2,3 Millionen Besucher auf dem Maschseefest 2026 in Hannover

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Die Hannover Veranstaltungs GmbH zieht Bilanz für die 38. Ausgabe des Maschseefests: Mit insgesamt 2,3 Millionen Besuchern liege das Ergebnis der 19 Veranstaltungstage vom 22. Juli bis zum 9. August 2026 über dem Vorjahreswert von rund 2,1 Millionen Gästen. Im mehrjährigen Vergleich bewegt sich das Aufkommen im Bereich des historischen Durchschnitts von 2,2 Millionen Menschen.

Höhere Besucherzahlen als im Vorjahr

André Lawiszus, Geschäftsführer der Hannover Veranstaltungs GmbH, erklärt, das Ergebnis stimme die Organisation sehr zufrieden und zeige die Anziehungskraft des Fests. Die Kopplung mit den Finals 2026 habe für zusätzliche Dynamik gesorgt. Das Sommerfestival und der Spitzensport hätten sich am Maschsee als gemeinsamer Bühne ergänzt.

Besonders hohe Besucherzahlen verzeichnete der Veranstalter an den drei Samstagen des Festes. An den stärksten Tagen seien jeweils bis zu 240.000 Gäste an den See gekommen. Über den gesamten Zeitraum lag die durchschnittliche Temperatur bei rund 21 Grad Celsius mit durchschnittlich 8,5 Sonnenstunden pro Tag. Als wärmster Tag wird der 29. Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 25,5 Grad ausgewiesen.

Unwetter führt zu Einbußen

Als besucherschwächster Tag der Veranstaltung gilt Donnerstag, der 30. Juli, an dem rund 10.000 Gäste gezählt wurden. Wegen einer amtlichen Unwetterwarnung öffnete das Festgelände aus Sicherheitsgründen erst verspätet um 18.30 Uhr. Zwei Bühnen blieben geschlossen, weitere Programmpunkte entfielen und Gastronomen mussten kurzfristige Absagen hinnehmen.

Lawiszus verweist darauf, dass das Wetter bei Freiluftveranstaltungen ein Risiko darstelle. Die Sicherheitsmaßnahmen an jenem Donnerstag hätten gezeigt, wie wichtig flexibles Handeln sei. Philip Lutz von der Weinbar Gegenüber berichtet von rund 300 abgesagten Reservierungen am Unwettertag, was Ausfälle bei Umsatz und Ressourcen verursacht habe. Gleichwohl bewertet die Gastronomie das Gesamtergebnis überwiegend positiv.

Finals bringen zusätzliche Gäste an den See

Naomi Peter, Projektleitung des Maschseefests, zieht eine positive Bilanz zum Zusammenspiel der 19 Groß-Gastronomie-Betriebe, der Live-Musik auf vier Hauptbühnen und des Rahmenprogramms. Die Parallelveranstaltung der Finals 2026 habe in den ersten vier Tagen der Überschneidung für rund 150.000 zusätzliche Besucher gesorgt. Kanu- und Ruderwettbewerbe wurden dabei direkt auf dem Gewässer ausgetragen.

Die medizinische Absicherung übernahm der Ortsverband Hannover-Wasserturm der Johanniter. Mit etwa 50 ehrenamtlichen Helfern an den Wochenenden und rund zehn Kräften unter der Woche leistete die Organisation mehr als 3.000 Einsatzstunden. Zum Einsatz kamen zwei Unfallhilfsstellen, drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, vier Fußstreifen, ein Wasserrettungsboot sowie Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung.

Polizei zieht positive Bilanz

Aus polizeilicher Sicht verlief das Fest weitgehend geordnet. Das Straftatenaufkommen habe auf dem Niveau der Vorjahre gelegen, wobei die Körperverletzungsdelikte im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich eine leicht steigende Tendenz aufwiesen. Zur Gefahrenabwehr sprachen die Einsatzkräfte Platzverweise im dreistelligen Bereich aus.

Polizeidirektor Tobias Giesbert, Leiter des Einsatzbereichs der Polizeiinspektion Hannover, führt aus, bei einer mehrtägigen Großveranstaltung handele es sich um eine dynamische Lage, der Großteil der Menschen habe jedoch friedlich gefeiert. Einfache Diebstähle und Beleidigungen lagen im Vorjahresbereich, während Raubdelikte im niedrigen einstelligen Bereich sowie Bedrohungen und sexuelle Belästigungen jeweils im einstelligen Bereich registriert wurden.

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