.

Christina Block wusste von der geplanten Rückholaktion ihrer Kinder nach Deutschland - so hat es eine mutmaßliche Entführerin vor Gericht ausgesagt. Sie widerspricht damit der Angeklagten.

Sie soll an der Entführung der Block-Kinder beteiligt gewesen sein und bekam als wichtige Zeugin sicheres Geleit: Die unter den Alias-Namen «Olga» oder «Doris White» bekannte Frau sagt nun weiter aus.

Wiesn-Chef Scharpf stellt klar: Der Kultsong bleibt! Warum «Skandal im Sperrbezirk» für ihn zur Münchner Musikgeschichte gehört – und was das mit alten Verboten zu tun hat.

Jahrelang stritten eine Urlauberin und ein italienisches Luxushotel über (k)ein Glas Leitungswasser zum Abendessen - jetzt hat Italiens oberstes Gericht dem juristischen Zank ein Ende gesetzt.

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben Anklage gegen einen Mann erhoben, dem als Kopf einer proiranischen Terrorgruppierung die Beteiligung an dem Angriff auf ein israelisches Restaurant in München im März vorgeworfen wird.

Ihre Befragung wurde im Block-Prozess mit Spannung erwartet: Eine mutmaßliche Entführerin aus Israel, die sich in Hamburg Olga nannte, hat ihre Sicht geschildert. Tränen fließen.

Mehr als 20 Jahre lang liefen die Ermittlungen in einem Mordfall in Ostwestfalen ins Leere. Dann brachte moderne DNA-Technik einen Durchbruch. Für die Richter waren die Beweise eindeutig.

In Hamburg beginnt die mit Spannung erwartete Vernehmung einer wichtigen Zeugin aus Israel – sie soll an der Entführung beteiligt gewesen sein. Vor Gericht erzählt die Frau von der Vorgeschichte.

Nach einem Brand in einem Hotel am Mainzer Hauptbahnhof mussten 43 Menschen das Gebäude verlassen. Drei Personen wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen medizinisch versorgt. Wie lokale Medien berichten, handelt es sich bei dem betroffenen Gebäude um das Hotel Königshof .