Außengastronomie: Kurzinformation zur neuen Arbeitsstättenregel veröffentlicht

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Der Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat eine neue Arbeitsstättenregel (ASR) mit dem Titel „Arbeitsplätze in nicht allseits umschlossenen Arbeitsstätten und Arbeitsplätze im Freien“ herausgegeben. Diese ASR, genauer die ASR A5.1, wird von nun an für die Gastronomiebranche besonders in der Außengastronomie relevant sein, da sie den Arbeitsschutz bei Witterungseinflüssen wie UV-Strahlung regelt.

Praktische Umsetzung für Betriebe

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und weitere Arbeitgeberverbände hatten den ursprünglich weitreichenden Entwurf der ASR kritisiert, was zu einer Überarbeitung und Straffung des Regelwerks führte. Trotz dieser Anpassungen bleibt die ASR umfangreich.

Um eine einfache und praktikable Umsetzung für die Gastronomie zu gewährleisten, hat die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) auf Wunsch des DEHOGA eine separate Kurzinformation für Arbeitsplätze im Freien entwickelt. Diese soll Betrieben helfen, sich schnell und effizient an die neuen Vorgaben anzupassen. Die BGN wurde für diese „kurzfristige und pragmatische Umsetzung“ gelobt.

Was die ASR und Empfehlungen bedeuten

Die neue ASR A5.1 konkretisiert die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung und gibt Arbeitgebern konkrete Vorgaben, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Neben der ASR wurden auch zwei begleitende Empfehlungen zur Arbeit bei Hitze und Kälte veröffentlicht.

Wichtig ist der Unterschied zwischen diesen Dokumenten: Während die ASR eine sogenannte Vermutungswirkung auslöst, was bedeutet, dass bei Einhaltung der Regeln davon ausgegangen werden kann, dass die Anforderungen der Verordnung erfüllt sind, lösen die Empfehlungen diese Wirkung nicht aus.

Für Betriebe, die sich eingehender mit dem vollständigen Regelwerk beschäftigen möchten, stehen die neue ASR A5.1 sowie die Empfehlungen zu Hitze und Kälte zur Verfügung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Teilzeitquote in Deutschland klettert im zweiten Quartal 2026 auf einen neuen Rekordwert über 40 Prozent, während die Zahl der Vollzeitstellen insbesondere in der Industrie rückläufig ist.

Eine Krankschreibung bedeutet nicht gleich Hausarrest. Denn je nach Krankheit und geplanter Aktivität, können Arbeitnehmer mehr machen, als so mancher vermutet.

Vor wenigen Wochen hat die Deutsche Bahn ein bundesweites Alkoholkonsumverbot an allen Bahnhöfen in Deutschland angekündigt, am Dienstag beginnt die Umsetzung an vier weiteren Stationen.

Frankreich ist bekannt für seine Käsespezialitäten. Für die Herstellung typischer Sorten gelten teils strenge Regeln. Warum werden sie wegen der Dürre aufgeweicht?

 

Die Weinlese in Deutschland hat 2026 nach Einschätzung des Deutschen Weininstituts so früh begonnen wie noch nie seit Beginn der regelmäßigen Erfassung. Die Trauben seien zwar kleiner als üblich, dafür gesund und vielversprechend. Die Ernte könnte bereits im September abgeschlossen sein.

Wenn es ums Schlafengehen geht, sind die Deutschen wahre Meister der guten Vorsätze. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Die aktuelle Premier Inn Schlafstudie zeigt, wie es um die nächtlichen Gewohnheiten der Deutschen wirklich steht.

Das Landesarbeitsgericht Hamm sieht in einer Online-Krankschreibung ohne Arztgespräch einen gravierenden Vertrauensbruch. Welche Folgen das für Arbeitnehmer haben kann.

Das Statistische Bundesamt meldet für das zweite Quartal 2026 ein Reallohnplus von 1,5 Prozent. Während Geringverdienende und Auszubildende starke Zuwächse verzeichnen, gibt es branchenspezifische Unterschiede.

Süßwein gilt vielen als altmodisch und landet meist erst zum Dessert im Glas. Dabei passt er überraschend gut zu Käse, scharfen Gerichten oder moderner Küche. Sommeliers erklären, warum sich ein neuer Blick auf Eiswein, Tokaj und Co. lohnt.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August weiter vom Einbruch infolge des Iran-Kriegs erholt. Auch im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Der Ifo-Index stieg um 2,1 Punkte auf 88,8 Punkte.