Gastronomie

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Die Nasa veröffentlicht Details zur Verpflegung der Artemis-2-Crew und weist Spekulationen über ein schwebendes Glas Nuss-Nugat-Creme zurück. Rund 189 Speisen stehen den Astronauten während ihres Flugs zur Auswahl.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sorgt für Unruhe – denn seine geplanten italienischen Schnellrestaurants stoßen nicht nur auf Gegenliebe. Es könnte am Namen liegen, unterscheidet sich Vialino doch nur geringfügig von dem des Hauptkonkurrenten Vapiano. Deren Chef zeigte sich in einem Artikel des manager-magazins auch sogleich irritiert. Er betonte zwar die sportliche Komponente des Wettbewerbs, mahnte aber auch zur Einhaltung der Regeln. Rechtliche Schritte seien jedenfalls nicht geplant.

Eine tragische Geschichte, die sich derzeit am Amtsgericht Leutkirch im Allgäu abspielt. Der Angeklagte, mittlerweile über 70 Jahre alt, ist einziger Anlieger der örtlichen Diskothek. Und fast zwei Jahrzehnte lang ließ sie ihn, nach eigener Aussage, an den Wochenenden nicht mehr schlafen. Zum Eklat kam es, als zu Beginn des Jahres die Disko nach einer zweimonatigen Pause wiedereröffnet werden sollte. Der Angeklagte wollte den Veranstalter zur Rede stellen, das Gespräch lief jedoch anscheinend nicht ganz so wie geplant. Am Samstag werde hier alles in die Luft fliegen, drohte der rüstige Rentner. Der Richter fand es nicht besonders lustig und verurteilte ihn nun zu 600 Euro Geldstrafe. 

Die Stadt Pforzheim darf über Hygienemängel in einer Gaststätte nicht im Internet informieren. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe gab jetzt dem Eilantrag eines Pforzheimer Gaststättenbetreibers gegen den Online-Hygiene-Pranger statt. Die Richter urteilten, dass zwar einiges dafür spreche, dass der Wirt gegen seine Pflichten verstoßen habe. Angesichts der erheblichen Zweifel an der Rechtmäßigkeit der geplanten Veröffentlichung, überwiege jedoch das Interesse des Gaststättenbetreibers, von dem Ekel-Pranger vorläufig verschont zu bleiben.

Die in England bekannte Aktivistenruppe "UK Uncut" nimmt die Kaffeekette Starbucks ins Visier. Der Grund: Trotz sprudelnder Einnahmen soll Starbucks in den letzten Jahren auf der Insel keinen Cent Steuern gezahlt haben. Bis zum Eintreffen der Polizei verwandeln die Aktivisten Niederlassungen blitzschnell in Kindergärten, Obdachlosenheime und Vorlesungssäle. Mit dieser Masche legte "UK Uncut" im letzten Jahr hunderte Banken lahm. Ähnliches droht wohl nun am 8. Dezember dutzenden Starbucks-Niederlassungen.

Die Kritiker des Gault Millau haben geurteilt: Christian Jürgens ist Deutschlands Koch des Jahres. Der Küchenchef des Gourmetrestaurants „Überfahrt“ im oberbayerischen Rottach-Egern verbinde Weltoffenheit vorbildlich mit Heimischem, wie es in der Begründung hieß. Der Metzgersohn aus dem Ruhrgebiet hatte seine kulinarische Karriere zunächst in München begonnen. Dort arbeitete er bei Feinkost Käfer und im „Tantris“, nach Stationen in Aschau und auf Sylt landete er schließlich in Witzigmanns „Aubergine“. Seit 2008 schwingt er den Löffel im „Überfahrt“ am Tegernsee.

Eine höhere Bewertung als der passionierte Skifahrer und Jogger Jürgens haben, in dem nach dem französischen Schulnotensystem urteilenden Guide, nur vier deutsche Köche, die ihre 19,5 Punkte aus dem Vorjahr verteidigten: Harald Wohlfahrt, Schwarzwaldstube in Baiersbronn-Tonbach, Joachim Wissler, Vendôme in Bergisch Gladbach, Klaus Erfort, GästeHaus in Saarbrücken, und Helmut Thieltges, Waldhotel Sonnora in Dreis bei Wittlich. Zum Aufsteiger des Jahres wurde Sarah Henke, Restaurant Spices in List auf Sylt gekürt. Über den Titel Entdeckung des Jahres kann sich Oliver Röder aus Bembergs Häuschen in Euskirchen freuen. Restaurateur des Jahres ist Michael Käfer, der vom Bundestag in Berlin über das Oktoberfest bis in die BMW Welt von München gastronomisch engagiert ist.

Das Berliner Café St. Oberholz ist in der Gründerszene der Hauptstadt eine feste Größe. Soundcloud und brands4friends sollen hier entstanden sein, die meisten Gäste haben einen Laptop dabei, Kopfhörer auf den Ohren und einen Latte Macchiato auf dem Tisch. Dass den Betreiber Ansgar Oberholz neben kreativem Flair der Berliner Start-Ups auch ganz andere Sorgen plagen, erfährt der Leser in einem Spiegel-Interview – denn masturbierende Männer und Crack rauchende Junkies gehören auch ab und an zu seiner Kundschaft.

Da hatte die Flensburger Feuerwehr ordentlich zu tun: Bei einem Großbrand in der Diskothek "Vega Palace" wurden nach Angaben der Polizei zwei Personen schwer verletzt. Sie lagen unter den Trümmerteilen der teilweise eingestürzten Disko und mussten von der Feuerwehr geborgen werden. Gegen beide wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung eingeleitet. Das Gebäude wurde größtenteils zerstört.

„Von Sylt bis Garmisch bekommt der Gast austauschbare Produkte und uniforme Geschmackserlebnisse“ - die gerade erschiene Ausgabe der Küchenbibel Gault&Millau übt heftige Kritik an Deutschlands Küchenchefs. Obwohl Regionalität als Mega-Trend gelte, würde sich nur eine kleine Minderheit der Köche dem Thema mit viel eigenem Engagement widmen. Allzu oft bleibe es beim Lippenbekenntnis zur Heimat. „Man setzt ein, zwei regionale Alibi-Produkte auf die Karte und ordert per Telefon bei geschäftstüchtigen Großhändlern, die allen Köchen die gleichen ‚Neuheiten‘ andrehen", so der Gault&Millau.