Restaurant in Flugzeug: Inhaber des Serengeti-Parks will klagen

| War noch was…? War noch was…?

Im Streit um den verbotenen Schwerlasttransport eines ausrangierten Flugzeugs in den Serengeti-Park in der Südheide bleibt dem Inhaber nach eigener Einschätzung nur noch der Klageweg. Für den Transport durch ein Landschaftsschutzgebiet müsse kein einziger Baum beschnitten werden, sagte Fabrizio Sepe, Inhaber und Geschäftsführer des Parks in Hodenhagen, am Montag. Die Region Hannover hatte Mitte November den Widerspruch des Parks gegen die nicht erteilte naturschutzrechtliche Befreiung für den Transport zurückgewiesen. «Daher sehe ich mich an dieser Stelle bedauerlicherweise gezwungen, den Rechtsweg zu wählen», sagte Sepe.

Die Klage am Verwaltungsgericht Hannover sollte noch am Montag eingereicht werden, wie eine Parksprecherin sagte. Mit der Ablehnung der Region Hannover gilt, dass der Rumpf der Maschine vom Typ Airbus A310 nicht vom Flughafen Hannover in Langenhagen durch ein Landschaftsschutzgebiet in den Park transportiert werden darf. Die geplante Strecke führt auf einer Länge von rund 1,8 Kilometern durch das Schutzgebiet.

Der Serengeti-Park hatte den Bundeswehr-Airbus «Kurt Schumacher» gekauft, um aus dem ausrangierten Flieger ein Restaurant zu machen. Die Maschine hatte zuletzt afghanische Ortskräfte und Angehörige nach Hannover gebracht. Ursprünglich war der Transport des Rumpfes über die etwa 50 Kilometer lange Strecke vom Flughafen nach Hodenhagen im Sommer 2022 geplant gewesen. Mitte Oktober wurden die abmontierten Tragflächen und das Höhenleitwerk in den Park gebracht (Tageskarte berichtete).

Sepe erklärte, im Laufe des Widerspruchsverfahrens habe ein Gutachter geprüft, ob sich die ursprünglich geplanten Astschnitte an acht Bäumen im Schutzgebiet «Ellernbruch» außerhalb des Waldes vermeiden ließen. Zugversuche an den Bäumen ergaben demnach, dass diese Bäume nicht beschnitten werden müssen, wenn die Methode des sogenannten «Reverse Rigging» angewandt wird - dabei geht es um das kontrollierte Hochziehen der Äste. Dennoch habe die Region den Widerspruch «nach nur wenigen Tagen für mich überraschend abgelehnt». Das sei nicht nachvollziehbar, weil die Region die Methode von einer Sachverständigen habe überprüfen lassen.

Nach früheren Angaben der Region müsste der Park für eine Genehmigung entweder nachweisen, dass der Transport keine Schäden verursacht - oder die Region Hannover müsste eine Befreiung vom Schädigungsverbot erteilen. Nur: Beschädigte Bäume seien auch dann nicht ausgeschlossen, wenn Äste hochgebunden würden. Ein Flugzeugtransport in dem Gebiet sei mit den geltenden Gesetzen nicht vereinbar.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Geschmackssinn verloren, offene Finger – Johann Lafer schildert, wie sehr ihn die Chemotherapie belastet. Offen zu sagen, dass er krank ist, habe ihn befreit, sagt der 68-Jährige.

Die Betreiberin des Café Eule im Gleisdreieckpark in Berlin hat für Aufsehen gesorgt, weil sie einem Anhänger der AfD die Bedienung verwehrte. Die Gastronomin, die den Betrieb seit neun Jahren führt, thematisierte den Vorfall in einer Videoreihe auf Instagram.

Der Mann, der im Hauptjob vor allem politische Debatten anheizt, lässt inzwischen auch Zwiebeln anschwitzen. Jan Böhmermanns Kochshow-Hommage an Alfred Biolek geht in die nächste Runde.

Zwei Jahre nach dem Einsturz eines Hotels in Kröv an der Mosel mit zwei Toten hat die Staatsanwaltschaft Trier Anklage gegen einen Ingenieur für Baustatik erhoben. Der Vorwurf laute fahrlässige Tötung in zwei Fällen und fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie Baugefährdung.

In zwei Berliner Hotels werden Gäste überfallen. In beiden Fällen soll der Täter an der Zimmertür geklopft und dann ein Messer gezogen haben. Eine betroffene Frau spricht vor Gericht von einem Trauma.

Im Rhein herrscht Niedrigwasser, die großen Frachtschiffe fahren daher bereits mit weniger Ladung. Nun gibt es auch Folgen für die Personenschifffahrt - in Bonn steht ein Schiff quer auf dem Rhein.

Bei einem Küchenbrand in einer Gastronomie in Lübeck ist am Mittwochabend ein Mensch schwer verletzt worden. Das Feuer griff nach Angaben der Feuerwehr auf Teile der Fassade und des Daches über.

Lange, bevor er als Koch Geld verdiente, besserte Alexander Herrmann sein Taschengeld als Kofferträger auf. Vor allem bei den Bayreuther Festspielen bewährte sich dabei ein kleiner Kniff.

Blockierte Notausgänge, fehlender Brandschutz: Nach dem Pub-Feuer mit 30 Toten in Bangkok soll es Konsequenzen geben. Im Fokus stehen nicht nur Gesetze, sondern auch das Verhalten der Clubbetreiber.

Eine 40-jährige Frau ist in München in den Schacht eines Wäscheaufzugs gestürzt und schwer verletzt worden. Die Feuerwehr musste sie unter beengten Bedingungen mit einer Spezialtrage über zwei Stockwerke retten.