Teig trifft Füllung: Verschiedene Länder, verschiedene Namen

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Jede Region hat ihre eigenen Varianten: Teigtaschen haben die Welt erobert. Doch nicht immer ist klar, was sich hinter den Namen verbirgt. Ein kleiner Überblick: 

Jiaozi (China): Die halbmondförmigen Päckchen sind meist mit Schweinefleisch, Kohl, Knoblauch und Ingwer gefüllt und werden entweder gekocht, gedämpft oder gebraten.

Wan-Tan (China): Sehr dünner, zarter Teig, dessen klassische Füllung aus Schweinefleisch, Garnelen, Bambus oder Shiitake-Pilz besteht. Typisch wird er in Brühe (Wan-Tan-Suppe) serviert oder knusprig frittiert mit Dip.

Baozi (China): Gefüllte Hefeteigtaschen, die vorwiegend gedämpft werden wie Char Siu Bao mit karamellisiertem Schweinefleisch.

Mandu (Korea): Ähnlich wie Jiaozi können sie gedämpft (Jjin-mandu), gekocht (Mul-mandu) oder frittiert (Gun-mandu) werden. Gefüllt oft mit Schweinehack oder Tofu, Kimchi und Glasnudeln.

Gyoza (Japan): Ähnlich wie Jiaozi, aber dünnerer Teig und kleiner in der Form, überwiegend gebraten und dann kurz gedämpft, sehr knusprig.

Momos (Indien): Dünner Weizenteig mit vegetarischer Füllung oder mit Huhn oder Lamm. Die Tasche wird gedämpft oder frittiert und ist in Nordindien ein Streetfood-Star.

Chikali (Georgien): Sie sehen aus wie kleine Beutel. Auf einen ausgestochenen Teigkreis wird die Füllung gesetzt, die Teigenden werden oberhalb der Füllung leicht zusammengedreht.

Koldūnai (Litauen): Die halbkreisförmigen Nudelteigtaschen gelten in Litauen als Leibspeise und werden zu Weihnachten mit Pilzen gefüllt.

Pierogi (Polen): Sie sind einer der beliebtesten polnischen Gerichte. Mit einer Masse aus Kartoffeln, Frischkäse, Kräutern und Gewürzen gefüllt, schmeckt dazu Sauerrahm, zerlassene Butter und Krautsalat.

Ravioli (Italien): Der Name ist dort seit dem 11. Jahrhundert belegt. Anfangs waren es keine gefüllten Teigtaschen, sondern eher kleine Klöße. Später wurden die gefüllten Nudeln immer beliebter. Jede Region kennt ihre Varianten in Formen und Namen wie rechteckige Agnolotti aus dem Piemont, Cappeletti in Hutform aus der Emilia-Romagna oder dreieckige Pansotti aus Ligurien.

Schlutzkrapfen (Österreich, Südtirol/Italien): Gericht der bäuerlichen Küche Tirols, gefüllt mit Kalb- oder Rindfleisch oder Kartoffeln. In Südtirol besteht das Innenleben meist aus Spinat, Topfen und Graukäse, bisweilen auch Roter Bete. Serviert wird mit flüssiger Butter und Parmesan. (dpa)

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