Zahlen & Fakten

Zahlen & Fakten

Der Zoll zieht Bilanz: Im Jahr 2025 führt das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe die Statistik der eingeleiteten Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren an. Mit einer Gesamtschadenssumme von 675 Millionen Euro und neuen digitalen Befugnissen verschärft die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ihr Vorgehen gegen illegale Beschäftigungsstrukturen.

Nachdem viele Beschäftigte in der Corona-Pandemie dem Thüringer Gastgewerbe den Rücken gekehrt haben, hat die Branche die Lücken verstärkt mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt. Ihre Zahl ist um 63 Prozent gestiegen.

Die Frankfurter Mook Group kritisiert in einem Newsletter die wachsende Bürokratiebelastung in der Gastronomie. Das Unternehmen verweist auf Zahlen des DEHOGA und fordert einen Abbau regulatorischer Vorgaben.

Laut der aktuellen ifo Konjunkturumfrage sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen aus Beherbergung und Gastronomie wirtschaftlich bedroht. Als Belastungen nennen die Betriebe unter anderem schwache Nachfrage, steigende Kosten und Bürokratie.

Schlechte Laune beim Getränkeriesen Coca-Cola – das nasskalte Frühjahr sowie das schwierige wirtschaftliche Umfeld in vielen Ländern haben dem Unternehmen das Geschäft versaut. Vor allem in Europa lief es dabei schlecht. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um ganze drei Prozent auf 12,8 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn ging gar um vier Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar zurück. Sie seien „nicht zufrieden mit der Leistung“, machte auch Unternehmenschef Muhtar Kent deutlich.

Überraschung beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) – der Index der Konjunkturerwartungen für Deutschland ist im Juli überraschend gesunken. Der Index, der die Erwartungen von Analysten und Investoren widerspiegelt, ist auf 36,3 gefallen. Im Juni stand er noch bei 38,5. Ökonomen waren zuletzt noch von einem Anstieg auf 40 ausgegangen.

Das deutsche Gastgewerbe musste im Mai dieses Jahres deutliche Einbußen hinnehmen. Die Unternehmen setzten laut Statistischem Bundesamt nominal 1,7 Prozent und real 3,8 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Besonders das Beherbergungsgewerbe machte dabei Miese. Hier war der Umsatz nominal 4,8 Prozent und real 6,1 Prozent niedriger als im Mai 2012. Die Gastronomie verbuchte ein nominales Plus von 0,4 Prozent und ein reales Minus von 2,2 Prozent. Innerhalb der Gastronomie meldeten die Caterer nominal 1,6 Prozent mehr und real 0,2 Prozent weniger Umsatz.

Norddeutschland macht mobil gegen die Luftverkehrssteuer – wie aus einem bisher geheimen „Luftverkehrskonzept“ laut eines Berichtes der „Bild“ hervorginge, solle seit der Einführung allein der Hamburger Flughafen jährlich 200.000 Passagiere verloren haben. Ein Großteil der Passagiere sei stattdessen ab Dänemark geflogen, wäre auf andere Verkehrsmittel ausgewichen oder hätten ganz verzichtet. Die Norddeutschen forderten Berlin nun auf, kurzfristig ein Gesetz zur Abschaffung der Steuer vorzulegen. Solange sie bestünde, sollten die zusätzlichen Finanzmittel für Forschung im Bereich des Luftverkehrs verwendet werden.

Die Gewerkschaften in Deutschland streiten für den Mindestlohn. Schützenhilfe erhält die Arbeitnehmerlobby jetzt von unerwarteter Seite. Laut einer Forsa-Umfrage spricht sich auch die Mehrheit der deutschen Manager für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes aus.

Ab heute, 9.55 Uhr, arbeiten die Steuerzahler in Deutschland rein rechnerisch für ihr eigenes Portmonee. Bis zu diesem Zeitpunkt sind 51,6 Prozent des Volkseinkommens an den Fiskus und die sozialen Sicherungssysteme geflossen. Damit sei die Einkommensbelastungsquote zum Ende der aktuellen schwarz-gelben-Koalition genauso hoch wie zu Beginn der Regierungszeit, sagt der Steuerzahlerbund.

Die Deutschen shoppen wieder – wegen sinkender Arbeitslosigkeit und steigender Löhne sei die Kauflaune der Deutschen so gut wie seit fast sechs Jahren nicht mehr, so das Ergebnis des GfK-Konsumbarometers für Juli. Das Barometer kletterte um 0,3 Punkte auf nun 6,8. Auch die Konjunkturaussichten werden wieder besser beurteilt. Mit 1,1 Punkten liegt der Wert wieder deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von null Punkten.

Die Stimmung in Deutschland wird besser – der ifo-Geschäftsklimaindex kletterte von 105,7 Punkten auf 105,9, wie das Institut zu seiner Umfrage unter 7.000 Managern mitteilte. Es war bereits der zweite Anstieg in Folge. Die deutsche Konjunktur halte Kurs, so ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen.