Nach Festnahme: Ochsenknecht-Schulden auf Hotel-Konto eingegangen

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Der Hotelier in Tirol, dem der Schauspieler und Musiker Jimi Blue Ochsenknecht seit einer mehrtägigen Feier fast 14.000 Euro geschuldet haben soll, hat sein Geld nun endlich bekommen.

«Ich habe heute einen Kontoauszug bekommen, dass das Geld auf dem Konto meiner Anwaltschaft eingegangen ist und somit ist das Thema für mich erledigt», sagte Hotelchef Wilhelm Steindl der Deutschen Presse-Agentur in Kirchberg/Tirol. 

Hotelier spricht von jahrelangem Warten und Weg zu den Gerichten

Der nun erfolgten Überweisung waren jahrelange Versuche vorausgegangen, an das Geld zu kommen, wie der Hotelier dpa sagte. Die Schulden waren ihm zufolge entstanden, weil Ochsenknecht seinen 30. Geburtstag Ende 2021 mit mehreren Freunden über mehrere Tage in dem Vier-Sterne-Hotel «Sonne» in Kirchberg/Tirol feierte. «Die Feier war natürlich dementsprechend groß. Die haben auch sehr viel konsumiert. Bei der Abreise konnte er quasi per Kreditkarte die Rechnung nicht bezahlen. Er hat darum gebeten, dass er sie überweisen kann», erinnert sich Steindl im Interview mit dpa.

Trotz mehrmaliger Erinnerung sei das nicht passiert, weshalb das Hotel vor Gericht zog. Mehrere Gerichte gaben dem Hotelier recht, das Geld floss dennoch nie - auch nicht in Raten, wie er weiter sagte. «Deswegen haben wir auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen schweren Betrugs eingebracht und seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Innsbruck gegen Jimi Blue Ochsenknecht.»

Ochsenknecht ist seit Mittwoch in Haft. Im Laufe des Donnerstags wird entschieden, ob der 33-Jährige in Festhaltehaft bleibt. Die Staatsanwaltschaft in Österreich wirft Ochsenknecht schweren Betrug vor. Die Ermittlungen laufen, Anklage ist noch nicht erhoben. 

Hotelchef: «Herr Ochsenknecht war sehr naiv»

Dass Ochsenknecht deshalb nun am Mittwoch in Hamburg am Flughafen vorläufig festgenommen wurde, erfülle ihn nicht mit Genugtuung oder Schadenfreude. «Also mir persönlich ist das relativ gleichgültig, ob der jetzt festgenommen wird oder nicht», sagte er. «Mir wäre lieber, das Ganze hätten wir anders abwickeln können, aber der Herr Ochsenknecht war sehr naiv und dachte, er kann das jetzt einfach aussitzen.» 

In das Hotel in Kirchberg in Tirol brauche Ochsenknecht nun nicht mehr kommen. Wilhelm Steindl: «Er ist nicht zahlungsfähig und deshalb will ich ihn auch nicht in meinem Hotel haben.» (dpa)


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