Streit um Alkoholausschank in Tennis-Club in nächster Runde

| War noch was…? War noch was…?

Der Streit um die Frage, ob in der Gaststätte eines Tennis-Clubs in Gießen Alkohol ausgeschenkt werden muss, beschäftigt an diesem Freitag das Oberlandesgericht Frankfurt (ab 9.30 Uhr). Der Club hat dem Betreiber der Vereinsgaststätte den Pachtvertrag fristlos gekündigt. Der Pächter bekam bei einem Termin vor dem Landgericht zuletzt aber Recht. Nun soll die nächste Instanz entscheiden. 

Der Pächter der Vereinsgaststätte des TC Rot-Weiß, Bayram Dalkilic, sagt, sein alkoholfreies Konzept sei dem Tennisverein bekannt gewesen. Im Pachtvertrag werde auf das Thema nicht eingegangen. Es sei auch über Alternativen gesprochen worden, etwa Getränkeautomaten auf dem Gelände aufzustellen. 

Das Ende Mai eröffnete Restaurant ist auf Gözleme spezialisiert, eine traditionelle anatolische Speise. Dalkilic sagt, er habe viel Geld in die Renovierung der Gaststätte gesteckt. Derzeit sei sie wegen Betriebsferien geschlossen. Der Streit belaste seine gesamte Familie, die auch über der Gaststätte wohne. «Wir hoffen, dass wir Recht bekommen», sagt Dalkilic mit Blick auf das juristische Verfahren. 

Club will Wahlfreiheit für Mitglieder

Clubpräsident Fred Ostermeyer erklärte auf Anfrage, das Gastrokonzept sei ohne Absprache geändert worden, dies sei Grund für die fristlose Kündigung des Vertrags. «Spieler und Gäste unseres Vereins sollen die Wahlfreiheit zwischen alkoholhaltigen und alkoholfreien Getränken haben. Das wurde dem Pächter-Ehepaar in Anwesenheit von Zeugen vor Vertragsunterzeichnung deutlich gemacht.» Weiter wolle sich der Verein nicht äußern.

Ob am Freitag tatsächlich bereits eine Entscheidung fällt, ist nach Angaben einer Sprecherin des Oberlandesgerichts unklar. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Etliche Menschen klagten in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Probleme. Zahlreiche Rettungskräfte rückten an. Mittlerweile ist die Ursache für die Beschwerden bekannt.

Für das Hotel Palace in Luzern war ein angebliches Verkaufsinserat über 275 Millionen Euro aufgetaucht. Das Hotelmanagement dementierte einen Verkauf und bezeichnet das Angebot als vollständig erfunden.

Warum für eine besondere Kelterei in Erfurt nun offiziell göttlicher Segen erbeten wurde – und das gleich auch noch auf ökumenischem Wege.

Berlin erreicht im internationalen Work from Anywhere Index der International Workplace Group den 30. Platz und ist damit die einzige deutsche Stadt in der Top 50. Bangkok führt das weltweite Ranking vor Tokio und Barcelona an.

In der Bamberger Altstadt ist ein Auto in ein Haus gekracht und hat dabei die Außenwand durchbrochen. Wie Augenzeugen vor Ort einer dpa-Reporterin schilderten, fuhr der Wagen zunächst durch den Außenbereich einer Gaststätte

Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.

Nach einem Polizeieinsatz in Leipzig ist Freibergs Oberbürgermeister abgetaucht. Auch eine Sondersitzung des Stadtrates bringt nicht mehr Klarheit. Das Rathaus ist im Krisenmodus.

Am Feiertag Nyepi steht die Urlaubsinsel still - auch für Touristen. Ein Mann aus der Schweiz ärgert sich im Internet über die Regeln. Dafür muss er nun ein Jahr ins Gefängnis.

In Deutschland kommen sie selten auf den Teller, in Frankreich gelten sie als Leckerbissen. Doch die Hitze hat auch den Schnecken zu schaffen gemacht. Drohen Engpässe beim Festtagsgericht?

Mehr als 30 Menschen klagen in einem Hotel in Weibersbrunn über Magen-Darm-Beschwerden. Die Rettungskräfte werden gerufen. Ins Krankenhaus muss am Ende aber niemand. Unklar ist noch die Ursache.