Gastgewerbe erzielt im Mai als einzige Branche Umsatzplus

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Das Gastgewerbe hat sich im Mai 2026 im Vergleich zu anderen Teilen des deutschen Mittelstands erneut positiv entwickelt. Wie aus dem am 23. Juni 2026 veröffentlichten DATEV-Mittelstandsindex hervorgeht, stiegen die saison- und kalenderbereinigten Umsätze der Branche gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,0 Prozent. Damit war das Gastgewerbe die einzige der untersuchten Branchen mit einem Umsatzzuwachs.

Während die Umsätze im Gastgewerbe zulegten, verzeichneten andere Wirtschaftszweige Rückgänge. Im Handel lagen die Erlöse nach Angaben von DATEV 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, im Baugewerbe betrug das Minus 5,8 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe 4,2 Prozent.

Gastgewerbe hebt sich von der Entwicklung anderer Branchen ab

Nach Angaben von DATEV könnte ein zusätzlicher Feiertag im Vergleich zum Vorjahresmonat die Umsatzentwicklung im Gastgewerbe positiv beeinflusst haben. Die Branche bleibt damit auch in einem insgesamt schwachen Marktumfeld auf Wachstumskurs. Die saison- und kalenderbereinigten Umsätze des gesamten Mittelstands lagen im Mai dagegen 1,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Vorstandsvorsitzende der DATEV eG, Prof. Dr. Robert Mayr, erklärte: „Die inzwischen drei Jahre andauernde Umsatzschwäche im Mittelstand setzt sich fort. Während sich das Gastgewerbe im Mai weiterhin behauptet, liegen Handel, Baugewerbe und Verarbeitendes Gewerbe deutlich unter dem Vorjahresniveau.“

Löhne steigen im Gastgewerbe stärker als in anderen Branchen

Auch bei den Löhnen und Gehältern weist der Mittelstandsindex für das Gastgewerbe die stärkste Entwicklung unter den betrachteten Branchen aus. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Löhne und Gehälter in der Branche um 7,3 Prozent. Damit liegt das Gastgewerbe über dem Durchschnitt des Mittelstands, für den DATEV einen Anstieg von 4,4 Prozent ausweist.

Im Vergleich zum Vormonat gingen die Löhne und Gehälter im gesamten Mittelstand zwar um 0,4 Prozent zurück, im Jahresvergleich bleibt die Entwicklung jedoch positiv.

Beschäftigung im Mittelstand stagniert weitgehend

Zur Beschäftigungsentwicklung im Gastgewerbe enthält die aktuelle Veröffentlichung keine gesonderten Branchenwerte. Für den Mittelstand insgesamt berichtet DATEV von einer weitgehend stabilen Lage. Saison- und kalenderbereinigt ging die Beschäftigung sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahresmonat um jeweils 0,1 Prozent zurück.

Der DATEV-Mittelstandsindex basiert auf anonymisierten und aggregierten Daten aus Umsatzsteuervoranmeldungen von mehr als einer Million Unternehmen sowie auf Lohn- und Gehaltsabrechnungen von über acht Millionen Arbeitnehmern. Die Auswertungen werden seit September 2024 monatlich veröffentlicht.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Tag der Linkshänder macht auf die alltäglichen Hürden von Linkshändern in einer auf Rechtshänder ausgerichteten Welt aufmerksam. Besonders hoch sind die im Job. Diese Hilfen stehen Linkshändern zu

Die deutsche Hauptstadt hat mit Blick auf den Tourismus im ersten Halbjahr weiter an Anziehungskraft verloren, insbesondere bei Gästen aus dem Ausland. Bei Touristen aus Deutschland entwickelten sich die Zahlen hingegen positiv.

Illegale Tricks zur Umgehung des Mindestlohns haben Beschäftigte, Sozialkassen und den Fiskus nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds binnen zehn Jahren bis zu 64 Milliarden Euro gekostet.

Krankheit kommt meist überraschend - und immer dann, wenn man sie nicht brauchen kann. Damit die Kollegen in dem Fall übernehmen können, hilft es, wenn eine Übergabe stattfindet. Aber kann der Chef einfordern, dass man die vom Krankenbett aus macht?

Die bayerischen Beherbergungsbetriebe haben im ersten Halbjahr mehr Gäste empfangen. Allerdings können nicht alle Bereiche des Tourismus profitieren - Gasthöfe und Pensionen leiden. Regional geht es vor allem für Mittelfranken nach oben.

Angesichts jahrelanger Konjunkturflaute ist die Übernahmequote von Lehrlingen nach der Ausbildung in Betrieben gesunken. Eine besonders schlechte Quote weist etwa die Landwirtschaft auf.

Unter den jüngeren Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland steigt der Anteil der Erwerbstätigen. Besonders Selbstständige sind oft viele Stunden pro Woche aktiv.

In den USA nehmen Fälle der Magen-Darm-Erkrankung Cyclosporiasis kein Ende. Bereits Hunderte Krankenhausaufenthalte hat der Parasit verursacht. Im Verdacht steht ein unscheinbares Lebensmittel.

Die Zahl der Brauereien in Deutschland ist im Jahr 2025 auf 1.415 gesunken - ein Rückgang um 3,6 Prozent. Fast alle Bundesländer sind betroffen, Ausnahmen bilden Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Das OLG Hamburg hat eine Entscheidung zu anonymen Bewertungen rechtskräftig werden lassen. Arbeitgeber können unter bestimmten Voraussetzungen die Löschung einer Bewertung verlangen, wenn ein geschäftlicher Kontakt nicht überprüfbar ist.