Ifo-Umfrage: Arbeitsmarkt stabilisiert sich

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Die Unternehmen in Deutschland treten beim Stellenabbau auf die Bremse. Das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts ist den dritten Monat in Folge gestiegen und liegt nun bei 95,1 Punkten. Zuletzt hatte es diesen Wert im August vergangenen Jahres erreicht. Höher lag es zum letzten Mal im Juli 2024.

«Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich», sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. «Eine echte Erholung ist aber noch nicht in Sicht», schränkt er ein. «In der Industrie und im Handel werden weiterhin Stellen abgebaut.»

Positiv sticht der Dienstleistungssektor hervor: Hier liegt der Saldo bei plus 0,7. Das bedeutet, dass der Anteil an Unternehmen, die Jobs aufbauen wollen, höher ist, als der Anteil der Unternehmen, die Jobs abbauen wollen. Zusätzliche Beschäftigte suchen laut Ifo Ingenieurbüros sowie Rechts- und Steuerberatungen und Wirtschaftsprüfer. Auch die Leiharbeitsfirmen schöpften wieder etwas Hoffnung.

Industrie sehr viel weniger schlecht als noch vor zwei Monaten

Auf dem Bau ist der Saldo mit minus 1,2 Punkten leicht negativ. Hier hat es zuletzt wenig Veränderung gegeben. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Saldo zwar mit minus 9,4 zwar klar negativ, noch vor zwei Monaten waren es aber minus 18,2. Besser als derzeit war der Wert für die Industrie zuletzt im März 2024. Einstellungen sind laut Ifo vor allem in der Nahrungsmittelindustrie sowie bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen vorgesehen.

Am schlechtesten fällt der Saldo mit minus 12,8 im Handel aus. Auch hier ist dies aber einer der besten Werte der letzten Jahre. 

Abgesehen vom stagnierenden Handel gab es in allen Bereichen leichte Verbesserungen. Dadurch ergibt sich auch für den Gesamtindex eine leichte Verbesserung um 0,3 Punkte. Der Stand von 95,1 wird dabei im Vergleich zum Jahr 2015 errechnet. Dessen Durchschnitt ist als 100 definiert. Die Schwelle von 100 hat darüber hinaus keine Bedeutung. (dpa)


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