Spirit Airlines verschärft Kleiderordnung: Strenge Regeln sorgen für Aufsehen

| War noch was…? War noch was…?

Die US-amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat ihre Beförderungsbedingungen überarbeitet und eine neue Kleiderordnung eingeführt. Die Regeländerungen betreffen insbesondere freizügige Kleidung und anstößige Tattoos, was bereits zu Kontroversen und Vorfällen geführt hat.

Kleiderordnung präzisiert: Was ist "unangemessen"?

Laut den neuen Bestimmungen dürfen Passagiere nicht mehr barfuß reisen und müssen darauf achten, keine "unangemessene" Kleidung zu tragen. Dazu zählen durchsichtige Stoffe oder Kleidungsstücke, die intime Körperpartien wie Dekolleté oder Gesäß unzureichend bedecken. Auch Kleidung mit obszönen, beleidigenden oder anstößigen Aufschriften ist untersagt. Gleiches gilt für Tattoos mit fragwürdigen Motiven oder Botschaften.

Passagiere zum Verlassen des Flugzeugs aufgefordert

Die strengen Regeln wurden nicht nur auf dem Papier verankert, sondern auch bereits mehrfach angewendet. In einem Fall mussten zwei Frauen mit bauchfreien Trägertops das Flugzeug verlassen, obwohl sie bereits ihre Plätze eingenommen hatten. Eine andere Passagierin wurde wegen eines angeblich zu großen Ausschnitts nicht an Bord gelassen. Auch ein Mann, dessen Sweatshirt die Aufschrift "F*ck Hate World Tour" trug, wurde von seinem Flug ausgeschlossen.

Spirit Airlines nicht allein mit strikten Vorschriften

Die Airline ist mit ihrer strikten Kleiderordnung nicht allein. Auch andere US-Fluggesellschaften wie American Airlines und Delta Air Lines haben ähnliche Regelungen. In einem weiteren Fall wurde einer Bodybuilderin das Boarding verweigert, weil ihr Outfit als "verstörend" für Familien angesehen wurde. Sogar in Europa sorgten ähnliche Vorschriften für Aufsehen: Die spanische Billigfluggesellschaft Vueling wurde 2024 mit einer Geldstrafe von 28.000 Euro belegt, nachdem einer Passagierin mit einem vermeintlich zu tiefen Ausschnitt das Einsteigen verweigert wurde.

Reaktionen und Kritik

Die verschärften Regeln von Spirit Airlines stoßen auf gemischte Reaktionen. Während einige Passagiere die Bestimmungen als notwendig für ein angenehmes Reiseerlebnis begrüßen, kritisieren andere die Eingriffe in die persönliche Freiheit. Vor allem die vagen Formulierungen in Bezug auf "unangemessene" Kleidung sorgen für Diskussionen. Ob die Regelungen in ihrer aktuellen Form Bestand haben werden oder zu weiteren Vorfällen führen, bleibt abzuwarten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hat sich bei seinem Besuch in Berlin eine Currywurst und eine Flasche Pils gegönnt. Die Berliner Spezialität aß der 45-Jährige zusammen mit Begleitern gleich im Stehen an einer Bude gegenüber dem Hotel Adlon.

Tui hat ein Ranking zu deutschen Freibädern vorgelegt, das auf Nutzerbewertungen basiert. Dabei wurden über 1.000 Anlagen anhand verschiedener Bewertungskriterien analysiert.

In Italien sind die Autobahnen teuer: Auch deutsche Urlauber kennen das. Jetzt soll es dort bei Staus infolge von Baustellen Geld zurück geben. Allerdings ist die Sache nicht einfach.

Ein Sorgerechtsstreit, der in einer Entführung endet: Seit fast einem Jahr beschäftigt der Fall Block das Landgericht Hamburg. Einer mutmaßlichen Täterin werfen Anwälte widersprüchliche Aussagen vor.

Im Buch «36 Boys. Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde» schildert der Journalist Paul Christoph Gäbler die Entstehung der Gang. Damals auch mit dabei: der heutige Sternekoch Tim Raue.

Johann Lafer hat sich erstmals selbst öffentlich zu seiner Krebserkrankung geäußert. Parallel berichten „Bild“ und „Bunte“ über Diagnose, Chemotherapie und den aktuellen Gesundheitszustand des Fernsehkochs.

Bei einem Streit in einer Bar in Lörrach hat ein Mann seine brennende Zigarette im Gesicht eines Barkeepers ausgedrückt und ihn dabei verletzt. Welche Rolle die anderen Gäste spielten.

Sommelier Mirko Rainer hat in Girlan bei Eppan einen neuen Weltrekord im Sabrieren aufgestellt. Innerhalb einer Minute öffnete er nach Angaben der Veranstalter 96 Sektflaschen mit einem Säbel.

Im Block-Prozess hat eine mutmaßliche Entführerin aus Israel als Zeugin geschildert, dass ihr Team bei der Rückholaktion an Silvester 2023/24 eine ganz andere Reaktion der Kinder erwartet habe.

Christina Block wusste von der geplanten Rückholaktion ihrer Kinder nach Deutschland - so hat es eine mutmaßliche Entführerin vor Gericht ausgesagt. Sie widerspricht damit der Angeklagten.