Ausbildungszahlen in Deutschland rückläufig – Zuwächse bei „Fachkraft Küche“

| Zahlen & Fakten Zahlen & Fakten

Ausbildungszahlen in Deutschland rückläufig – Zuwächse bei „Fachkraft Küche“

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Deutschland ist rückläufig. Insgesamt wurden 475.950 Verträge abgeschlossen, was einem Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das geht aus einem Beitrag des Dehoga Bundesverbandes in sozialen Medien hervor.

Als Ursachen nennt der Verband unter anderem den demografischen Wandel, einen anhaltenden Trend zum Studium sowie eine zunehmende Zahl ungelernter Beschäftigungsverhältnisse.

Zuwächse bei „Fachkraft Küche“

Während die Gesamtzahlen sinken, verzeichnet der Ausbildungsberuf „Fachkraft Küche“ steigende Neuabschlüsse. Bis September 2025 wurden 1.188 Verträge registriert, im Jahr 2024 waren es 975. Der 2022 eingeführte Beruf liegt laut Dehoga aktuell auf Platz 76 von 319 Ausbildungsberufen und hat sich damit um zehn Plätze verbessert.

Nach Angaben des Verbandes zählt der Beruf damit zu den Ausbildungsberufen mit einer starken Entwicklung im aktuellen Ranking.

Nachfrage nach zweijährigen Ausbildungsmodellen

Der Dehoga Bundesverband verweist in seinem Beitrag auf eine steigende Nachfrage nach zweijährigen, stärker praxisorientierten Ausbildungsmodellen. Diese sind im Vergleich zu klassischen dreijährigen Ausbildungen mit einem geringeren Theorieanteil verbunden.

Nach Darstellung des Verbandes passen in diesem Segment das Angebot der Betriebe und die Nachfrage der Jugendlichen besonders gut zusammen.

Zugangsmöglichkeiten in der Gastronomie

Berufe wie „Fachkraft Küche“ oder „Fachkraft für Gastronomie“ richten sich nach Angaben des Dehoga insbesondere an praktisch orientierte Jugendliche sowie an Personen mit sprachlichen oder sozialen Hürden. Gleichzeitig besteht weiterhin die Möglichkeit, in eine dreijährige Ausbildung zu wechseln.

Der Verband weist zudem darauf hin, dass die duale Ausbildung eine zentrale Rolle für Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe spielt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat eine neue Themenseite „Küchenbetriebe“ veröffentlicht. Diese bündelt nach Angaben der BGN relevante Anforderungen und Praxishinweise für Betriebe mit Küchen und ist im Bereich „Branchenwissen“ verfügbar.

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung beschlossen, die Ausnahmen vom Lärmschutz für Public Viewing während der Fußball-WM 2026 ermöglicht. Städte und Gemeinden sollen dadurch flexibler über Veranstaltungen in den Nachtstunden entscheiden können.

Eat Happy Group und Hana Europe verhandeln über eine Fusion mit dem Ziel, eine europäische Plattform für asiatische Fertiggerichte aufzubauen. Die Umsetzung steht unter Vorbehalt von Genehmigungen und Betriebsratsanhörungen.

Der Hotelkonzern Accor hat eine Absichtserklärung zum Verkauf seiner Beteiligung an Essendi (ehemals AccorInvest) unterzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Anteil von 30,56 Prozent an ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM veräußert werden.

Das Vertrauen in den europäischen Hotelmarkt bleibt hoch: 86 Prozent der Investoren planen, ihre Kapitalallokation im Jahr 2026 beizubehalten oder zu erhöhen. Das geht aus dem „European Hotel Investor Compass 2026“ von Cushman & Wakefield hervor, wie das Unternehmen mitteilt.

Arcotel hat am 1. April 2026 ein neues Hotel in der Linzer Tabakfabrik eröffnet. Das Haus im Quadrill Tower umfasst 189 Zimmer und Konferenzflächen.

Kempinski Hotels plant die Übernahme des Augustine Hotels in Prag. Es ist die erste Akquisition der Gruppe seit mehr als 50 Jahren. Das Augustine Hotel liegt im Prager Stadtteil Malá Strana in unmittelbarer Nähe zum Waldstein-Garten.

Ein neuer Gefahrtarif führt laut BGN dazu, dass die Beiträge für 2025 im Durchschnitt sinken. Gleichzeitig sind die Ausgaben für Entschädigungsleistungen gestiegen.

Aprilscherz im Büro? Wer Kollegen aus dem Arbeitsfluss reißt oder sogar beleidigt, riskiert mehr als nur schlechte Laune – manchmal steht sogar die Kündigung im Raum.

Ein Schluck aus der falschen Flasche: In einem Schnellrestaurant in Kassel bekam ein Kleinkind Desinfektionsmittel statt Wasser. Die Staatsanwaltschaft ermittelte – was kam dabei heraus?