Wiesn-Plakat - Stadt weist Vorwurf von KI-Einsatz zurück

| War noch was…? War noch was…?

Noch mehr als sieben Monate sind es bis zur Wiesn - doch das Fest wirft seine Schatten voraus. Gerade hat die Stadt München das neue Oktoberfestmotiv vorgestellt und die künstlerische Qualität gefeiert, da wird spekuliert, der Künstler könnte die Darstellung - die das Fest in diesem Jahr weltweit bewerben soll - mit Hilfe von KI erstellt haben.

Mehrere Grafikerinnen und Grafiker hätten entsprechende Vorwürfe gegen den Künstler erhoben, schreiben unterschiedliche Medien. 

Entwürfe im KI-Check 

Das für das Fest zuständige Wirtschaftsreferat wies die Vorwürfe strikt zurück. Die Prüfung, ob KI-Bildgeneratoren zum Einsatz gekommen seien, sei abgeschlossen. «Die Untersuchung beinhaltete eine Fotodokumentation der einzelnen Arbeitsschritte, die offene Vektordatei, die verwendeten Bildbearbeitungsprogramme und einen intensiven Austausch mit dem Künstler», erläuterte das Referat. «Unabhängig voneinander sind drei externe und hausinterne Grafiker zu dem Schluss gekommen, dass sich keinerlei Hinweise auf den Einsatz von KI-Bildgeneratoren ergeben haben.»

Der Einsatz von KI ist bei dem Wettbewerb nicht erlaubt. 2024 war den Angaben zufolge ein entsprechender Passus in die Teilnahmebedingungen zum Motivwettbewerb Oktoberfest aufgenommen worden. Unter diesem Aspekt würden alle Einsendungen des Wettbewerbs von einem Grafik-Team überprüft. Ein eingesendetes Motiv sei tatsächlich disqualifiziert worden, weil sich ein Vorwurf der unerlaubten KI-Nutzung erhärtet hatte.

Stadt bedauert «Anfeindungen» gegen den Künstler 

Grafiker Florian Huber - der Sieger des diesjährigen Wettbewerbs - habe bereits 2021 den dritten Platz belegt und sei dieses Jahr beim Publikumsvoting auf Platz zwei gelandet. «Er hat sich während des Wettbewerbs und im Anschluss immer kooperativ und transparent gezeigt und wir bedauern sehr, dass er nun derartigen Anfeindungen im Netz ausgesetzt ist.» 

Das Motiv zeigt die üblichen Wiesn-Insignien: Riesenrad, Frauentürme, eine Tuba für die Blasmusik, eine Maß Bier und eine Breze - das alles in einem knallbunten Farbenrausch durcheinandergewirbelt. Der Festleiter und Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (SPD) hatte sich an den Stil von Lyonel Feininger erinnert gefühlt. Er lobte bei der Vorstellung vergangene Woche, der Künstler verbinde gekonnt Tradition und Moderne, lenke mit seiner leuchtenden Farbigkeit den Blick auf sich und wecke echte Emotionen beim Betrachter. 

(Mit Material der dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Es geht um versuchten Mord, versuchten Totschlag und Verstöße gegen das Waffengesetz: Vier Verdächtige sind in U-Haft, einer ist auf freiem Fuß. Die Ermittlungen führen nach Bayern und Niedersachsen.

Stoff, der verbindet – mit einem Hauch Nostalgie: Die Weihe einer DEHOGA-Fahne Bayern soll Zusammenhalt zeigen, wirkt aber ein klein wenig wie ein Gruß aus einer anderen Zeit. Kommentar von Marc Schnerr.

Sie gilt als eines der Wahrzeichen des Hamburger Hafens: Die «Cap San Diego». Der Anfang der 1960er-Jahre gebaute Stückgutfrachter ist ein maritimes Denkmal, das inzwischen auch als schwimmendes Hotel dient. An seinem Erhalt beteiligt sich der Bund.

Ein Mädchen wird aus dem Erlebnisbad Rulantica in Südbaden gelockt und missbraucht. Nun ist der Täter verurteilt worden. Zurück bleiben Albträume und viel Kritik am größten deutschen Freizeitpark.

Rechnungen erst mal nicht zu bezahlen, hat dem Schauspieler schon in Österreich Ärger vor Gericht eingehandelt. Jetzt ist in München ein Strafbefehl rechtskräftig geworden.

Der Trend zur Humanisierung erreicht den Napf: Das neue YouTube-Format „Dog’s Kitchen“ mit TV-Koch Mike Süsser beleuchtet die Parallelen zwischen moderner Gastronomie und hochwertiger Tiernahrung.

Wenige Hotels in Dubai sind so bekannt - und teuer - wie das Burj al Arab. Jetzt kommt es dort im Zuge der Eskalation in der Region zu einem Brand. Das Medienbüro spricht von einem «kleinen» Vorfall.

Entführte Kinder, verfeindete Ex-Ehepartner, angeklagte Promis und frühere Geheimdienstler: Viele Details im Fall Block klingen wie ein übertriebener Krimi. Wie geht der Hamburger Prozess nun weiter?

Ein Hotelgast hat beim Duschen einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Wegen der ausgiebigen und heißen Dusche rückten fünf Feuerwehrfahrzeuge und 28 Einsatzkräften an.

Sieben Streifenwagen, ein gestohlenes Taxi und ein Hotelgast auf der Flucht: Was die Polizei zu einer Verfolgungsfahrt zwischen Scharbeutz und Travemünde sagt.