Streit um Hotelrechnungen – Jimi Blue Ochsenknecht per Gefangenentransport unterwegs

| War noch was…? War noch was…?

Nach Betrugsvorwürfen der österreichischen Justiz ist Schauspieler und Musiker Jimi Blue Ochsenknecht per Gefangenentransport durch Deutschland unterwegs. Er könne bestätigen, dass der Künstler in der Nacht zu Mittwoch in der JVA Hannover übernachtet habe, sagte ein Sprecher der Anstalt. Am Morgen sei der Transport mit einem Bus fortgesetzt worden. Mittags gab es nach Angaben des hessischen Justizministeriums einen Stopp in Kassel. 

«Herr Ochsenknecht hatte einen kurzen Aufenthalt mit Mittagessen in der JVA Kassel I und ist jetzt wieder unterwegs Richtung Süden», sagte der Sprecher des Justizministeriums in Wiesbaden der dpa. 

Gestartet war der Transport am Dienstag in Hamburg, wo Ochsenknecht vor zwei Wochen aufgrund eines von den österreichischen Behörden erwirkten europäischen Haftbefehls festgenommen worden war.

Diverse Knotenpunkte für den Transport

Nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums wird der Transport von Gefangenen in einer Vorschrift geregelt. Gefangene sollen demnach grundsätzlich in Sammeltransporten, also schweren Gefangenentransportwagen, reisen. Diese Fahrzeuge steuern verschiedene Anstalten im Bundesland an. Mehrere Knotenpunkte im Land sorgen zudem für eine bundesweite Vernetzung der Fahrstrecken.

Die Transporte werden nach den verfügbaren Routen geplant und durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen nennt das Ministerium keine Details zu den Reiserouten. Bei Auslandsüberstellungen, wie im Fall von Jimi Blue Ochsenknecht nach Österreich, fährt der Transport eine grenznahe Anstalt an. Dort organisieren die Behörden die Übergabe an das jeweilige Ausland.

Betrugsvorwurf wegen unbezahlter Hotelrechnungen

Gegen den 33 Jahre alten Ochsenknecht wird in Österreich wegen Betrugs ermittelt. Der Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht hatte Ende 2021 in einem Hotel in Tirol mehrere Tage lang einen Geburtstag gefeiert und soll die fast 14.000 Euro hohe Rechnung trotz mehrfacher Ermahnung, Ratenzahlungsangeboten und Gerichtsverhandlungen nicht gezahlt haben. 

Das Hanseatische Oberlandesgericht hatte am Montag die von der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg bewilligte Auslieferung des Schauspielers für zulässig erklärt. Nach früheren Informationen muss der Beschuldigte innerhalb von zehn Tagen ausgeliefert werden.

Der offene Betrag sei nach seiner Festnahme vor zwei Wochen innerhalb von einer Stunde von seiner Ex-Freundin und Mutter seiner Tochter überwiesen worden. Sie hatte laut dem 33-jährigen Schauspieler «ohne mit der Wimper zu zucken» Hilfe angeboten und den offenen Restbetrag überwiesen.

Internationaler Haftbefehl

Ochsenknecht war Ende Juni nach der Landung am Hamburger Flughafen vorläufig festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Gegen ihn lag ein internationaler Haftbefehl vor. «Ich hätte wissen müssen, wie ernst die Situation ist und ich hätte es niemals so weit kommen lassen. Das war falsch», schrieb er vergangene Woche auf Instagram.

Jimi Blue Ochsenknecht ist eines von drei Kindern des Schauspielers Uwe Ochsenknecht (69, «Der bewegte Mann» «Das Boot») und dem Model Natascha Ochsenknecht (60). Das Paar ist mittlerweile getrennt. Jimi Blues Geschwister sind Wilson Gonzalez (35) und Cheyenne Savannah (24). Einem breiten Fernsehpublikum ist die Familie aus «Die wilden Kerle» und der Reality-Doku «Diese Ochsenkechts» bekannt. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Händler sollen alte Rennpferde mit gefälschten Papieren als Schlachtpferde verkauft haben. In den Niederlanden soll das Pferdefleisch dann zu Snacks wie Fleischbällchen und Kroketten verarbeitet und über den Großhandel vertrieben worden sein.

Wenn ein Passagier an Bord randaliert oder schon vor dem Abheben auffällig ist, gibt es verschiedene Ansätze für die Crew. In seltenen Fällen werden aggressive Passagiere am Sitz fixiert - so ist es kürzlich auf einem American-Airlines-Flug passiert.

Man kennt das in München: Ein paar Tage nach dem Start des Oktoberfests füllen sich Arztpraxen mit hustenden und schniefenden Menschen. Ein kleiner Piks kann das Erkältungsrisiko lindern.e

In einem Gastronomiebetrieb in der Konstanzer Bahnhofstraße ist es zu einem Brand in der Lüftungsanlage und einem Anbau im Küchenbereich gekommen. Alle Personen konnten den Gastronomiebetrieb und die angrenzenden Gebäude unverletzt verlassen.

Der Streit um die Umgestaltung von Figuren auf dem Oktoberfest spitzt sich zu. Aus Protest gegen aus ihrer Sicht erfolgte „Zensurmaßnahmen“ will ein Teil der Schausteller den traditionellen Wiesn-Rundgang boykottieren. Die Stadt München bedauert die Absage.

René Dost ist als Influencer und «XXL-Schnitzelkönig» erfolgreich. Nun zieht Brandenburgs schrillster Gastronom in den «Big Brother»-Container ein. Wovor hat er Bedenken?

Die Ermittler suchen nach Spuren in dem zum Teil niedergebrannten Gebäude. Das leerstehende Hotel hatte immer wieder für Schlagzeilen wegen der «Reichsbürger»-Szene gesorgt.

Das Penck Hotel in Dresden veranstaltete am Samstag ein kostenloses Open-Air-Warm-up auf der Hotelterrasse anlässlich des Konzerts der Toten Hosen. Entgegen der ursprünglichen Planung kam die Band spontan selbst vorbei.

Wer in Amberg in der Oberpfalz mit dem Auto unterwegs ist, sollte aufpassen: Wegen ausgelaufenen Frittierfetts besteht nach Angaben der Polizei Rutschgefahr auf einer Straße. 

Ein Streit um den Alkoholausschank in einer Gießener Vereinsgaststätte beschäftigt die Justiz. Die Pächter wollen aus Konzeptgründen kein Bier und andere alkoholische Getränke servieren, der Tennisclub hat ihnen deshalb fristlos gekündigt. Nun soll ein Güterichter helfen. Grundsätzliche Fragen stellen sich: Gibt es ein Gewohnheitsrecht auf Alkohol?