Zu kleiner FKK-Bereich auf Kreuzfahrtschiff - Passagiere erhalten Geld zurück

| War noch was…? War noch was…?

Weil der FKK-Bereich auf einer Kreuzfahrt kleiner als angenommen ausfiel, kann ein Ehepaar einen Teil des Preises zurückfordern. Zu dieser Entscheidung ist das Landgericht Rostock im Rahmen einer Klage der beiden Dortmunder gekommen. Das Gericht sah einen Minderungsanspruch in Höhe von fünf Prozent gerechtfertigt. Die Weltreise mit der Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises kostete laut Gericht 68.600 Euro. Die Entscheidung ist bislang nicht rechtskräftig.

Die beiden buchten die Reise von November 2025 bis März 2026 den Angaben zufolge bereits im Februar 2024. «Als die Kläger buchten, verfügte das Schiff, auf dem die Reise stattfinden sollte, über einen großzügigen FKK-Bereich mit Whirlpool, Dusche und Sonnendach.» Gesonderte Angaben zum FKK-Bereich gab es demnach nicht. Das Paar habe sich an aktuellen Deckplänen orientiert. Dort habe man Lage und Größe des FKK-Bereichs des relevanten Schiffes gesehen, wie sie zum Buchungszeitraum auch tatsächlich waren.

Aida habe das Schiff anschließend allerdings umbauen lassen. Danach befand sich im bisherigen FKK-Bereich ein sogenanntes «Skydeck», das nur noch Passagiere mit gebuchter Suite hätten nutzen dürfen. Das war bei den Klägern nicht der Fall. Der allgemeine FKK-Bereich sei verlegt worden und fiel demnach deutlich kleiner aus und verfügte nicht mehr über Sonnendach, Dusche oder Whirlpool.

Paar forderte 15.000 Euro zurück

Das Paar forderte eine Minderung des Reisepreises um 15.000 Euro und monierte in diesem Zusammenhang auch noch andere Veränderungen. Das Gericht entschied nun: «Die Kläger seien bei ihrer Buchung zu der Annahme berechtigt gewesen, dass der FKK-Bereich so gelegen und bemessen ist, wie sie es den Deckplänen im Internet entnommen hatten.» Sie hätten sich darauf verlassen können, dass die Ausstattung im Wesentlichen dem entspricht, wie sie es zum Buchungszeitraum im Internet gesehen haben.

Es sei eine berechtigte Erwartung geweckt worden, die dann auch eingehalten werden müsse. Wenn es nach der Buchung zu erheblichen Beeinträchtigungen des Angebots komme, müsse der Reiseveranstalter darauf vor der Reise hinweisen.

15.000 Euro können die Kläger laut Gericht aber nicht zurückverlangen. «Der FKK-Bereich stelle nur eines von zahllosen Unterhaltungsangeboten einer Kreuzfahrt dar, seien es Angebote auf dem Schiff selbst oder in Form von Landausflügen», so die Begründung. Andere angeführte Mängel rechtfertigten keine höhere Minderung. 

Aida erklärte auf Anfrage: «Wir werden nach sorgfältiger Auswertung der Urteilsbegründung weitere rechtliche Schritte prüfen.» Zu offenen Verfahren äußere sich das Unternehmen nicht im Detail. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Was passiert, wenn man die bayerische Spezialität nachmittags genießt? Eine Ernährungsexpertin bringt Klarheit in den Mythos und erklärt auch, wie lange die Weißwurst frisch im Kühlschrank bleibt.

Die Gerichte auf Mallorca sind völlig überlastet. Das bekommen auch die acht Hobbykegler aus dem Münsterland zu spüren, die auf der Urlaubsinsel bereits seit 2022 der Brandstiftung beschuldigt werden.

Die Wiesn steht in den Startlöchern. Welche Temperaturen der Deutsche Wetterdienst zum Beginn des 191. Oktoberfests derzeit vorhersagt, verrät ein Meteorologe.

500 Euro sollte ein Tavernenbesitzer auf der griechischen Insel Syros zahlen, weil den Beamten der Fisch in seinem Kühlschrank zu frisch erschien, als dass die dazugehörige Rechnung stimmen könnte. Der Wirt ging dagegen vor.

An einer Bar in der Offenbacher Innenstadt hat es am frühen Morgen eine Explosion gegeben. Dabei gingen Schaufensterscheiben der Bar und eines gegenüberliegenden Cafés zu Bruch. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Händler sollen alte Rennpferde mit gefälschten Papieren als Schlachtpferde verkauft haben. In den Niederlanden soll das Pferdefleisch dann zu Snacks wie Fleischbällchen und Kroketten verarbeitet und über den Großhandel vertrieben worden sein.

Wenn ein Passagier an Bord randaliert oder schon vor dem Abheben auffällig ist, gibt es verschiedene Ansätze für die Crew. In seltenen Fällen werden aggressive Passagiere am Sitz fixiert - so ist es kürzlich auf einem American-Airlines-Flug passiert.

Man kennt das in München: Ein paar Tage nach dem Start des Oktoberfests füllen sich Arztpraxen mit hustenden und schniefenden Menschen. Ein kleiner Piks kann das Erkältungsrisiko lindern.e

In einem Gastronomiebetrieb in der Konstanzer Bahnhofstraße ist es zu einem Brand in der Lüftungsanlage und einem Anbau im Küchenbereich gekommen. Alle Personen konnten den Gastronomiebetrieb und die angrenzenden Gebäude unverletzt verlassen.

Der Streit um die Umgestaltung von Figuren auf dem Oktoberfest spitzt sich zu. Aus Protest gegen aus ihrer Sicht erfolgte „Zensurmaßnahmen“ will ein Teil der Schausteller den traditionellen Wiesn-Rundgang boykottieren. Die Stadt München bedauert die Absage.