Marathon des Sables - Pandox-Geschäftsführer absolviert härtesten Ultralauf der Welt

| War noch was…? War noch was…?

Jan-Patrick Krüger, Geschäftsführer der Hotelimmobiliengesellschaft Pandox AB in Deutschland, absolvierte im April erfolgreich den weltweit wohl härtesten, mehrtätigen Ultralauf in Marokko; den legendären Marathon des Sables.

Bei Temperaturen von über 50 Grad wird 890 Teilnehmern auf den 6 Etappen alles abverlangt und die Läufer kommen körperlich wie mental an ihre absoluten Grenzen. 252 km müssen auf den 6 Etappen, im tiefen Sand der Sahara und bei hohen Temperaturen, in einem festgelegten Zeitlimit zurückgelegt werden. Der Veranstalter stellt lediglich ein offenes Beduinenzelt zur Übernachtung sowie begrenzt Wasser zur Verfügung; die Läufer müssen daher ihre gesamte Ausrüstung und Verpflegung selbst mitführen.

Jan-Patrick Krüger ist schon seit vielen Jahren begeisterter Langstreckenläufer und hat als Semi-Elite Läufer auch schon die World-Marathon Majors Serie mit den BIG 6-Marathons in Berlin, London, Chicago, Boston, New York und Tokio erfolgreich absolviert.

Zum Ultra-Langstreckenlauf ist er vor ein paar Jahren gewechselt und als Höhepunkt bezeichnete er bisher seine Teilnahme an den 100km von Biel in der Schweiz, einem legendären Nachtlauf durch die Schweizer Alpen.
 

„Ich fühlte mich hervorragend vorbereitet für die Teilnahme am Marathon des Sables“, so Krüger, „musste aber schnell feststellen, dass die Kombination aus ständig wechselnden Bedingungen und der unbarmherzigen Hitze kaum zu trainieren war. So habe ich meine Laufstrategie situativ angepasst, um jeweils gut und verletzungsfrei durch die einzelnen Etappen zu kommen.“

Da sich in der Vergangenheit ein Läufer in der Sahara verirrt hatte, der mitunter völlig dehydriert in Algerien von Beduinen aufgegriffen wurde, werden die Teilnehmer mit GPS-Trackern ausgestattet.

Über 300 Helfer kümmern sich um die Logistik und organisatorischen Dinge vor Ort und über 30 Ärzte sind im Einsatz, um die Teilnehmer gesund ins Ziel zu begleiten. Die Mediziner behandeln Blasen, unterstützen bei muskulären Problemen und beobachten konsequent die Läufer auf der Strecke, um Anzeichen für mögliche Überhitzung zu erkennen und drohende Hitzschläge zu vermeiden.

Fun Fact: Im Gegensatz zu den großen Straßenmarathons, bei denen der ‚Besenwagen‘ die zu langsamem Läufer aus dem Rennen nimmt, sind es beim Marathon des Sables zwei Kamele, die den Besenwagen ersetzen und vor denen die Läufer ins Ziel kommen müssen.

Die Entscheidung, am Marathon des Sables teilzunehmen ist bei einem Familienurlaub in den USA im vergangenen Sommer gefallen. „Dort konnte ich bei sehr hohen Temperaturen trainieren, und habe festgestellt, dass ich mich sehr gut auf Hitze und eine eingeschränkte Wasseraufnahme einstellen kann“.

Dankbar ist Jan-Patrick Krüger über die unglaubliche Unterstützung seiner Familie und seines sportbegeisterten Arbeitgebers, der skandinavischen Hotelimmobiliengesellschaft Pandox AB. Am Marathon des Sables waren nur sehr wenig deutsche Teilnehmer unter den 890 Startern. Aus dem Hospitalitysektor in Deutschland dürfte Jan-Patrick Krüger der Erste und Einzige sein, der den Marathon des Sables erfolgreich absolviert hat.

Die Teilnahme an dem härtesten Ultralauf der Welt hat einen großen Einfluss auf die Persönlichkeit von Jan-Patrick Krüger im beruflichen und privaten Bereich gehabt. „Ich weiß, dass ich auch nochmals meine Resilienz, Anpassungsfähigkeit und geistige Flexibilität verbessern konnte und dies auch in meinen beruflichen wie privaten Alltag übertragen werde.

Darüber hinaus hatten die Teilnehmer eine Woche keinen Kontakt nach Hause, da die Mobilfunkgeräte keinen Empfang haben; auch eine wichtige Erfahrung, „Die Welt“, so Krüger „dreht sich ganz offensichtlich auch weiter, wenn man eine Woche keine Nachrichten und keine E-Mails liest und beantwortet“.

Auf der anderen Seite saßen seine Familie und seine Kollegen während des mehrtägigen Laufes dennoch sehr oft vor dem Computer, um den Lauffortschritt via GPS-Tracker zu beobachten. Nicht nur Krüger ist dankbar, die nahezu unmenschlichen Strapazen hinter sich gebracht zu haben, auch seine Frau und seine drei Kinder sind froh, dass er wohlbehalten zurück ist.

Jan-Patrick Krüger kommt nicht nur mit vielen persönlichen Eindrücken und Impressionen von seinem großen Abenteuer in der Sahara zurück. Diese auf seinen Job zu übertragen, also die Leidenschaft für Ultralangstreckenläufe auf seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Pandox AB in Deutschland, fasst Jan-Patrick Krüger zusammen:“ Im Job ist es oftmals eine Frage von Willensstärke, psychische Widerstandskraft und Durchhaltevermögen – Talent und Erfahrung sind sicher oft hilfreich, helfen manchmal aber auch nur bedingt weiter. Sich kontinuierlich zu verbessern und meine Laufstrategie agil anzupassen an die individuellen Anforderungen, sind learnings, die ich für Geschäftsabläufe im Business mit einbeziehen werde “.

Auf die Frage, ob er schon sein nächstes sportliches Abenteuer plant, hält sich Krüger bedeckt. „Ich genieße immer noch die tolle Erkenntnis, ein Finisher des Marathon des Sables zu sein, könnte mir aber gut vorstellen, einmal laufend die Alpen zu überqueren“.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Kunde beschwert sich über ein zu leichtes halbes Brot. Das hat teure Folgen für den Bäckermeister. Jetzt muss jede Scheibe gewogen werden. Macht die Regelung die Kunden glücklich?

Etliche Menschen klagten in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Probleme. Zahlreiche Rettungskräfte rückten an. Mittlerweile ist die Ursache für die Beschwerden bekannt.

Für das Hotel Palace in Luzern war ein angebliches Verkaufsinserat über 275 Millionen Euro aufgetaucht. Das Hotelmanagement dementierte einen Verkauf und bezeichnet das Angebot als vollständig erfunden.

Warum für eine besondere Kelterei in Erfurt nun offiziell göttlicher Segen erbeten wurde – und das gleich auch noch auf ökumenischem Wege.

Berlin erreicht im internationalen Work from Anywhere Index der International Workplace Group den 30. Platz und ist damit die einzige deutsche Stadt in der Top 50. Bangkok führt das weltweite Ranking vor Tokio und Barcelona an.

In der Bamberger Altstadt ist ein Auto in ein Haus gekracht und hat dabei die Außenwand durchbrochen. Wie Augenzeugen vor Ort einer dpa-Reporterin schilderten, fuhr der Wagen zunächst durch den Außenbereich einer Gaststätte

Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.

Nach einem Polizeieinsatz in Leipzig ist Freibergs Oberbürgermeister abgetaucht. Auch eine Sondersitzung des Stadtrates bringt nicht mehr Klarheit. Das Rathaus ist im Krisenmodus.

Am Feiertag Nyepi steht die Urlaubsinsel still - auch für Touristen. Ein Mann aus der Schweiz ärgert sich im Internet über die Regeln. Dafür muss er nun ein Jahr ins Gefängnis.

Muss in einer Gießener Vereinsgaststätte Alkohol ausgeschenkt werden oder reicht ein alkoholfreies Angebot? Nun beschäftigt der Fall das Oberlandesgericht in Frankfurt.