Gastgewerbeumsatz in Mecklenburg-Vorpommern steigt im Januar

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Geschäfte im Januar schüren im Gastgewerbe Mecklenburg-Vorpommerns die Hoffnung auf wieder steigenden Umsätze. Wie aus Daten des Statistischen Landesamtes hervorgeht, verzeichnete die Branche im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 7,0 Prozent. Im gesamten Jahr 2024 hatte der Umsatz preisbereinigt um 1,2 Prozent unter dem Wert von 2023 gelegen. Die Daten sind vorläufig. Absolute Zahlen wurden nicht genannt. 

Der Umsatzzuwachs zu Jahresbeginn betraf alle Teilbereiche der für Mecklenburg-Vorpommern strukturbestimmenden Tourismuswirtschaft. Hotels und Pensionen im Land verbuchten einen Anstieg um 8,0 Prozent. In den Gaststätten langen die Umsätze der stichprobenhaften Erhebung der Statistiker zufolge um 4,8 Prozent über dem Wert von Januar 2024.

Hoffen auch auf Senkung der Mehrwertsteuer

Im gesamten vorigen Jahr hatten die Gastwirte noch einen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent verkraften müssen. Insbesondere in den besucherstarken Sommermonaten waren die Geschäfte schlechter gelaufen als im Jahr davor. Die Aussicht auf eine neuerliche Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent weckt zusätzliche Erwartungen, dass es wieder deutlich aufwärts geht. 

Der Trend rückläufiger Beschäftigtenzahlen hielt allerdings auch im Januar an. Laut Statistik waren zu Jahresbeginn 1,9 Prozent weniger Menschen im MV-Gastgewerbe tätig als ein Jahr zuvor. Nach Branchenangaben ist es immer schwieriger, Personal zu finden. 

Wieder mehr Gäste in MV

Nach Angaben des Statistischen Amtes in Schwerin verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern 2024 sowohl bei Gästeankünften als auch bei Übernachtungen die zweithöchsten Werte seit der Wiedervereinigung. Demnach reisten im Vorjahr 8,0 Millionen Gäste an und buchten 32,9 Millionen Übernachtungen. Nur im Rekordjahr 2019 hatten die Zahlen noch um knapp vier Prozent höher gelegen. Allerdings saß das Portemonnaie bei den Gästen offenkundig nicht mehr ganz so locker.

Laut Wirtschaftsministeriums verzeichnet die Tourismuswirtschaft im Land Bruttoumsätze von jährlich etwa sieben Milliarden Euro. Rund 160.000 Menschen finden in der Branche Arbeit. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Befragung der norisbank zum Reiseverhalten 2026 zeigt, dass die Deutschen ihre Urlaubsbudgets trotz steigender Preise präzise kalkulieren. Während das geplante Budget pro Person leicht steigt, setzt eine wachsende Zahl auf ein festes Limit.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 58.000 auf 2,95 Millionen gesunken und unterschreitet damit wieder die Marke von drei Millionen. Eine richtige Trendwende ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Mit einem Reformpaket will die Koalition die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen. Auch bei der Arbeitszeit will Schwarz-Rot ansetzen. Der DGB untermauert seine Ablehnung mit neuen Zahlen.

Im ersten Quartal 2026 stiegen die Reallöhne in Deutschland um 1,8 Prozent. Besonders bei geringverdienenden Vollzeitkräften und Auszubildenden gab es überdurchschnittliche Zuwächse.

Vertragsangebote per Messenger sind nicht ewig gültig: Selbst unter Freunden und selbst, wenn es um richtig viel Geld geht. Das zeigt ein aktuelles Urteil.

Was tun, wenn das Büro zur Sauna wird? Ab wann Arbeitgeber handeln müssen und welche Rechte Beschäftigte bei Hitze wirklich haben.

Am deutschen Arbeitsmarkt sind anteilig so viele Menschen in Teilzeit tätig wie noch nie zuvor. Für zwei ganz unterschiedliche Gruppen scheint die reduzierte Arbeitszeit besonders gut zu passen.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer senkt ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr deutlich. Erwartet wird nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 Prozent. DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov sprach von einer Doppelkrise.

Ob bei der Handwerkerrechnung, im Restaurant oder am Freibadkiosk: Fehler passieren. Mal wird zu viel berechnet, mal zu wenig. Für Betroffene stellt sich dann die Frage: Was tun? Müssen Sie auf den Fehler hinzuweisen?

Hafer, Soja, Mandel: Pflanzendrinks sind im Trend – und in der Diskussion. Sind sie tatsächlich gesünder als Kuhmilch, besser fürs Klima oder automatisch die richtige Wahl bei Allergien? Ein Faktencheck zeigt: Vieles ist pauschal falsch – manches stimmt weitgehend.