Mord an Kellner nach 20 Jahren aufgeklärt

| War noch was…? War noch was…?

Mehr als 20 Jahre lang haben Ermittler den Mörder eines Kellners in Ostwestfalen gesucht, nun ist der Fall aufgeklärt: Das Landgericht Paderborn hat einen 58-Jährigen zu lebenslanger Haft wegen des Mordes verurteilt. Die Richter waren überzeugt, dass der Mann sein 29 Jahre altes Opfer aus Habgier tötete. Der Angeklagte schwieg bis zum Schluss zu den Vorwürfen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Kellner war im November 2003 von der Polizei in seiner Souterrain-Wohnung in Bad Driburg gefesselt und erdrosselt aufgefunden worden. 

Moderne Technik hilft nach mehr als 20 Jahren

Mit großangelegten DNA-Tests hatten die Ermittler schon direkt nach der Tat nach dem Täter gesucht, allerdings ohne Erfolg. Erst viele Jahre später konnten die Spuren, die damals am Tatort und im Auto des Opfers gefunden wurden, mit modernen wissenschaftlichen Methoden besser untersucht werden.

Anfang 2025 starteten die Ermittler mit diesen neuen Erkenntnissen einen weiteren DNA-Test bei 120 bekannten Kontaktpersonen des Opfers. Das brachte schließlich den Durchbruch und die Spur zu dem nun verurteilten 58-Jährigen. Auch für die Richter waren die DNA-Spuren das entscheidende Beweismittel.

Motiv: Geldnot

Der 58-jährige Deutsche hat sein Opfer den Ermittlungen zufolge überrumpelt, gefesselt und mit einem Staubsaugerkabel stranguliert. Der Verdacht der Ermittler, dass der 58-Jährige aus einer feindlichen Einstellung gegen homosexuelle Menschen gehandelt haben könnte, erhärtete sich in dem Prozess aber nicht.

Die Richter gingen am Ende davon aus, dass es dem Täter schlicht um Geld ging. Der Täter erbeutete bei der Tat 100 bis 150 Euro aus dem Portemonnaie des Kellners sowie ein hochwertiges Handy. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Ermittler suchen nach Spuren in dem zum Teil niedergebrannten Gebäude. Das leerstehende Hotel hatte immer wieder für Schlagzeilen wegen der «Reichsbürger»-Szene gesorgt.

Das Penck Hotel in Dresden veranstaltete am Samstag ein kostenloses Open-Air-Warm-up auf der Hotelterrasse anlässlich des Konzerts der Toten Hosen. Entgegen der ursprünglichen Planung kam die Band spontan selbst vorbei.

Wer in Amberg in der Oberpfalz mit dem Auto unterwegs ist, sollte aufpassen: Wegen ausgelaufenen Frittierfetts besteht nach Angaben der Polizei Rutschgefahr auf einer Straße. 

Ein Streit um den Alkoholausschank in einer Gießener Vereinsgaststätte beschäftigt die Justiz. Die Pächter wollen aus Konzeptgründen kein Bier und andere alkoholische Getränke servieren, der Tennisclub hat ihnen deshalb fristlos gekündigt. Nun soll ein Güterichter helfen. Grundsätzliche Fragen stellen sich: Gibt es ein Gewohnheitsrecht auf Alkohol?

Bei einem Brand in einem Gastronomiebetrieb am Wiesbadener Kochbrunnenplatz ist ein Beschäftigter verletzt worden. Nach einem Bericht des Wiesbadener Kuriers handelt es sich bei dem betroffenen Restaurant um das Café del Sol.

In einem leerstehenden Hotel in Bad Lauterberg im Harz ist ein Feuer ausgebrochen. Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um ein Hotel, das in der Vergangenheit mit einer Gruppierung der sogenannten Reichsbürger in Verbindung stand.

Traf sich Christina Block kurz vor der Entführung zum Jahreswechsel 2023/24 mit den maskierten Tätern? Diese Frage bestimmt auch den Endspurt des Prozesses. Es fallen scharfe Worte.

Ein unbekannter Täter hat in der Nacht auf Donnerstag einen Nachtportier in einem Bonner Hotel mit einer Schusswaffe bedroht und Bargeld erbeutet. Nun sucht die Polizei Zeugen des Vorfalls.

Christina Block hat im Prozess um die Entführung ihrer Kinder noch einmal ausführlich Stellung genommen. Dabei gab sie tiefe Einblicke in Familienkonflikte und korrigierte sich in einigen Punkten.

Nach mehreren Monaten des Schweigens hat die angeklagte Mutter Christina Block im Prozess um die Entführung ihrer Kinder nun wieder das Wort ergriffen. Sie wolle einige Punkte ihrer Aussage aus dem Juli 2025 korrigieren. Mehrmals brach ihr die Stimme weg, als sie über ihre Kinder sprach.