Prozess um Misshandlung in Stuttgarter Hotel beginnt

| War noch was…? War noch was…?

Weil sie einen Bekannten in einem Stuttgarter Hotel festgehalten und über Stunden gequält, misshandelt und erniedrigt haben sollen, müssen sich von Donnerstag an (09.00 Uhr) ein Mann und eine Frau vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten. Die Anklage wirft den beiden unter anderem Geiselnahme und gefährliche Körperverletzung vor. 

Die Tat soll sich einem Gerichtssprecher zufolge Ende März in einem Hotel in der Stuttgarter Innenstadt ereignet haben. Demnach soll der zur Tatzeit 21-jährige Angeklagte auf dem Handy seines Bekannten intime Fotos seiner damals 20-jährigen Freundin gefunden haben. Daraufhin soll er seinen Bekannten, der dem Gericht zufolge in einem ähnlichen Alter ist, gezwungen haben, zu sagen, er habe die junge Frau vergewaltigt. 

Anschließend soll er den jungen Mann gemeinsam mit der Frau über Stunden misshandelt haben. Das Opfer habe unter anderem Urin trinken müssen, Stiefel ablecken müssen und sei mit kochendem Wasser überschüttet worden, so der Gerichtssprecher. Zudem sollen die Angeklagten die Tat gefilmt und ihr Opfer mit den Aufnahmen erpresst haben. 

Das Gericht hat für den Prozess zunächst sechs Verhandlungstage angesetzt. Bereits am ersten Tag wird auch die Aussage des Opfers erwartet. Ein Urteil könnte Mitte November fallen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Blockierte Notausgänge, fehlender Brandschutz: Nach dem Pub-Feuer mit 30 Toten in Bangkok soll es Konsequenzen geben. Im Fokus stehen nicht nur Gesetze, sondern auch das Verhalten der Clubbetreiber.

Eine 40-jährige Frau ist in München in den Schacht eines Wäscheaufzugs gestürzt und schwer verletzt worden. Die Feuerwehr musste sie unter beengten Bedingungen mit einer Spezialtrage über zwei Stockwerke retten.

Das Castel Fragsburg bei Meran nimmt einen renovierten Tennisplatz in Betrieb. Die Anlage aus den 1970er-Jahren wurde nach einer langen Phase der Verwilderung für den Hotelbetrieb wieder instand gesetzt.

Neue Erkenntnisse nach der Feuerkatastrophe in Thailand: Ermittler sprechen von blockierten Notausgängen in dem Lokal und möglichen Verstößen gegen Brandschutzauflagen. Derweil steigt die Zahl der Toten.

27 Tote, mindestens 63 Verletzte – ein Brand in einem Lokal in der thailändischen Hauptstadt Bangkok erschüttert. Laut Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt prüfen die Ermittler unter anderem, ob Notausgänge versperrt gewesen seien und das Lokal die Brandschutzauflagen erfüllt habe. 

Auf ihrem Ryanair-Flug nach Bayern hören Passagiere kurz nach dem Start einen lauten Knall. Eine Fensterscheibe zerbricht, es folgen dramatische Szenen - und ein wohl glimpfliches Ende des Vorfalls.

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht Hamburg der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. Was 63 Verhandlungstage später immer noch offen ist.

Kein Ganzkörper-Badeanzug für Musliminnen im Hotelpool? Das wertet die österreichische Justiz als Diskriminierung. Für die Tourismusbranche hat der Fall Signalwirkung.

Tausende protestieren in Tirana gegen Luxus-Resorts im Naturschutzgebiet – und setzen mit rosaroten Flamingos Regierungschef Edi Rama unter Druck. Bahnt sich im kleinen Balkanland ein Umbruch an?

Angebranntes Essen in einer Personalküche hat in Bad Reichenhall einen nächtlichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 250 Hotelgäste mussten das Gebäude verlassen, verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.