Stimmung im norddeutschen Gastgewerbe hat sich gebessert

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Die Stimmung im norddeutschen Gastgewerbe hat sich einer Befragung der IHK Nord zufolge gebessert. Die Reisewirtschaft berichtet dagegen von einer verschlechterten Lage, wie aus dem Konjunkturreport Tourismuswirtschaft der IHK Nord aus Hamburg hervorgeht. 

Der Geschäftsklimaindex zum Gastgewerbe stieg innerhalb eines Jahres - auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 200 (sehr gut) - von 83 auf 99 Punkte. Um den Report zu erstellen, haben die Kammern den Angaben nach mehr als 500 Betriebe befragt. Die Unternehmen bewerteten etwa die Geschäftslage zum Herbst 2025 und die Erwartungen an die nächste Saison.

Zu den Gründen der Entwicklung im Gastgewerbe, das etwa Hotels und Restaurants umfasst, machte die IHK Nord keine näheren Angaben. Der Vorsitzende der IHK Nord, André Grobien, forderte die Politik in der Mitteilung unter anderem auf, Arbeitszeiten zu flexibilisieren. 

Grobien: Wirtschaftliche Lage schlägt sich nieder

Der Geschäftsklimaindex zur Reisewirtschaft fiel bis zum Herbst 2025 von 108,7 auf 102,4 Punkte. Gastgewerbe und Reisewirtschaft näherten sich in der Bewertung des Geschäftsklimas folglich an. «Die gesamtwirtschaftliche Lage schlägt sich spürbar auf das Kaufverhalten nieder – das merken Reisebüros und -veranstalter zunehmend», sagte Grobien in der Mitteilung. 

Zu der IHK Nord gehören 13 Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Kammern befragten die Betriebe zwischen dem 29. September und dem 15. Oktober, wie eine Sprecherin der IHK Nord sagte. 

Der Bundesrat in Berlin hatte am 19. Dezember, also nach der Befragung, wie erwartet das Steueränderungsgesetz beschlossen. Es beinhaltet etwa die Senkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie auf Speisen von 19 auf 7 Prozent. Die Absenkung der Steuer ist zum Jahreswechsel wirksam geworden. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Negative Bewertungen, virale Videos oder öffentliche Konflikte können für Hotels innerhalb weniger Stunden zu einem erheblichen Reputationsrisiko werden. Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat deshalb ein Krisenhandbuch für den Umgang mit Social-Media-Krisen sowie eine Social-Media-Charta für Mitarbeitende veröffentlicht.

Kopfschmerzen, Erschöpfung, Erkältung: Viele erleben Krankheitssymptome ausgerechnet kurz nach dem Urlaubsstart. Was dahintersteckt und wie sich Leisure Sickness vermeiden lässt.

Eine digitale Karte zeigt, wo sich aktuell Schatten befindet und wie sich dieser im Tagesverlauf verändert. Die Anwendung kann unter anderem bei der Planung von Restaurantbesuchen, Ausflügen und Stadtbesichtigungen an heißen Tagen helfen.

Während Branche und Politik über die Zukunft der Minijobs diskutiert, zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, welche Bedeutung die geringfügige Beschäftigung für das Gastgewerbe hat. Im April 2026 lag die Zahl der Minijobber in der Branche 7,6 Prozent über dem Vorkrisenniveau von 2019.

Das Angebot trockener Weine aus deutschen Kellern nimmt weiter zu. Wie das Deutsche Weininstitut mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 53 Prozent aller deutschen Qualitäts- und Prädikatsweine in der trockenen Geschmacksrichtung angeboten.

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist im zweiten Quartal 2026 auf den höchsten Stand seit 21 Jahren gestiegen. Das IWH registriert neue Höchstwerte in zahlreichen Branchen – darunter auch im Gastgewerbe.

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im zweiten Quartal weiter gestiegen und hat den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Eine Umfrage der Meininger Hotels beleuchtet die Sicherheitsbedenken alleinreisender Frauen. Während deutsche Urlauberinnen im Ländervergleich am häufigsten solo verreisen, bleibt die Sorge vor unsicheren Situationen in der Nacht im öffentlichen Raum die größte Barriere.

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist gegen die von der Koalition geplante Ausweitung der sachgrundlosen Befristung bei Einstellungen. In einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnen die Reform insgesamt 54 Prozent ab, 26 Prozent befürworten sie.

Eine Umfrage belegt, dass jeder dritte Deutsche nur unzureichende Kenntnisse über Gebühren bei Auslandszahlungen besitzt. Besonders ältere Personen und Verbraucher mit geringerem Einkommen zeigen sich verunsichert.