Kaffeereport 2020: NRW trinkt am meisten

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Kaffee als „Glücklichmacher“? Über die Hälfte der Deutschen greift täglich zum Kaffee, wenn es ihnen schlecht geht. Nur 11,6 Prozent zu Süßigkeiten und 3,1 Prozent zu Alkohol. Das ergab die repräsentative Umfrage unter mehr als 5.000 Kaffeetrinkern in Deutschland, die Tchibo zusammen mit brand eins und Statista für den Tchibo Kaffeereport 2020 (PDF) durchgeführt hat.

Schwerpunkt ist in diesem Jahr "Kaffee und Verantwortung". Mehr als jeder Dritte in Deutschland (34,1 Prozent) trinkt täglich nachhaltigen Kaffee. Zusammen mit denen, die mehrmals pro Woche nachhaltig Kaffee trinken, sind es sogar über 48 Prozent.

Nicht ohne meinen Kaffee - NRW trinkt am meisten, Bayern am wenigsten

Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen und wird immer populärer: 89,1 Prozent trinken ihn täglich - das sind rund drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt werden 3,6 Tassen am Tag getrunken, bzw. 166 Liter pro Jahr und pro Kopf. Die Nordrhein-Westfalen trinken mit 4,1 Tassen am meisten Kaffee pro Tag, die Bayern mit 3,3 Tassen am Tag am wenigsten. Zur Zubereitung wird der Vollautomat dabei in Deutschland mit 80,4 Prozent am häufigsten benutzt.

Kaffee - und das gute Gewissen

Auch für Arbeitgeber ist Verantwortung ein Thema: 23 Prozent bieten ihren Angestellten nachhaltigen Kaffee an. Der Hauptgrund für den Verzicht von nachhaltigem Kaffee ist für die Konsumenten der Preis - 60,4 Prozent finden ihn zu teuer. Menschen mit Kindern im Haushalt trinken mehr nachhaltigen Kaffee: 41,7 Prozent trinken ihn täglich, nur 30,8 Prozent sind es, wenn keine Kinder im Haushalt leben.

Mehr Mehrwegbecher

Weniger Abfall: 64,8 Prozent der Deutschen finden, dass Mehrwegbecher eine gute Möglichkeit sind, um unnötigen Müll zu vermeiden. Fast die Hälfte, nämlich 43,6 Prozent, verzichtet daher aktiv auf Pappbecher für ihren Coffee-to-go. 28,9 Prozent nutzen sogar einen Mehrwegbecher. Die Verwendung von Mehrwegbechern ist seit 2018 um 53 Prozent gestiegen. Vor zwei Jahren waren das erst 18,9 Prozent.

Männer trinken mehr, Frauen lieber bei Freunden

Männer trinken deutlich mehr Kaffee als Frauen - nämlich 3,9 Tassen am Tag, Frauen hingegen 3,3 Tassen. Die haben beim Kaffeetrinken lieber Gesellschaft als Männer: 61,3 Prozent der Frauen genießen ihren Kaffee in der Regel bei Freunden oder Verwandten (Männer 48,9 Prozent).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Angesichts jahrelanger Konjunkturflaute ist die Übernahmequote von Lehrlingen nach der Ausbildung in Betrieben gesunken. Eine besonders schlechte Quote weist etwa die Landwirtschaft auf.

Unter den jüngeren Rentnerinnen und Rentnern in Deutschland steigt der Anteil der Erwerbstätigen. Besonders Selbstständige sind oft viele Stunden pro Woche aktiv.

In den USA nehmen Fälle der Magen-Darm-Erkrankung Cyclosporiasis kein Ende. Bereits Hunderte Krankenhausaufenthalte hat der Parasit verursacht. Im Verdacht steht ein unscheinbares Lebensmittel.

Die Zahl der Brauereien in Deutschland ist im Jahr 2025 auf 1.415 gesunken - ein Rückgang um 3,6 Prozent. Fast alle Bundesländer sind betroffen, Ausnahmen bilden Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Das OLG Hamburg hat eine Entscheidung zu anonymen Bewertungen rechtskräftig werden lassen. Arbeitgeber können unter bestimmten Voraussetzungen die Löschung einer Bewertung verlangen, wenn ein geschäftlicher Kontakt nicht überprüfbar ist.

Ab dem 27. September 2026 gelten strengere Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Der große Tageskarte-Check zeigt, welche Formulierungen, Werbemittel und Kommunikationskanäle Hotels und Restaurants jetzt überprüfen sollten – von der Website bis zur Speisekarte. Tipps von der Tageskarte-Redaktion.

Ab dem 27. September 2026 gelten strengere Regeln gegen Greenwashing. Die neue EmpCo-Richtlinie verpflichtet Hotels, Restaurants und andere touristische Betriebe dazu, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen konkret zu belegen – von der Website bis zur Speisekarte.

Wer in einem befristeten Arbeitsverhältnis ist, kann nicht immer einfach kündigen. Es gibt klare Richtlinien, die zu beachten sind.

Das Checken von E-Mails oder die schnelle Teilnahme an einem Online-Meeting sind für viele auch im Urlaub nicht ungewöhnlich. Doch ist das auch gut - für Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

Während der Hitzewelle Ende Juni 2026 stieg der Absatz von Wasser, Speiseeis und Erfrischungsgetränken deutlich an. Das Statistische Bundesamt meldet für mehrere Warengruppen die höchsten Verkaufszahlen seit Anfang 2023. Der Absatz von alkoholfreiem Bier lag 38 Prozent über dem Vergleichswert.