Niemals gut genug? - Warum Streben nach Perfektion im Job oft keine Lösung ist

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Wer immer versucht, Fehler zu vermeiden, kann wenig dazu lernen. Und wenn Menschen im Job das Gefühl haben, sie oder ihre Arbeit sind nicht genug, ist dies kontraproduktiv. Denn Perfektionismus im Beruf kann bremsen. Die Gefahr bei zu hohen Zielen besteht darin, «an den eigenen Ansprüchen zu scheitern», schreibt Karriereberaterin Ragnhild Struss in einem Blog-Beitrag im Karrierenetzwerk Xing.

Nicht alles auf einmal wollen

Man verhindere damit selbst, zufrieden mit sich und der eigenen Leistung zu sein, so Struss. Daher rät sie: Realistische Ansprüche entwickeln. Wer beispielsweise einen Text schreibt, sollte nicht die Vorstellung haben, darin alle Aspekte eines Themas abzubilden.

Insgesamt sei Perfektionismus aber nichts Schlechtes: In gesunder Ausprägung könne er bewirken, «dass jemand leistungsorientiert ist und sein Bestes gibt, um ein Ziel zu erreichen», so Struss.

Stolz und zufrieden sein

Fleiß, Disziplin und harte Arbeit seien für Perfektionisten häufig selbstverständlich - «was zur Folge haben kann, dass die Resultate tatsächlich sehr hohe Standards erfüllen» - und letztlich zu beruflichen und privaten Erfolgen führen kann.

Wichtig ist nur, dass man eine Balance findet - also dass man seine Erfolge auch selbst wahrnimmt, und mit seiner Arbeit und sich selbst insgesamt zufrieden ist. Und nicht nur nach Fehlern sucht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Leben ist zunehmend stressig - davon sind viele Menschen überzeugt. Und nicht nur der Stress wächst, sondern laut Daten einer Krankenkasse auch die Zahl der Fehltage wegen der Diagnose Burnout.

Die Österreichische Hotelvereinigung hat die größte Praktikums-Umfrage der Branche durchgeführt. Mehr als 1.200 Schüler nahmen an der Befragung teil, die bereits zum vierten Mal stattfand. Die Ergebnisse für das Jahr 2025 zeigen gute Bewertungen für die Praktikumsbetriebe. Optimierungspotenzial sehen die Schüler bei Kommunikation und Dienstzeiten.

Die Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in den Kategorien Hotellerie und Gastronomie zeigen, wie ökologische und soziale Verantwortung in der Praxis umgesetzt werden kann. Das Hotel Luise in Erlangen und die Obermühle Görlitz werden für ihren Einsatz für Kreislaufwirtschaft, faire Arbeitsbedingungen und regionale, umweltschonende Konzepte gewürdigt.

Die Krise in der Wirtschaft hinterlässt deutliche Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ist in diesem Jahr auf rund 476.000 zurückgegangen, ist war der zweite Rückgang in Folge.

Die Bereitschaft von Fachkräften in Deutschland, während der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels für dienstliche Anfragen erreichbar zu sein, hat einen neuen Tiefstand erreicht. Insgesamt haben 71 Prozent der Berufstätigen über die Feiertage Urlaub.

Die wirtschaftspolitischen Verwerfungen treffen die Unternehmen in Deutschland weiter hart. Bonitäts-Schlusslicht bleibt das Gastgewerbe. Auch wenn sich die Lage seit Corona leicht gebessert hat, bleibt die Kreditwürdigkeit bei Gastronomen deutlich eingeschränkt.

Das kommende Jahr 2026 bringt für Unternehmen in Deutschland im Durchschnitt 2,4 Arbeitstage mehr als das laufende Jahr 2025. Dies teilt das Statistische Bundesamt mit. Bundesweit wird die durchschnittliche Zahl der Arbeitstage 250,5 erreichen.

Neue Studienergebnisse zeigen einen deutlichen Wandel im Trinkgeldverhalten der Deutschen. Während es im Restaurant stabil bleibt, sinkt die Bereitschaft in anderen Dienstleistungsbereichen massiv.

Deutschland zählt so viele Firmenpleiten wie seit 2014 nicht - und trotz Konjunkturhoffnungen gibt es keine Entwarnung für das kommende Jahr. Die zahlenmäßig meisten Insolvenzen entfielen auf das Dienstleistungsgewerbe.

Die Zuversicht der Verbraucher in Deutschland bezüglich ihrer eigenen finanziellen Lage stagniert. Das aktuelle Postbank Stimmungsbarometer beleuchtet die Hauptsorgen der Bevölkerung und zeigt auf, wie die gestiegenen Kosten die Spar- und Konsumpläne beeinflussen.