KI spart deutschen Arbeitnehmern durchschnittlich eine Stunde pro Tag

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Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) spart deutschen Arbeitnehmenden durchschnittlich 64 Minuten pro Tag. Die Umfrage deutet darauf hin, dass diese gewonnene Zeit für eine höhere Wertschöpfung genutzt wird. In Deutschland nutzen fast ein Drittel der Beschäftigten (31 Prozent) diese gewonnene Zeit für kreativere Arbeiten, respektive 32 Prozent, um eine sorgfältigere und höhere Qualität der Arbeit zu gewährleisten und um strategischer zu arbeiten (28 Prozent).

Diese Zeitersparnisse sind branchenübergreifend zu beobachten. Auf globaler Ebene gaben Arbeitnehmende in den Bereichen Energie, Versorgungsunternehmen und Umwelttechnologien die höchste Zeitersparnis mit 75 Minuten pro Tag an, während der niedrigste Wert – im Bereich Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung – bei 52 Minuten pro Tag lag. Arbeitnehmende im Technologiesektor sparten durchschnittlich 66 Minuten pro Tag, in der Finanzbranche 57 Minuten und im verarbeitenden Gewerbe 62 Minuten pro Tag.

36 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden haben eine Schulung zur Anwendung von KI am Arbeitsplatz abgeschlossen. Davon ist der Anteil der Studienteilnehmenden, die eine gezielte Schulung mit dem Fokus auf ethische oder vertrauenswürdige Anwendung von KI absolviert haben und diesen in ihrer Arbeit auch anwenden, in Deutschland mit 83Prozent besonders hoch.

Peter Blersch, Country President der Adecco Group Germany, sagt dazu:

 „Wir beschäftigen uns in der fünften Edition der Studie ausführlich mit den Auswirkungen von KI auf eine Arbeitswelt im Umbruch. Die groß angelegte Studie zeigt einen echten Produktivitätsgewinn durch die Verwendung von KI, der auf eine höhere Wertschöpfung einzahlt. Ich rate Unternehmen, ihre Mitarbeitenden durch aktive Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten auf diesem Weg zu unterstützen und so die gesamte Belegschaft gezielt auf dem Weg Richtung Zukunft zu begleiten.“

Arbeitswelt im Umbruch: KI erfordert gezielte innerbetriebliche Mobilität und Weiterbildung

Laut Studie gelten 13 Prozent der befragten Arbeitnehmenden als “zukunftsfit”, womit Deutschland über dem globalen Durchschnitt liegt. Zukunftsfitte Mitarbeitende sind anpassungsfähig, nehmen neue Technologien an und verfügen über ein vielseitiges Qualifikationsprofil. Sie sind in der Lage, sich in einem unsicheren Arbeitsumfeld zurechtzufinden und Karrierechancen zu maximieren, sobald sie sich ergeben.

Eine ausgewählte Gruppe leistungsstarker Mitarbeitender übertrifft ihre Arbeitskolleg:innen, was durch Unterstützungsmaßnahmen ihrer Arbeitgeber begleitet wird. Um diesen Teil der Belegschaft zu vergrößern und zukünftige Führungskräfte zu entwickeln, müssen Unternehmen der kontinuierlichen Verbesserung von Fähigkeiten Priorität einräumen. Gemäß der Adecco Group-Umfrageergebnisse werden global 11 Prozent der Belegschaft als zukunftsfähig eingestuft, dabei liegen die deutschen Arbeitnehmenden mit 13 Prozent „zukunftsfitten” Angestellten über dem weltweiten Durchschnitt und somit unter den „Top Ten“.

Beschäftigungsfähigkeit fördern

Arbeitnehmende machen sich zunehmend Sorgen über eine ungewisse Zukunft, wobei für sie wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Arbeitsplatzsicherheit oberste Priorität haben. Zwar entscheiden sich immer mehr Arbeitnehmende dafür, bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber zu bleiben. Gleichzeitig wurden die Auswirkungen von KI auf die Arbeitsplatzstabilität im vergangenen Jahr aber weitgehend unterschätzt: In Deutschland geben 13 Prozent der Arbeitnehmenden an, ihren Arbeitsplatz aufgrund von KI verloren zu haben. Der Anteil liegt damit im globalen Durchschnitt.

Doch der Blick auf die disruptiven Auswirkungen von KI wird ausgewogener, wenn weitere Aspekte betrachtet werden. So stimmen 59 Prozent (Deutschland) bzw. 51 Prozent (global) der Arbeitnehmenden der Aussage zu, dass KI-Fähigkeiten ihre beruflichen Chancen erweitern, und 57 Prozent (bzw. 46 Prozent) sind der Meinung, dass KI ihnen mehr Möglichkeiten bietet, neue Fähigkeiten zu erlernen und beruflich voranzukommen.


 

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