Schweine-Wettgrillen mit Söder und Protest

| War noch was…? War noch was…?

Das Schweine-Wettgrillen in der idyllischen Bayerwald-Kleinstadt Viechtach hat wochenlang Gemüter erhitzt. Nun war es so weit - und die Fronten zwischen Fleischessern einerseits und Veganern und Tierschützern andererseits waren klar abgesteckt, größere Tumulte blieben aber aus. 

Sogar Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) war angereist. Auf der Plattform X postete der bekennende Fleischesser: «Unterwegs in Niederbayern beim 1. Viechtacher Schweinefest: Das ist ein echtes Genussfest rund ums Schwein.»

Die Tierrechtsorganisation Peta sah das anders und hatte eine Protestkundgebung angemeldet. 

Die Polizei registrierte bis zum frühen Nachmittag keine Zwischenfälle. Peta befestigte eine Hunde-Attrappe auf einem Grill, um Arten-Diskriminierung anzuprangern.
 

«Vegan in Viechtach» empört

Söder bemühte sich bei X um versöhnliche Töne: «Natürlich gilt: Niemand ist gezwungen, Fleisch zu essen. Jeder darf essen, was er will. Aber für mich persönlich gilt: Ein gegrilltes Stück Schweinefleisch aus bayerischer Herkunft ist einfach unschlagbar.»

Dementsprechend zeigte sich Söder in Viechtach mit Bratwurst- und Fleischsemmel und plauschte mit Experten am Grill. 

Eigentlich hatte Bürgermeister Franz Wittmann lediglich eine Attraktion für Einheimische und Touristen bieten wollen. In Viechtach sei zu wenig los, befand er. Seine Idee eines internationalen Wettgrillens empörte die Gruppe «Vegan in Viechtach» - und schon war die Stadt bundesweit in den Schlagzeilen, noch bevor sich die erste Sau am Spieß drehte.

Ursprünglich hatten sich sechs Grillteams angemeldet. Nach Angaben von Bürgermeister Wittmann gingen nun 16 Gruppen an den Start. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In einem Hotel in Hemmingen bei Hannover randaliert ein 39-Jähriger und bedroht sich selbst. Die Polizei schießt auf ihn – doch erst der Einsatz eines Tasers bringt den Mann unter Kontrolle.

Die «Zwergerlbahn» im berühmten Wiener Freizeitpark stammt aus der Nachkriegszeit. Laut dem Betreiber steht hinter dem Unfall kein technischer Defekt, sondern menschliches Versagen.

Im Speisesaal des Hotel Zafiro Rey Don Jaime in Santa Ponça auf Mallorca ist es am Donnerstagabend zu einem teilweisen Einsturz des Bodens gekommen. Wie die Zeitung Diario de Mallorca berichtet, wurden dabei zwei Personen leicht verletzt.

Drei Einschläge an den Fenstern, laute Knalle: Unbekannte beschädigen ein israelisches Lokal in München. Der Staatsschutz ermittelt zu den Hintergründen.

Der SWR startet im April 2026 die Reihe „Hausnummer Lecker“. Sören Anders kocht dabei bei Menschen zu Hause mit den Zutaten, die er in deren Kühlschrank vorfindet.

In einem Hotel in Cochem ist am Mittwoch ein Brand ausgebrochen. Drei Menschen wurden laut Polizei leicht verletzt, die Ermittlungen zur Ursache laufen.

In einem Bielefelder Restaurant droht ein Mann mit einer Kriegswaffe und verlangt Alkohol. Das Landgericht verhängt eine Haftstrafe und ordnet einen Entzug an.

Nach dem Untergang des Restaurantschiffs «Vaterland» in der Marina Lubmin ist das weitere Vorgehen unklar. Das Schiff war am Dienstag aus bislang ungeklärter Ursache vollgelaufen und liegt seitdem auf Grund.

Das Deutsche Weininstitut lädt am 25. und 26. April 2026 zum 16. bundesweiten Weinwanderwochenende ein. Über 100 geführte Touren in fast allen deutschen Anbaugebieten bieten Einblicke in den regionalen Weinbau.

Ein Gastwirt wird in Würzburg in seinem Lokal erschossen. Ein Gericht verurteilt mehr als zwei Jahrzehnte später ein Vater-Sohn-Duo - und das muss sich nun mit der Entscheidung abfinden.