Mit Sushimesser Kehle durchgeschnitten - Sieben Jahre Haft gefordert

| War noch was…? War noch was…?

Er soll seinem Opfer mit einem Sushimesser die Kehle durchgeschnitten haben - für den lebensbedrohlichen Angriff auf seinen Kontrahenten will die Anklagebehörde den mutmaßlichen Täter mehrere Jahre ins Gefängnis bringen. Die Staatsanwaltschaft beantragte am Montag vor dem Landgericht Regensburg eine siebenjährige Freiheitsstrafe für den Gastronomen wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Der Vertreter der Nebenklage forderte im Namen des Opfers eine Verurteilung wegen versuchten Mordes aus Heimtücke, stellte das Strafmaß aber ins Ermessen des Gerichts. Der Verteidiger des Angeklagten plädierte nach Angaben des Gerichtssprechers auf eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Urteil soll am 25. September verkündet werden.

Laut Anklage hatte der 57 Jahre alte Betreiber des vietnamesischen Lokals am 6. Januar während einer Gesellschafterversammlung ein Messer aus der Küche geholt und seinem drei Jahre jüngeren Pächter die Kehle durchgeschnitten. Das Opfer verlor eineinhalb Liter Blut und musste notoperiert werden. Der Mann ist seit der Tat traumatisiert.

Nach der Version des mutmaßlichen Täters handelt es sich lediglich um einen Unfall. Er habe dem Kontrahenten das Messer nur an den Hals gehalten, um ihn zum Gehen zu bewegen, ließ er das Geschehen zu Prozessbeginn Anfang August von seinem Anwalt schildern. Dann habe sich das Opfer zu seiner Aktentasche nach vorne gebeugt, wodurch er erschrocken sei und den 54-Jährigen versehentlich geschnitten habe.
Vorausgegangen war offenbar ein Streit um die Umsatzbeteiligung und um Schwarzarbeiter-Vorwürfe. Angeklagter und Opfer sind vietnamesische Staatsangehörige. An der Gesellschafterversammlung außerhalb der Betriebszeiten hatten auch die Frau des Angeklagten und deren Sohn teilgenommen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Castel Fragsburg bei Meran nimmt einen renovierten Tennisplatz in Betrieb. Die Anlage aus den 1970er-Jahren wurde nach einer langen Phase der Verwilderung für den Hotelbetrieb wieder instand gesetzt.

Neue Erkenntnisse nach der Feuerkatastrophe in Thailand: Ermittler sprechen von blockierten Notausgängen in dem Lokal und möglichen Verstößen gegen Brandschutzauflagen. Derweil steigt die Zahl der Toten.

27 Tote, mindestens 63 Verletzte – ein Brand in einem Lokal in der thailändischen Hauptstadt Bangkok erschüttert. Laut Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt prüfen die Ermittler unter anderem, ob Notausgänge versperrt gewesen seien und das Lokal die Brandschutzauflagen erfüllt habe. 

Auf ihrem Ryanair-Flug nach Bayern hören Passagiere kurz nach dem Start einen lauten Knall. Eine Fensterscheibe zerbricht, es folgen dramatische Szenen - und ein wohl glimpfliches Ende des Vorfalls.

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht Hamburg der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. Was 63 Verhandlungstage später immer noch offen ist.

Kein Ganzkörper-Badeanzug für Musliminnen im Hotelpool? Das wertet die österreichische Justiz als Diskriminierung. Für die Tourismusbranche hat der Fall Signalwirkung.

Tausende protestieren in Tirana gegen Luxus-Resorts im Naturschutzgebiet – und setzen mit rosaroten Flamingos Regierungschef Edi Rama unter Druck. Bahnt sich im kleinen Balkanland ein Umbruch an?

Angebranntes Essen in einer Personalküche hat in Bad Reichenhall einen nächtlichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 250 Hotelgäste mussten das Gebäude verlassen, verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

In einem ehemaligen, leerstehenden Hotel in Boppard-Bad Salzig sind Geschossdecken eingestürzt. Nach der Untersuchung durch einen Fachberater des THW und die Feuerwehr bestehe keine Einsturzgefahr für das Gebäude; Trümmerspürhunde fanden keine Hinweise auf Personen im Objekt.

Kochen mit Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey: Die SPD-Politikerin hat ein kleines Kochbuch verfasst. Sie reagiert damit auf die Bitten ihrer Follower, wie Giffey bei Instagram erklärt.