Mühsame Ermittlungen zu Drogen in Champagner-Flasche

| War noch was…? War noch was…?

Im Fall einer mit Ecstasy statt Champagner gefüllten Flasche in einem Restaurant in Weiden in der Oberpfalz dauern die Ermittlungen an. «Wir kommen voran, aber es ist mühsam», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Denn die Ermittlungen fänden weitgehend im Ausland statt. «Wir konzentrieren uns auf Online-Bestellungen und sind da weitergekommen.»

Im Februar hatten in Weiden acht Menschen gemeinsam aus einer Champagnerflasche getrunken, die jedoch mit dem flüssigen Ecstasy-Wirkstoff MDMA gefüllt war. Ein Mann starb, sieben Gäste wurden verletzt (Tageskarte berichtete). Wenige Tage später gab es einen ähnlichen Vorfall in den Niederlanden, bei dem vier Menschen verletzt wurden.

Der Wirt in Weiden hatte die Champagnerflasche im Internet bestellt und gilt nicht als tatverdächtig, wie der Behördensprecher erneut betonte. Mit dem Champagner-Hersteller bestehe Kontakt. Eine Sprecherin von Moët Hennessy Deutschland hatte schon kurz nach dem Vorfall betont, das Unternehmen unterstütze die Ermittlungen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz hatte am Montag erneut vor dem Verzehr von Flaschen aus zwei bestimmten Chargen gewarnt und dabei auf eine Warnung der niederländischen Behörden verwiesen. Konkret geht es um Drei-Liter-Flaschen Moët & Chandon Ice Impérial mit dem Loscode LAJ7QAB6780004 und LAK5SAA6490005, zu finden auf dem Etikett auf der Rückseite der Flasche.

Sollte der Inhalt der Flaschen - anders als bei Champagner üblich - nicht perlen und eine rötlich-braune Farbe sowie Anisgeruch haben, sollte nicht davon getrunken werden. «Probieren Sie nichts», warnte die Behörde. Selbst das Schmecken ohne Schlucken könnte schon zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. «Die Einnahme eines kleinen Schlucks kann tödlich sein.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Hotelier aus dem Raum Ebersberg wurde vom Amtsgericht München wegen Subventionsbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Er hatte kurz vor dem gewinnbringenden Verkauf seines Hauses Corona-Fördergelder in fünfstelliger Höhe beantragt.

Robbie Williams will unter die Hoteliers gehen. Der Popstar plant eine globale Hotelkette mit integrierten Showbühnen, um Beherbergung und Live-Entertainment zu verknüpfen – inspiriert von überteuerten Frühstückspreisen in den USA.

Mit den Worten «Ich will sterben» zeigte ein Mann in einem Restaurant in Bielefeld eine scharfe Handgranate – und forderte Wodka. Bei seiner Festnahme wurde er schwer verletzt. Im Prozess hat der Angeklagte am ersten Tag geschwiegen.

Das Hotel Bareiss feiert sein 75-jähriges Bestehen und ehrt im Morlokhof zahlreiche Mitarbeiter für bis zu 35 Jahre Betriebstreue. Die Inhaberfamilie sowie Vertreter von IHK und Politik betonen die Bedeutung langjähriger Arbeitsverhältnisse

Bunt, modern, emotional: Das neue Wiesn-Plakat wurde hochgelobt - und sorgt nun für Wirbel. Warum der Künstler jetzt sogar Anfeindungen im Netz erlebt – und was die Stadt dazu sagt.

Nach dem mutmaßlichen Verschwinden und dem sexuellen Missbrauch eines Mädchens aus dem südbadischen Erlebnisbad Rulantica erheben die Eltern Vorwürfe gegen den Europa-Park.

Vor vier Jahren warf Gil Ofarim einem Hotelmitarbeiter vor, ihn aus antisemitischen Gründen nicht einchecken lassen zu haben. Die Vorwürfe waren erfunden. Nun äußert sich der Mitarbeiter erstmals.

Er kam als umstrittenster Thronanwärter - und geht als König: Musiker Gil Ofarim hat trotz aller kontroversen Diskussionen um seine Person das RTL-Dschungelcamp gewonnen. Der 43-Jährige erhielt am späten Abend die meisten Stimmen der Zuschauer.

Lecker oder gewöhnungsbedürftig? Ein Känguru-Chili in der Uni-Mensa in Erlangen spaltet die Meinungen – und bringt sogar Buchautor Marc-Uwe Kling ins Gespräch.

Die Angehörigen der Brandopfer von Crans-Montana berichten über die Katastrophe, die ihr Leben für immer verändert hat. Eine TV-Reportage zeigt, wie ihr Alltag durch das Unglück aus den Fugen gerät.