Nebenjobs: Viele Mitarbeiter verlassen Gastronomie

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Wer nebenbei etwas Geld verdienen möchte, der sucht vor allem nach einem Neben- oder 450€-Job, bei dem es einen besonders hohen Durchschnittsstundenlohn gibt. Aber wo verdient man neben dem Studium oder Hauptberuf am meisten Geld? Dieser Frage ist Zenjob in ihrem Jobspiegel 2022 auf den Grund gegangen und hat die bestbezahlten Nebenjobs gefunden.

Für die Analyse wurden über 450.000 Jobangebote aus dem Jahr 2021 aus ganz Deutschland ausgewertet. Bedingt durch die Pandemie kam es dabei zu einigen Überraschungen im Vergleich zu den Vorjahren.

Impfhelfer und Bürokrafte verdienen am meisten

Mit einem Durchschnittsstundenlohn von 14,70 Euro verdienen Jobber als Impfhelfer deutschlandweit am besten. Die systemrelevante Tätigkeit zählte im Zuge der Pandemie als eine der wichtigsten Einnahmequellen für Nebenjobbende. Im Vergleich zum Jahr 2020 ist der Verdienst sogar noch einmal um 16 Prozent gestiegen.

Auf dem zweiten Platz folgen Bürojobs mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 13,28 Euro. Kuriere stehen dicht gefolgt auf dem dritten Platz. Der oft benötigte Führerschein stellt eine besondere Zusatzqualifikation dar, die sich positiv auf den Verdienst auswirkt. Kuriere verdienen im Schnitt 13,20 Euro pro Stunde. 

Kellner auf dem vierten Platz

Kellner bzw. Servicekräfte befinden sich mit einem Durchschnittsstundenlohn von 12,90 Euro auf dem vierten Platz. Viele festangestellte Servicekräfte haben die Branche gewechselt. Dieser Mangel führte zu einer entsprechend großen Nachfrage an Servicekräften, die sich bei der Bezahlung von Nebenjobbenden deutlich bemerkbar macht.

Hier gab es die größten Änderungen beim Verdienst

Im Vergleich zum Jahr 2019 rutschte die Tätigkeit als Kurier vom ersten auf den dritten Platz. Am Durchschnittsstundenlohn hat sich jedoch nicht viel geändert: Er verringerte sich lediglich um durchschnittlich 38 Cent von 13,58 Euro auf 13,20 Euro. 

Am meisten zugelegt hat der Verdienst als Messehelfer: Diese bekommen 19 Prozent mehr als im Jahr 2019. Auch Barkeeper und Küchenhilfen können sich über ein Plus von 12 Prozent freuen.

Große Gehaltsunterschiede im Städtevergleich

Und wo verdient man am meisten? Wer nebenbei schnell Geld verdienen möchte, sollte vor allem in kleineren Städten jobben. So liegt der Durchschnittsstundenlohn in Aschaffenburg, Potsdam, Wiesbaden, Halle, Erfurt und Bochum 24 Cent höher als in größeren Städten wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln. Als Hostess/Promoter und Servicekraft ist dieser Unterschied sogar noch deutlicher. In diesen Nebenjobs gibt es knapp 65 Cent mehr pro Stunde als in Großstädten.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Für einen Liter Benzin musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer im April fünf Minuten arbeiten. Der Ölpreisanstieg durch den Iran-Krieg ist aber weniger heftig als nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs.

Bei den Firmenpleiten in Deutschland zeichnet sich aktuell keine Entspannung ab: Neue Höchstwerte gab es im April in den Bereichen Hotel und Gastronomie sowie Grundstücks- und Wohnungswesen.

Nur noch dies und das erledigen, immer ansprechbar sein und dann auch noch Meetings: Viele Menschen leiden unter zermürbendem Stress im Job. Leider lässt sich der nicht immer vermeiden. Aber: Mit ein paar einfachen Strategien lässt er sich besser managen.

Meta nutzt öffentliche Beiträge auf Facebook und Instagram, um seine KI zu schulen. Was Sie verhindern können, was dabei wichtig ist - und wie es mit WhatsApp aussieht.

Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag – im Mai stehen einige Feiertage an. Doch gerade bei Minijobbern, die nicht an jedem Tag der Woche arbeiten, kann das Fragen zu den Themen Gehalt und Arbeitszeiten aufwerfen. Was gilt?

Eine Umfrage unter Personalentscheidern zeigt, dass viele Unternehmen weiterhin auf Anwesenheitspflichten setzen. Gleichzeitig nennen Befragte konkrete Faktoren, die die freiwillige Rückkehr ins Büro beeinflussen.

Die Arbeitskosten im Gastgewerbe in Deutschland sind bis zum Jahr 2025 auf 27,40 Euro je Arbeitsstunde gestiegen. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Im Jahr 2020 hatten die Kosten noch bei 20,90 Euro gelegen. Daraus ergibt sich ein Anstieg um 31,1 Prozent innerhalb von fünf Jahren.

Wegen der weltweiten Krisen wollen die Unternehmen in Deutschland nach Angaben des Ifo-Instituts mehr Stellen abbauen. Das entsprechende Beschäftigungsbarometer sank im März um mehr als zwei Punkte auf den niedrigsten Wert seit fast sechs Jahren.

Deutschland zählt zu den Ländern mit den höchsten Arbeitskosten in der EU. Im vergangenen Jahr verteuerte sich die Arbeitsstunde weiter. Wie steht Deutschland im Vergleich zu seinen Nachbarn da?

Bungalow oder Einfamilienhaus mit Obergeschoss? Diese Grundsatzentscheidung prägt Raumaufteilung, Grundstücksnutzung und Wohnkomfort über Jahre. Beide Bauformen haben klare Vorteile – doch sie unterscheiden sich stark in Platzbedarf und Alltagstauglichkeit. Dieser Ratgeber zeigt, welche Lösung zu welcher Lebensphase passt und hilft, 2026 die richtige Wahl zu treffen.