Von 25 000 Käselaiben begraben - Molkereiinhaber kommt in Italien zu Tode

| War noch was…? War noch was…?

Der Inhaber einer Molkerei in der Nähe von Bergamo in Norditalien ist beim Einsturz der Lagerregale von rund 25 000 Käselaiben begraben worden und dabei ums Leben gekommen. Eine ganze Nacht lang versuchten die Rettungskräfte den über 70-Jährigen unter den Massen der jeweils 40 Kilogramm schweren Laibe des Hartkäses Grana Padano zu retten - nach einem zwölfstündigen Einsatz kam jedoch am Montagmorgen jede Hilfe zu spät, wie ein Sprecher der Feuerwehr Bergamo auf Anfrage bestätigte.

Der Mann war am Sonntagabend gegen 21 Uhr in der Lagerhalle seiner Molkerei in der Kleinstadt unweit von Mailand zugange, als eines der Metallregale, auf denen die großen Käselaibe zum Reifen lagen, einstürzte und einen Dominoeffekt auslöste. Innerhalb kurzer Zeit seien die gut gefüllten Regale, die bis zur hohen Decke der Halle reichten, hintereinander umgefallen und hätten den Mann begraben.

 

Die Feuerwehr konnte erst am Montagmorgen gegen 9 Uhr die Leiche bergen. Die Ursache für den Einsturz des ersten Regals ist bislang unklar - man geht jedoch von Materialermüdung oder einem technischen Fehler aus. Die genaue Todesursache werde nun geprüft, um zu klären, ob der Inhaber der Käsefabrik tatsächlich von einem oder mehreren Käselaiben erschlagen wurde, sagte der Feuerwehrsprecher weiter.

In dem Unternehmen werden nach eigenen Angaben täglich rund etwa 50 Laibe Grana Padano hergestellt, insgesamt über 15 000 Laibe pro Jahr.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Erfurt werden einem Medienbericht zufolge mehrere italienische Restaurants durchsucht. Ermittler schweigen zu den Hintergründen. Welche Rolle spielt die Mafia-Vermutung?

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder geht es auch immer wieder um die lange Vorgeschichte der Tat. Gab es schon 2022 einen Entführungsversuch? Dazu sagte nun ein Privatdetektiv aus.

Der FC Bayern München verbleibt vor dem Heimspiel gegen Paris Saint-Germain in seinem Stammhotel in Unterschleißheim. Der französische Meister weicht nach Medienberichten auf eine Unterkunft am Schwabinger Tor aus.

Blumen für Christina Block, dann beginnt wieder der Prozessalltag. Wie bewerten Verteidiger und Nebenklage die Aussage eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Kinder?

Nach der Befragung eines mutmaßlichen Fahrers bei der Entführung der Block-Kinder haben Verteidigung und Nebenklage diese Zeugenaussage ganz unterschiedlich bewertet. Es gebe zahlreiche Widersprüche, sagte der Anwalt der Angeklagten Christina Block.

Schlaftourismus boomt weltweit. Statt mit Action oder Sightseeing locken immer mehr Hotels mit erholsamen Nächten bis hin zu medizinischen Schlaf-Retreats. Je erholsamer die Nächte, desto schöner der Urlaub: Die Erfolgsformel ist simpel. Die Zielgruppe ist riesig.

Für unzählige Frauen in Ägypten sind Reisen allein völlig normal. Als eine Journalistin trotzdem kein Hotelzimmer allein buchen kann, zieht sie vor Gericht - und hat schließlich Erfolg.

Vom Handwerker-Ausweichquartier zu einem der berühmtesten Vergnügungsviertel der Welt: Die Hamburger Reeperbahn hat in 400 Jahren einiges an Wandel erlebt. Grund genug, sich dafür zu feiern.

Nach dem tödlichen Vorfall mit einer vergifteten Champagnerflasche hat das Landgericht Weiden den Angeklagten freigesprochen. Die Beweislage reichte der Strafkammer für eine Verurteilung nicht aus.

Unbekannte haben in München ein israelisches Restaurant angegriffen. Die Polizei verspricht nun eine Belohnung von 5.000 Euro für entscheidende Zeugenhinweise – und geht einer neuen Spur nach.