DATEV-Mittelstandsindex: Gastgewerbe mit Umsatzrückgang und steigenden Löhnen im Februar 2026

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Das Gastgewerbe in Deutschland verzeichnet im Februar 2026 einen leichten Umsatzrückgang bei gleichzeitig steigenden Löhnen. Das geht aus dem aktuellen Mittelstandsindex der DATEV hervor, wie das Unternehmen mitteilt.

Demnach gingen die Umsätze im Gastgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent zurück. Im Branchenvergleich fällt dieser Rückgang geringer aus als in anderen Bereichen. So verzeichnete das Baugewerbe ein Minus von 7,8 Prozent und der Handel einen Rückgang von 4,9 Prozent.

Löhne im Gastgewerbe steigen überdurchschnittlich

Parallel zur Umsatzentwicklung steigen die Löhne im Gastgewerbe weiter an. Laut DATEV lag der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 6,4 Prozent und damit über dem Durchschnitt des gesamten Mittelstands, der bei 5,4 Prozent liegt.

Auch im Monatsvergleich zeigt sich ein Anstieg der Löhne: Der saison- und kalenderbereinigte Lohnindex legte insgesamt um 0,7 Prozent zu, wie das Unternehmen mitteilt.

Gesamtentwicklung im Mittelstand bleibt verhalten

Insgesamt zeigt sich im Mittelstand eine leicht positive Umsatzentwicklung ohne deutliche Dynamik. Der saison- und kalenderbereinigte Umsatzindex stieg im Februar gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Plus von 0,4 Prozent, so DATEV.

„Die Umsatzgewinne im Februar fallen insgesamt verhalten aus; viele Kleinstunternehmen profitieren kaum. Im Kontext der neuen Unsicherheiten bei Energiepreisen und geopolitischen Entwicklungen bleibt es entscheidend, den Mittelstand jetzt gezielt zu stärken“, sagte Prof. Dr. Robert Mayr, Vorstandsvorsitzender der DATEV eG, laut Mitteilung.

Beschäftigung leicht rückläufig

Die Beschäftigung entwickelt sich laut den Daten insgesamt rückläufig. Der saison- und kalenderbereinigte Beschäftigungsindex sank um 0,3 Prozent. Eine gesonderte Ausweisung für das Gastgewerbe nennt DATEV in diesem Zusammenhang nicht.

Hintergrund zum Index

Der DATEV Mittelstandsindex basiert nach Angaben des Unternehmens auf Auswertungen von Buchhaltungsdaten und bildet die wirtschaftliche Entwicklung im Mittelstand ab.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hilton hat eine Untersuchung zur Zukunft der Arbeitsplatzkultur veröffentlicht. Demnach bestimmen trotz des technologischen Wandels vor allem menschliche Faktoren die Produktivität und die Zufriedenheit im Beruf.

Die Beschäftigung im Gastgewerbe liegt weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Gleichzeitig geht die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zurück, während sich die Arbeitsmarktentwicklung in einzelnen Branchenbereichen unterschiedlich zeigt.

Die Thüringer halten in der Konjunkturflaute ihr Geld zusammen und gehen seltener essen oder buchen Hotelübernachtungen. Das macht die Lage im Gastgewerbe nicht leichter.

Hohe Kosten und Bürokratie setzen viele Dienstleister unter Druck. Besonders schwer haben es kleine Betriebe und das Gastgewerbe. Die DIHK fordert mehr Flexibilität.

Der Dehoga Niedersachsen bietet Hotel- und Gastronomiebetrieben kostenlose Vorlagen an, um Gäste für den respektvollen Umgang mit internationalem Personal zu sensibilisieren. Damit reagiert der Verband auf zunehmende negative Rückmeldungen.

Eine aktuelle Befragung der norisbank zum Reiseverhalten 2026 zeigt, dass die Deutschen ihre Urlaubsbudgets trotz steigender Preise präzise kalkulieren. Während das geplante Budget pro Person leicht steigt, setzt eine wachsende Zahl auf ein festes Limit.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 58.000 auf 2,95 Millionen gesunken und unterschreitet damit wieder die Marke von drei Millionen. Eine richtige Trendwende ist aber weiterhin nicht in Sicht.

Mit einem Reformpaket will die Koalition die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen. Auch bei der Arbeitszeit will Schwarz-Rot ansetzen. Der DGB untermauert seine Ablehnung mit neuen Zahlen.

Im ersten Quartal 2026 stiegen die Reallöhne in Deutschland um 1,8 Prozent. Besonders bei geringverdienenden Vollzeitkräften und Auszubildenden gab es überdurchschnittliche Zuwächse.

Vertragsangebote per Messenger sind nicht ewig gültig: Selbst unter Freunden und selbst, wenn es um richtig viel Geld geht. Das zeigt ein aktuelles Urteil.