Gastronomie

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Reserviert und dann einfach weg? Für Gastronomen sind unentschuldigte "No-Shows" mehr als nur eine Lappalie – sie bedeuten massive Umsatzeinbußen und weniger Trinkgeld für das Personal. Eine Umfrage zeigt, wie weit verbreitet das Problem ist und welche drastischen Maßnahmen Gastwirte jetzt ergreifen.

In der Silvesternacht ist im Schweizer Wintersportort Crans-Montana ein verheerendes Feuer in einer Bar ausgebrochen. Nach offiziellen Angaben der Kantonspolizei Wallis kamen bei dem Unglück rund 40 Menschen ums Leben. Weitere 115 Personen wurden verletzt, ein Großteil von ihnen schwer.

Ab Januar 2026 gilt in der Gastronomie dauerhaft der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Speisen. Die Umstellung erfordert von Betrieben eine präzise Anpassung der Kassensysteme und eine klare Trennung von Speisen- und Getränkeumsätzen. Wir fassen die wichtigsten Regeln für die Praxis zusammen.

Mit Beginn des Jahres 2026 tritt die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf sieben Prozent in Kraft. Gastronomische Betriebe müssen ihre Abrechnungssysteme rechtzeitig umstellen und spezifische Vorgaben bei der Trennung von Speisen- und Getränkeumsätzen sowie bei Pauschalangeboten umsetzen. Was Gastgeber jetzt umsetzen müssen.

Zwei Grafikdesigner aus Paris waren es leid, in der Mittagspause stets die gleichen Speisen vorgesetzt zu bekommen. Sie wollten lieber etwas essen, das spektakulär aussieht und auch genauso schmeckt. Seitdem entwerfen die beiden Woche für Woche ausgefallene Burgerkreationen. Mittlerweile hat das Projekt auch einen eigenen Namen: Die „Fat & Furios Burgers“ haben zehntausende Fans und werden in etlichen Restaurants nachgebraten.

Ein südkoreanischer Hähnchengriller muss rund 11.000 Euro Entschädigung an „Louis Vuitton“ bezahlen. Der findige Gastronom hatte sein Geschäft „Louis Vuiton Dak“ genannt – ein Wortspiel mit dem koreanischen Begriff „tongdak“ für „ganzes Hähnchen“. Nachdem ein Gericht bereits die Nutzung des Namens verboten hatte, änderte ihn der Hähnchenverkäufer kurzerhand in „chaLouisvui tondak“. Das überzeugte jedoch weder Konzern noch Gericht, das den Griller nun zu der Entschädigung verdonnerte.

Seit zehn Jahren lädt Ina Müller ihre Talkshow-Gäste in die kleine Kneipe „Zum Schellfischposten“ in Hamburg-Altona ein. In der Bild sprach die Moderatorin nun über ihre Besucher, Alkohol und die Angst der Gäste. Diese könne sie überhaupt nicht verstehen. Schließlich gebe es doch kein leichteres Format im Fernsehen, als „locker machen und hoch die Tassen“.

Die berühmten Bistros in der französischen Hauptstadt wurden schon häufig totgesagt. Allein im Jahr 2009 mussten 2.000 Läden im Pariser Großraum schließen. Mittlerweile hat sich die Szene jedoch geändert: Neben den alten Hasen drängen auch immer mehr talentierte Jungköche in die Bistro-Küchen. Für diese Generation sei Kochen, was in den 60er- und 70er-Jahren die Rockmusik war, erklärte der Gründer des Kochfestivals „Omnivore“. Eine Welt-Redakteurin hat sich in Paris umgeschaut und fleißig probiert.

Jürgen Dollase war früher Musiker, wurde dann Maler und ist heute Deutschlands einflussreichster Gastro-Kritiker: Im Interview mit der „Welt“ spricht Dollase über ungeahnte Genüsse, Essen als Schulfach, die Textur von Marshmellows und sagt: „In Deutschland darf man kulinarisch noch so dumm sein, es stört keinen.“

Am Samstag eröffneten in Berlin zwei stadtbekannte Modeblogger den veganen Imbiss „Dandy Diner“. Die Eröffnungsparty lockte jedoch zu viele Hauptstadthipster nach Neukölln – zu Hunderten standen sie auf der Straße und blockierten den Verkehr. Es sei einfach zu voll gewesen, erklärte eine Polizeisprecherin. Gemeinsam mit den Veranstaltern sei dann die Reißleine gezogen worden und die Wartenden wurden nach Hause geschickt. Auf ihrer Facebook-Seite wollten die Betreiber davon aber nichts mehr wissen und beleidigten die Beamten stattdessen.

Boris Radczun betreibt in Berlin unter anderem das „Grill Royal“, den „Pauly Saal“, das „King Size“ und nun auch „Le Petit Royal“ in Charlottenburg. Die „Welt“ sprach mit dem Erfolgswirt über den Sexappeal von Restaurants und die Trinkgeld-Qualitäten von George Clooney.

Trotz der Beliebtheit prominenter Fernsehköche wird in der wahren Welt der Nachwuchs knapp. Im vergangenen Jahr begannen lediglich 9.000 Personen eine Kochausbildung – vor gar nicht langer Zeit waren es noch doppelt so viele. Auch in Thüringen sieht die Lage nicht besser aus. Claus Alboth aus dem Hotel Dorotheenhof in Weimar prophezeit daher schon das Ende zahlreicher Restaurants aus Personalmangel. Helfen könnten flexiblere Arbeitszeiten und ein Verschwinden der Bürokratie.