Ifo-Geschäftsklima trübt sich zum vierten Mal in Folge ein

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich vor dem Hintergrund des Handelskriegs zwischen China und den USA sowie einer abflauenden Weltwirtschaft im Juli weiter eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima fiel um 1,8 Punkte auf 95,7 Zähler, wie das Forschungsinstitut am Donnerstag in München mitteilte. Das ist der vierte Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers in Folge und der tiefste Stand seit April 2013. Analysten wurden vom Ausmaß des Stimmungsdämpfers überrascht. Sie hatten im Schnitt nur mit einem leichten Rückgang auf 97,2 Punkte gerechnet.

«Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindikator im freien Fall», kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Mit einer Besserung der Lage sei vorerst nicht zu rechnen, denn die Unternehmer blickten pessimistischer auf die kommenden sechs Monate.

Das Ifo-Geschäftsklima basiert auf der Befragung von etwa 9000 Unternehmen. Der Indikator gilt gemeinhin als verlässliche Schätzgröße für das künftige Wirtschaftswachstum in der größten Volkswirtschaft Europas. (dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rückholaktion für Deutsche läuft weiter

Die in der Coronakrise gestartete internationale Rückholaktion für Deutsche geht weiter. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte angekündigt, 30 bis 40 Maschinen bei Lufthansa, Condor und Tui zu chartern, um Deutsche zurückzuholen. Die Bundesregierung will dafür bis zu 50 Millionen Euro ausgeben.

4,8 Milliarden Euro Umsatzausfall bei Reiseveranstaltern und Reisebüros

Der Umsatzausfall bei den deutschen Reiseveranstaltern und Reisebüros summiert sich nach Hochrechnungen des Deutschen Reiseverbandes alleine bis Ende April auf mehr als 4,8 Milliarden Euro – und der Finanzbedarf wird weiter steigen, wenn die Krise weiter andauert.

Kurzarbeit bei Tui von April bis September

Bei Tui Deutschland sollen die Beschäftigten wegen der schwierigen Geschäftslage durch die Coronakrise für ein halbes Jahr in Kurzarbeit gehen. Die mit dem Management vereinbarte Regelung greift für die Zeit vom 1. April bis zum 30. September.

Interview: „Nach der Krise gibt es ein neues Gemeinschaftsgefühl“

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Mit am stärksten zu spüren bekommt das der Tourismussektor. Michael Oberhofer, Inhaber der Hotel-Marketing-Agentur  brandnamic Südtirol, spricht im Interview über die aktuelle Lage in der Destination und blickt in eine Zukunft mit „mehr Solidarität“.

HRS will umbuchen statt stornieren und „Upgrades“

HRS hat sich mit einem Schreiben an seine „Hotelpartner“ und an Hotelgäste gewandt und will erwirken, dass Übernachtungen nicht abgesagt, sondern auf einen späteren Zeitpunkt umgebucht werden. Um natürlich auch möglichst viele Provisionen zu sichern, wünscht das Unternehmen „Upgrades“ von den Hotels.

Leere Straßen in Berlins Party-Kiezen

Das rigorose Schließen der Berliner Restaurants am Mittwochabend und zuvor schon der Bars und Kneipen wegen der Coronavirus-Pandemie hat nach Einschätzung von Beobachtern deutliche Wirkung im Nachtleben gezeigt.

Payback: Corona hat starken Effekt auf Einkaufsverhalten

Die Corona-Pandemie hat nach einer Analyse des Bonussystems Payback starke Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten - und nicht nur beim rasant gestiegenen Absatz von Nudeln oder Klopapier. Kinderspielzeug, Tierbedarf, Sportkleidung, Büroartikel, Mode und Streaming-Angebot sind die Renner.

Corona: EZB legt Notkaufprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro auf

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Zentralbank ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt. Es soll dabei um Wertpapiere der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gehen.

Tirol wird wegen Corona-Krise komplett unter Quarantäne gestellt

Tirol wird ab Mitternacht wegen der Ausbreitung des Coronavirus komplett unter Quarantäne gestellt. Eine Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen – und dann nur zum nächstgelegenen Ort.

Erstes DJ-Set im Livestream der geschlossenen Berliner Clubs

Mit einem Set der Berliner DJane Jamiie haben die wegen des Coronavirus geschlossenen Clubs der Hauptstadt am Mittwochabend ihren Livestream von ihren teils weltbekannten Dancefloors eröffnet. Mit der Aktion #UnitedWeStream will die Clubszene um ihr Überleben kämpfen.