Was Jobsuchende von der Bewerbung abhält

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Seit Jahren boomt die Fachkräftenachfrage in Deutschland. Unternehmen versuchen daher verstärkt, mit Online-Stellenausschreibungen die Aufmerksamkeit der Fachkräfte zu gewinnen. Dass bereits die Art und Aufbereitung einer Ausschreibung maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen eine Bewerbung nehmen, zeigt eine neue Studie der Online-Jobplattform StepStone. Im Rahmen einer Umfrage wurden 30.000 Fach- und Führungskräften detailliert zu ihrem Jobsuchverhalten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich vor allem drei Faktoren auf die Bewerbungsabsichten von Jobsuchenden auswirken.

Die Informationen in der Stellenausschreibung sind unglaubwürdig

Die Studie zeigt, dass Jobsuchende allgemeinen und austauschbaren Formulierungen oft keinen Glauben schenken. Mehr als die Hälfte der Befragten hält typische Floskeln wie „Bei uns bekommen Sie die Vorteile eines Großkonzerns und den Unternehmergeist eines Start-Ups“ oder „Wir vereinen hohe Leistungswerte und gelebte menschliche Werte“ für fragwürdig. Sind die Inhalte einer Stellenausschreibung zweifelhaft, kann das weitreichende Folgen haben: Immerhin haben sich 64 Prozent der Fachkräfte in Deutschland aus diesem Grund schon einmal gegen eine Bewerbung entschieden – obwohl die Stelle zu ihrem Profil passte.

Die Informationen in der Stellenausschreibung sind nicht ausreichend

Auch wenn in der Stellenausschreibung Informationen fehlen, hat das Auswirkungen: Jeder Zweite hat deshalb schon einmal von einer Bewerbung auf eine inhaltlich passende Stelle abgesehen. Am häufigsten vermissen Jobsuchende Informationen zu angebotenen Zusatzleistungen sowie Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven im Unternehmen. Ebenso ist eine Beschreibung der Unternehmenskultur für Bewerber ein wichtiger Bestandteil der Stellenausschreibung.

Die Stellenausschreibung ist nicht ansprechend gestaltet

Die Studie zeigt: Neben Authentizität und Informationsgehalt spielt ebenfalls die Aufmachung einer Ausschreibung eine wichtige Rolle. Mehr als die Hälfte der Kandidaten (54 Prozent) hat sich schon einmal aufgrund einer unattraktiv gestalteten Anzeige gegen die Bewerbung auf eine passende Stelle entschieden. Insbesondere die Verwendung authentischer Bilder und Videos und die übersichtliche Darstellung der Job- und Unternehmensinformationen trägt dazu bei, dass Kandidaten sich die Stellenausschreibung genauer ansehen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Produktion von Fleischersatzprodukten in Deutschland ist 2025 erstmals seit Jahren leicht zurückgegangen. Gleichzeitig stieg nach Angaben von Destatis sowohl die Fleischproduktion als auch der rechnerische Fleischverbrauch pro Kopf.

Nichts mehr zu tun, aber noch Arbeitszeit übrig? Einfach so nach Hause kann man dann meist nicht – der Arbeitgeber hat nämlich noch ein paar Optionen.

Der weltweite Weinkonsum ist im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit 1957 gesunken. Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Daten der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) berichtet, lag der Konsum bei 208 Millionen Hektolitern. Das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber 2024 und von 14 Prozent gegenüber 2018.

Nachdem viele Beschäftigte in der Corona-Pandemie dem Thüringer Gastgewerbe den Rücken gekehrt haben, hat die Branche die Lücken verstärkt mit ausländischen Mitarbeitern gefüllt. Ihre Zahl ist um 63 Prozent gestiegen.

Die Frankfurter Mook Group kritisiert in einem Newsletter die wachsende Bürokratiebelastung in der Gastronomie. Das Unternehmen verweist auf Zahlen des DEHOGA und fordert einen Abbau regulatorischer Vorgaben.

Laut der aktuellen ifo Konjunkturumfrage sieht sich fast jedes fünfte Unternehmen aus Beherbergung und Gastronomie wirtschaftlich bedroht. Als Belastungen nennen die Betriebe unter anderem schwache Nachfrage, steigende Kosten und Bürokratie.

Trotz Firmenwagen das Privatauto genutzt? Wer so Dienstreisen macht, riskiert den Verlust des möglichen Steuervorteils. Warum Finanzämter künftig noch genauer hinschauen dürften.

Ein neuer Bewertungsreport von HolidayCheck untersucht Unterschiede im Umgang mit Online-Bewertungen zwischen den Generationen. Besonders die Generation Z bewertet laut Umfrage spontaner und stärker emotional geprägt.

Wenn der Chef die Urlaubswünsche für das ganze Jahr haben möchte, fängt das große Grübeln an. Denn nicht immer ist alles schon durchgeplant. Darf er das überhaupt verlangen?

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat entschieden: Wer für Unternehmen schlechte Google-Bewertungen entfernen oder beanstanden will, benötigt dafür unter Umständen eine rechtliche Zulassung. Hotelverband und DEHOGA sagen, was dies für das Gastgewerbe bedeutet.